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Tiere im Winter Dem Winter entfliehen

Während die einen spezielle Tricks gegen die Kälte entwickelt haben oder den Winter einfach verschlafen, ergreifen andere die Flucht: Zugvögel verlassen im Herbst unsere Breiten und überwintern in warmer Ferne. Dafür überwinden sie weite Strecken.

Stand: 16.04.2015

Starwolke am Abendhimmel | Bild: BR

Im Spätsommer und Herbst treten die Zugvögel die Rückreise in den Süden an. Die Langstreckenzieher unter ihnen, die bis weit nach Afrika hinein fliegen und dabei 3.000 oder 4.000 Kilometer zurücklegen, verlassen uns als erste im Jahr. Der Mauersegler beispielsweise zieht bereits Anfang August weg. Andere Langstreckenzieher sind bis Ende September verschwunden. Zugvögel, die "nur" bis ans Mittelmeer oder nach Nordafrika ziehen, folgen noch später.

Im Winter gen Süden, im Frühjahr zurück

Wendehals, der einzige Zugvogel unter den Spechten, der in Afrika überwintert. | Bild: Robert Kukuljan zur Bildergalerie European Birdwatch 2018 Diese Vögel fliegen gen Süden

Jetzt machen sich unsere Zugvögel auf in ihr Winterquartier. Am 6. und 7. Oktober rufen deshalb LBV und NABU zum "European Birdwatch"-Wochenende auf. In ganz Europa beobachten Vogelfreunde Zugvögel - zum Beispiel diese hier! [mehr]

Zu den ersten im Jahr, die zu uns zurückkehren und den nahenden Frühling bereits Ende Februar, Anfang März ankündigen, gehören unter anderem Star, Feldlerche und Kiebitz. Ab Mitte März tauchen täglich neue Arten auf und im April kehren dann auch die letzten Langstreckenzieher wie Rauchschwalbe, Wendehals oder Gartenrotschwanz zurück.

"Die Reise der Zugvögel - Eine tierische Meisterleistung": am 16. April 2015 um 9.05 Uhr in "radioWissen", Bayern 2


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