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Schulranzen Worauf man beim Kauf achten sollte

Neue Erfahrungen, neue Anforderungen: Erstklässler haben es in den ersten Wochen schwer. Da sollte der Schulranzen auf dem täglichen Schulweg nicht auch noch drücken. Worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Stand: 06.09.2019

Einschulung - Schulranzentrends | Bild: picture alliance/Bernd Wuestneck/dpa

Der Schulanfang ist für Kinder eine aufregende Zeit. Dazu gehört auch der richtige Schulranzen. Rosa Einhörner, grün-blaue Monster - die Motivpalette ist umfangreich und auf den Geschmack der Schulanfänger abgestimmt. Motiv und Farbe sollten dem Kind gefallen, denn er wird ihm jahrelang ein täglicher Begleiter. Ein Ranzen muss aber vor allem praktisch, rückenschonend und verkehrssicher sein - das sind die Ansprüche der Eltern. Damit er zum Rücken der Kinder passt, sollte ein Schulranzen nicht schon zu Jahresbeginn gekauft werden, sondern maximal drei Monate vor Schulbeginn.

Auf Prüfzeichen achten

Der Preis des Ranzens bestimmt nicht immer die Qualität. Manche Modelle vom Vorjahr sind billiger, erfüllen aber trotzdem wichtige Kriterien. Diese sind am Schulranzen gekennzeichnet durch:

  • Das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit
  • Anhänger der DIN-Norm 58124
  • Ein TÜV-Siegel oder eine Plakette der Stiftung Warentest. Bei der Stiftung Warentest wird auch darauf geachtet, dass der Ranzen praktisch ist: Wasserdicht und geräumig sollte er sein, damit man alle Schulsachen geschützt und gut darin unterbringen kann.
  • Ein Schulranzen muss zur Rückenlänge eines Kindes passen. Um das langfristig zu gewährleisten, gibt es inzwischen auch Ranzen-Modelle, die mitwachsen. Sie können an die Rückenlänge angepasst werden.

Weitere Kriterien sind:

Verkehrssicherheit

Entscheidend für die Verkehrssicherheit beim Schulweg - auch in der Dämmerung: Das Kind muss gesehen werden. Deshalb sollten Vorder- und Seitenfläche mit Signalfarben - gelb oder orange - und zum Teil fluoreszierenden Farben und Reflektorflächen ausgestattet sein.

Geringes Gewicht

Ein Schulranzens sollte möglichst leicht sein und im Schnitt zwischen einem und 1,3 Kilogramm wiegen. Dazu kommt später noch das Gewicht der Schulsachen!

Rückengesundheit

Die Rückenfläche sollte ergonomisch sein, sich also der doppelten S-Form der Wirbelsäule durch Polsterungen anpassen. Auch die Trageriemen sollten gepolstert und vor allem mindestens drei bis vier Zentimeter breit sein. Haben die Trageriemen eine geschwungene Bananenform, rutschen sie weniger leicht vom Rücken. Außerdem sollten sie sich leicht verstellen lassen.

Für besonders schmale Rücken sind Brustgurte praktisch, durch die der Ranzen beim Laufen weniger schlenkert. Die meisten Brustgurte lassen sich nach unten versetzen, und können so auch als entlastender Bauchgurt wie bei den Tramper-Rucksäcken eingesetzt werden.

Maximal zehn Prozent des Kindergewichts

Damit ihr Kind ohne Haltungsschäden wachsen kann, ist es wichtig, dass der Ranzen nicht überfüllt wird. Nur maximal zehn Prozent des Körpergewichts eines Kindes sollte ein gepackter Schulranzen laut aktuellster Richtschnur wiegen. In Stichproben wurde häufig ein Schulranzengewicht von sechs oder sieben Kilogramm gefunden. Viel zu viel für Grundschüler, die oft weniger als 30 Kilogramm wiegen.

Unnötiges ausräumen!

Eltern sollten abends nachschauen, ob nicht unnötiges Spielzeug, zu große Getränkeflaschen oder überflüssiges Lehrmaterial mitgenommen werden. Ersatzhefte und Patronen können zu Hause bleiben.

Hilfreich: Schließfächer

Viele Schulen haben vorbildlich Schließfächer und Spinde eingeführt, in denen die Schüler schwere Bücher lassen können. Auch die gemeinsame Nutzung von Büchern in der Schule erleichtert den Schulranzen.


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