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Das Übel an der Wurzel packen Hypo- bzw. Desensibilisierung bei Heuschnupfen

Die Hyposensibilisierung eignet sich nicht für jeden Allergieauslöser, doch bei Soforttyp-Allergikern ist sie z.B. bei Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaaren oder Insektengift hilfreich.

Stand: 25.03.2019

Eine Frau hat Heuschnupfen | Bild: colourbox.com

Das Ziel einer Hypo- bzw. Desensibilisierung ist die Überempfindlichkeit gegenüber den Allergenen allmählich abzubauen. Dazu müssen aber die allergieauslösenden Pollen eindeutig feststehen.

"Wir haben eine Therapie der Allergie. Und das ist die Hyposensibilisierung. Die Mittel haben sich revolutioniert. Wir haben heute sehr differenzierte Mittel, die wir den Patienten geben können. Wir versuchen das Immunsystem so zu drehen, dass der Pollen toleriert wird."

Prof. Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann, Umweltmedizinerin in der BR-Sendung Gesundheit!

Den Körper an die Allergene gewöhnen

Bei der Hyposensibilisierung wird der Körper mit kleinsten Dosen langsam wieder an das Allergen gewöhnt. Gute Nachricht für Spritzen-Phobiker: Es gibt die Behandlung inzwischen auch schon in Tabletten- oder Tropfenform. Eine extrem langwierige Prozedur, die rund 60 Spritzen umfasst und über drei Jahre andauert. Weil die Therapie so viel Zeit in Anspruch nimmt, geben viele Patienten vorzeitig auf. Eine Hyposensibilisierung verlangt also Durchhaltevermögen.

Hyposensibilisierung eignet sich für "Soforttyp-Allergiker"

Die Hyposensibilisierung darf nur von Ärzten durchgeführt werden, die Erfahrung mit dieser Behandlungsmethode haben und im Notfall - bei allergischen Schocks - eingreifen können. Die Hyposensibilisierung eignet sich nicht für jeden Allergieauslöser, doch bei Soforttyp-Allergikern ist sie - wie zum Beipsiel bei Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaaren oder Insektengift - hilfreich.


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