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FilmTonArt Talent Award Wer komponiert die beste Sequenz zum „Tatort: Kartenhaus“?

Von Anfang an einer der beliebtesten Programmpunkte von FilmTonArt – Das Forum für Musik und Ton: der Kompositionswettbewerb. Neu vertont werden sollte diesmal eine dramatische Sequenz aus dem Kölner „Tatort: Kartenhaus" mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär. Attraktive Preise winken in diesem Jahr den Top 3-Einsendern, vom hochwertigen Equipment bis zu einer Reise nach London zu den berühmten Abbey Road Studios.

Stand: 16.06.2016

Szene aus dem Tatort mit den Kommissaren Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär | Bild: WDR / Martin Menke

Das im letzten Jahr veränderte Konzept des Talent Awards hat sich bewährt. Die von einer Jury ausgewählten besten drei Kompositionen werden live auf der Bühne im Studio des Bayerischen Rundfunks gespielt. Die Instrumentierung ist vorgegeben – diesmal zwei Klaviere und Schlagwerk. Beibehalten wird auch der dreigeteilte Ablauf der Veranstaltung. Im ersten Teil unterhält sich Moderatorin Christine Rose mit Komponist René Dohmen über die Besonderheiten der Musik zum „Tatort: Kartenhaus“. Teil 2 stellt dann drei Beiträge vor, die Studenten der Münchner Hochschule für Musik und Theater komponiert haben. Abschließend werden die Gewinner des Wettbewerbs bekannt gegeben, einschließlich Gesprächen über ihre Kompositionen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern am FilmTonArt Talent Award und gratulieren den Gewinnern:

Platz 1 – Erik Stadel
Preis: Ein Stage-Keyboard gestiftet von JustMusic sowie eine Reise nach London zu den Abbey Road Studios gestiftet von Audio Network

Platz 2 – Jonas Göbel
Preis: 2 Studiomonitore gestiftet von JustMusic

Platz 3 – Tobias Sasse
Preis: Ein Einkaufsgutschein im Wert von € 500,- von JustMusic

Den Hauptgewinner lädt Audio Network Limited zu einer zweitägigen Reise nach London ein – inklusive Besuch in den Abbey Road Studios – außerdem erhält er ein wertvolles Stage Keyboard der Marke nord. Platz 2 darf sich über Studiomonitore der Marke FOCAL freuen, und der Drittplatzierte erhält einen Einkaufsgutschein im Wert von € 500. Stage Keyboard, Monitore und Gutschein stammen vom Münchner Unternehmen JustMusic.

Ein „Kölner Roadmovie“

Mord im Villenvorort von Köln. Für die Hauptkommissare Ballauf und Schenk ist die Frage nach dem Täter schnell klar. Schließlich gibt er sich wenig Mühe, seine Spuren zu verwischen. Eine packende Geschichte, brillant fotografiert, knackig geschnitten und mit prägnanten Popsongs unterlegt. Der „Tatort“ mit Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt wurde 2015 gedreht und am 28. Februar 2016 im Ersten ausgestrahlt. Eine Sequenz daraus stand den Teilnehmern des Talent Awards für die eigene musikalische Vertonung zur Verfügung. Die Originalmusik stammt vom preisgekrönten Kölner Komponisten- und Produzentenduo Dürbeck & Dohmen.

Die Jury

Die Jury, bestehend aus Elke Falkenberg (Leitung FilmTonArt), den Komponisten Joachim Dürbeck und René Dohmen sowie Andrej Melita (Komponist und Dozenten der Hochschule für Musik und Theater München), wird die drei Top-Beiträge auswählen, die am 24. Juni live auf der Bühne zur Projektion des Filmausschnitts gespielt werden.  Hautnah erlebt der Zuschauer, wie sehr unterschiedliche Musik die Stimmung einer Filmszene beeinflussen kann. Der Vergleich zur Originalmusik darf natürlich nicht fehlen, über deren Entstehung René Dohmen Einblick geben wird.

Dürbeck & Dohmen: Erfolgreiches Duo

René Dohmen und Joachim Dürbeck

René Dohmen und Joachim Dürbeck stammen beide aus dem nordrhein-westfälischen Jülich und arbeiten seit Ende der 80er-Jahre zusammen. Zunächst in der Band „BONES“. Nach ihrer Auflösung gründeten die zwei Musiker im Jahr 2000 ihr Label „Dürbeck & Dohmen“ und konzentrierten sich aufs Komponieren und Produzieren. Nach ersten Werbe-Aufträgen schrieben sie ihre erste Filmmusik für „Freitagnacht“, ein Projekt der Kunsthochschule für Medien Köln. Mittlerweile komponierten Dürbeck & Dohmen über 50 Filmmusiken für Dokumentation und Spielfilme, aber auch Serien, Theater und Werbung. Krimis, darunter mehrere „Tatort“-Folgen, gehören ebenso dazu wie TV-Komödien, z.B. „Neid ist auch keine Lösung“. Preise erhielten zwei ihrer Kino-Musiken: 2006 die Goldene Palme des „Mostra de Valencia“-Filmfestivals für die Beste Filmmusik zum Spielfilm „Magic Eye“ und 2008 der Max-Ophüls-Preis für ihre Filmmusik zur melancholischen Komödie „Selbstgespräche“. Ihr Markenzeichen: die Bandbreite von minimalistischen Kompositionen bis zu großen Orchester-Scores. Gern verbinden sie dabei elektronische und klassische Instrumentationen zu innovativen Arrangements. Für ihren speziellen Sound haben sie eine eigene Instrumenten Library entwickelt.

Darüber hinaus verfolgt das Duo Soloprojekte: René Dohmen (Gitarre und Gesang) tritt mit seiner Band „Drowning by Numbers“ auf, Joachim Dürbeck veröffentlichte 2007 sein erstes Solo-Album „Samuel Jason lies on the Beach“.

Andrej Melita: Komponist für Film- und Werbemusik

„Die Mucke ist laut“, schreibt das Studio-Team von „Loudest Needle“ ironisch auf seiner Homepage, und ohne einen Termin höre man halt keine Besucher. Ob laute oder leisere „Mucke“, Filmkomponist Andrej Melita und Teil der „Loudest Needle“, beherrscht alle Tonvarianten und kann sich über mangelnde Termine nicht beklagen: Egal, ob Komödie, Krimi, Dokumentarfilm, Image- oder Werbefilm, er beherrscht sie alle und ist gut im Geschäft. Der Münchner Spezialist für Film- und Werbemusik schuf den Soundtrack zu den Kultfilmen „Die wilden Kerle“ (zuletzt 2015), zu Komödien wie „Macho Man“ (2014) oder „Irre sind männlich“ (2014). Auch die Doku-Reihe „Bergwelten – Der Grenzgänger. Reinhold Messner“ (2014) geht auf sein musikalisches Konto. Melitas Kompositionen reichen von modern mit Synthesizer bis zum orchestralen Sound-Erlebnis, von kleiner bis zur großen Besetzung. Mit Musik hat sich Andrej Melita schon immer beschäftigt und veröffentlicht, bis ein Produzent auf ihn aufmerksam wurde und ihn für den Sound zu einem On Air Design der ARD engagierte. Er gewann damit gleich den Eyes & Ears Award und arbeitet seit 1998 als freier Komponist, Musikproduzent und Mixing Engineer. Seit Oktober 2014 auch als Dozent für den Bereich Studio- und Computertechnik (Komposition Film und Medien) an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Christine Rose: Moderatorin und Coach

Vor ihrer Karriere als Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk, Sprecherin und Coach absolvierte Christine Rose eine Lehre zur Verlagskauffrau. Die gebürtige Münchnerin nahm Sprech- und Schauspielunterricht und studierte Kommunikationswissenschaft in ihrer Heimatstadt. Anschließend moderierte sie unterschiedliche Radio- und Fernsehsendungen, unter anderem beim Bayerischen Fernsehen und Sat.1. In Bayern 3 informiert Christine Rose ihre Hörer jeden Mittag aktuell und kompetent über die wichtigsten Themen in Deutschland und der Welt. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit ist sie bei verschiedenen Rundfunkanstalten als professionelle Sprecherin beschäftigt. Die vielseitige Moderatorin und Psycholinguistin gibt auch Kommunikations- und Coaching-Seminare und ist Lehrbeauftragte an der Hochschule München. In ihren Vorträgen beschäftigt sie sich u.a. mit Körpersprache und nonverbaler Kommunikation.

Panel

FilmTonArt Talent Award
Studio 1, 17:30 Uhr

Gäste
René Dohmen | Komponist • Produzent
Andrej Melita | Komponist • Produzent • Dozent an der Hochschule für Musik und Theater München
Studenten der Hochschule für Musik und Theater München

Moderation
Christine Rose |Moderatorin Bayern 3


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