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Lokale Windsysteme Wie Föhn entsteht

Stand: 18.01.2018

Föhn ist ein Fallwind, der entsteht, wenn feuchte Luft vor einem Gebirge aufsteigt. Dabei kühlt sich die Luft zunächst um 1°Celsius pro 100 Meter (= trockenadiabatisch) ab und das Wasser kondensiert. Es bilden sich Wolken, die abregnen, wenn sie zu schwer werden. Ab einer bestimmten Höhe kühlt die Luft nur noch um 0,5° Celsius pro 100 Meter ab. (= feuchtadiabatisch). Als Föhnmauer bezeichnet man die Grenze, an der sich die Wolken wieder auflösen und der Himmel aufklart. Dann sinkt die Luft wieder ab und erwärmt sich erst um 0,5° Celsius pro 100 Meter (= feuchtadiabatisch). Weil sie die meiste Feuchtigkeit verloren hat, erwärmt sie sich nun schneller, die Wolken lösen sich auf. Die Luft sinkt weiter ab und erwärmt sich weiter um 1° Celsius pro 100 Meter (= trockenadiabatisch). Der Wind weht sehr warm und trocken vom Gebirge weg.

Grafik: Erklärung des Entsehens eines Föhnwindes | Bild: BR

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