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Richtig vorbeugen Noro-Viren: Hände waschen und zu Hause bleiben

Keine Hände schütteln und Menschenmengen meiden - so geht man einer Ansteckung mit dem Noro-Virus aus dem Weg. Wer das nicht kann, der sollte gründlich auf Hygiene achten.

Stand: 14.12.2018

Hände unter dem laufenden Wasserhahn | Bild: colourbox.com

Nur Hygiene bietet vor dem Noro-Virus einen gewissen Schutz: Nach jedem Toilettengang, besonders auf öffentlichen Toiletten, sollte man sich gründlich die Hände waschen - und zwar mit warmem Wasser und Seife. Auch nach jeder Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel und jedem Einkauf empfiehlt es sich, die Hände zu reinigen.

So schützen Sie sich vor Noro-Viren

Hände waschen

Hände reinigen, ggf. desinfizieren. Wer ein Desinfektionsmittel benutzen möchte, muss darauf achten, dass dieses gegen Viren wirkt. Die Experten des Robert-Koch-Instituts halten aber bei Noro-Viren eine Desinfektion für unnötig: "Ein genereller Einsatz von Desinfektionsmitteln ist im Privathaushalt in der Regel nicht erforderlich."

Bei direktem Kontakt: desinfizieren

Hat man Kontakt mit Erbrochenem oder Stuhl eines Erkrankten gehabt, sollte man die Hände auf jeden Fall mit einem Desinfektionsmittel reinigen - das auch gegen Viren wirksam ist.

Separate Handtücher

Handtücher und Waschlappen des Kranken nicht mitbenutzen. Diese mit möglichst hoher Temperatur (60-95 Grad) und mit Vollwaschmittel waschen.

Bettwäsche und Kleidung heiß waschen

Bettwäsche sowie Kleidung des Kranken bei mindestens 60 Grad mit Vollwaschmittel waschen.

Toilette desinfizieren

Die Toilette desinfizieren, wenn ein Kranker sie benutzt hat. Wenn möglich, sollten gesunde Familienmitglieder eine andere Toilette benutzen.

Reinigung der Toilette

Auch nach Abklingen der Symptome sollten die Kontaktflächen der Toilette mehrmals täglich gründlichst gereinigt werden, da Erkrankte das Virus noch bis zu drei Wochen ausscheiden.

Geschützt putzen

Ist jemand erkrankt und hat Bad und Toilette beschmutzt, sollte man Türgriffe, Waschbecken, Toilette, Böden mit Gummihandschuhen und möglichst mit Mundschutz gründlich reinigen - und dabei möglichst Einmaltücher verwenden, denn sonst riskiert man, dass man die Viren per Putzlappen weiterverbreitet.

Kontaktsperre

Bis auf den Pflegenden sollten andere Familienmitglieder möglichst wenig Kontakt zum Kranken haben. Gefährdet sind besonders ältere Menschen und Kinder.

Nicht für andere kochen!

Erkrankte sollten kein Essen für andere zubereiten.

Winter ist die Hauptsaison für Noro-Virus-Infektionen

Viren lieben Menschenmengen: Dort können sie leicht neue Wirte finden.

Wieso Noro-Viren von Oktober bis März Hauptsaison haben, weiß man noch nicht genau. Wissenschaftler vermuten, dass in der kalten Jahreszeit das Immunsystem einfach anfälliger ist. Alle, die Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Altenheime, Kliniken oder Kindergärten besuchen oder dort arbeiten, haben ein besonders großes Risiko, sich anzustecken.


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