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Sonnenschutz Stoffe gegen Sonnenbrand

Wer ein Kleinkind von oben bis unten mit Sonnencreme eincremen muss, ist froh, wenn die Prozedur vorbei ist. Doch für wirksamen Schutz muss man immer wieder eincremen - oder besser Kleidung mit integriertem Sonnenschutz anziehen? Was sie bringt und worauf man achten muss.

Stand: 19.06.2019

Sonne | Bild: colourbox.com

Schon die Römer erschienen auf dem sonnendurchglühten Capitol nicht mit Lendenschurz, sondern in der Toga. Araber hüllen sich seit jeher in Kaftan und Tschaderi, venezianische Gondolieri schützen sich bevorzugt mit Strohhüten. Selbst Elefanten sind klug genug, ihre grobe Haut mit Schlamm vor den Strahlen der Sonne zu wappnen. Nur deutsche, englische und holländische Touristen präsentieren sich an den Stränden der Welt gerne so, wie Gott sie schuf.

Welche Farbe ist die richtige?

Viele UV-Schutztextilien halten nicht, was sie versprechen.

Das klassische weiße T-Shirt aus reiner Baumwolle ist zwar beliebt für seinen Tragekomfort bei heißen Temperaturen. Jedoch schützt der Klassiker, selbst mit langen Ärmeln und hochgeschlossen, am wenigsten gegen die pralle Sonne - er lässt immerhin satte 40 Prozent der UV-Strahlung durch. Je dunkler der Stoff, umso besser schützt er: Schwarzer Stoff absorbiert ganze 97 Prozent aller Strahlung. Außerdem schützen Chemiefasern, also zum Beispiel Polyester, wesentlich besser als Baumwolle. Das liegt daran, dass man Chemiefasern sehr engmaschig herstellen und verarbeiten kann. Die Baumwollfaser muss man dagegen so verwenden, wie sie die Natur wachsen ließ.

Kleidung mit UV-Schutz

Mittlerweile gibt es spezielle Sonnenschutzkleidung - besonders für Kinder. Der Schutz wird durch Material und die Webart des Stoffes erreicht, nur sehr wenige Firmen verwenden zusätzlich noch chemische Filter.

UV-Standard 801 - aussagekräftiges Gütesiegel

Genau wie bei herkömmlichen T-Shirts und Hemden gilt auch für die Spezial-Kleidung: Je engmaschiger der Stoff, desto besser ist der Schutz. Wenn die Kleider nass oder gedehnt werden, nimmt die Wirkung ab. Ob ein Kleidungsstück wirklich den Lichtschutz bietet, den es verspricht, kann man als Laie leider nicht erkennen. Nur ein Gütesiegel verspricht gute Qualität: der UV-Standard 801. Kleidung, die dieses Siegel trägt, ist unter Tragbedingungen getestet und für gut befunden worden.

Übrigens gibt es Sonnenschutzkleidung auch für Erwachsene: Nicht nur für Sonnengenießer, sondern auch für Landwirte, Zimmermänner, Bauarbeiter, Dachdecker und alle, die täglich unter freiem Himmel arbeiten, ist Sonnenschutzkleidung sinnvoll - sozusagen als Arbeitskleidung.

Sonnenkleidung: Tipps auf einen Blick

  • Dunkle Farben schützen besser als helle.
  • Dicht gewebte Kleidung schützt besser als dünne.
  • Polyester und andere Chemiefasern schützen besser als Baumwolle oder Viskose.
  • Ein guter Sonnenhut sollte eine breite Krempe haben.
  • Unbedeckte Stellen müssen gut eingecremt werden.
  • UV-Schutzkleidung sollte das Gütesiegel "UV-Standard 801" tragen.

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