Unternehmen - Mitmischen

Das Publikum macht Programm

Mitmischen! 2019 Das Publikum macht Programm

Stand: 17.07.2019

Nicht nur dabei sein, sondern selber mitmachen, das war das Motto der Publikumsaktion "Mitmischen!", die im Juni im ganzen BR stattfand. Was dabei herauskommt, wenn das Publikum zu Machern wird, lesen Sie hier.

"Ich möchte heute meine Spuren hinterlassen und mich einbringen. Und ich wäre traurig, wenn ich das nicht könnte", sagte Sonya Schreyögg aus Wörthsee zum Beginn von "Mitmischen!" am Montag. Frau Schreyögg begleitete einen Tag lang die Redaktion Religion und Orientierung auf Bayern 2.

Mitmischer zu Gast bei BAYERN 3-Moderatorin Claudia Conrath

Sie war eine von über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die bei der BR-Publikumsaktion mitgemischt haben. Rund 50 Redaktionen öffneten dafür vom 3. bis 6. Juni ihre Studiotüren, alle Radiowellen, viele Fernsehsendungen sowie zahlreiche BR-Studios in der Region haben mitgemacht.

Einbringen wollten sich dieses Jahr besonders viele junge Menschen. Unter den 1.400 Bewerberinnen und Bewerbern interessierten sich auch auffallend viele für die Online-Angebote, insbesondere die News-WG auf Instagram und PULS standen hoch im Kurs.

Beim Zündfunk auf Sendung

Redaktionskonferenz beim Zündfunk (Bayern 2): Mitmischer Annika Schupp und Mario Sedmak sowie Redakteur Michael Bartle vom Zündfunk Team (v.li.).

Sehr zufrieden waren zum Beispiel die vier Mitmischer, die Musikchef Michael Bartle beim "Zündfunk" in die aktuelle Sendung eingebunden hat. Ihre Aufgabe: Ein Thema für die Sendung am Abend finden. Später wartete auf die Zündfunk-Fans noch mehr Arbeit: Innerhalb einer Stunde sollten sie einen "persönlichen Brief" an die SPD schreiben. Eingesprochen wurden die Briefe nach dem Mittagessen, gesendet noch am selben Abend.

Darum ging es bei "Mitmischen!" - nicht nur einen Schulterblick bieten, sondern unser Publikum aktiv mitarbeiten und mitdiskutieren lassen. Beeindruckt war so mancher Mitmischer von der Glaubwürdigkeit der Moderatoren. So fand etwa Student Leonard Adam beim Besuch im BAYERN 3-Studio: "Ich bin überrascht, wie spontan Claudia Conrath ihre Sendung gestalten kann. Sie macht das aus dem Bauch raus und darf sagen, was sie möchte." Auch im Querbeet-Garten wurde "das Echte" geschätzt:

"Toll, dass ein Sender so einen Garten hat. Da sieht man, dass wirklich alles echt ist und wächst, kein Fake."

Mitmischerin Petra Maier beim Besuch des 'Querbeet'-Gartens

Nachrichten bewerten - aber wie?

Bei "Mitmischen!" wurde immer wieder sichtbar: Warum arbeiten wir so, wie wir arbeiten? Bei "Kontrovers" absolvierte eine Gruppe einen Crashkurs in Nachrichtenwerten und wählte unter Leitung von Reporter Fabian Mader die Themen für eine Nachrichtensendung aus. Was lässt man weg? Und warum? Bei der Fülle an Meldungen keine leichte Aufgabe, wie die "Tagesreporter" feststellten.

Viele Mitmischer kamen zur Erkenntnis, dass sie den Aufwand bisher unterschätzt haben:

"Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute an einer Sendung beteiligt sind. Ich dachte es wäre einfacher und nicht so zeitaufwändig."

'Kontrovers'-Mitmischerin Christa Schanderl

Raum für Kritik

Schülerin Amy Grove aus Fürth will bei "jetzt red I - Extra" wissen, was der BR in seinem Programm für junge Leute bietet.

Auch Kritik gehörte in dieser Woche dazu, nicht nur bei der Sendung "jetzt red I - Extra". Die Mitmischen!-Redaktionen stellten sich ebenso der Diskussion. So ging es bei "quer" etwa um empfundene Ungerechtigkeiten bei der Zahlung der Rundfunkbeiträge und bei BAYERN 1 um eine vermeintlich "zu deutsche" Nachrichtenauswahl. Die Redakteurinnen und Redakteure begegneten solchen Vorwürfen mit Diskussionsbereitschaft und Transparenz.

Aufgrund der positiven Resonanz, sowohl von den Mitmischern als auch den Redaktionen, die gute Nachricht: Für 2020 ist schon die nächste Auflage von "Mitmischen!" geplant.