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Pollenallergie Was genau ist Heuschnupfen?

Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem auf bestimmte Pollen extrem. Pollen, die für andere Menschen harmlos sind. Beim Heuschnupfenallergiker dagegen versucht der Körper diese Pollen wie Krankheitserreger mit Antikörpern zu bekämpfen.

Stand: 25.03.2019

Ein Mann schnäuzt sich die Nase | Bild: picture-alliance/dpa

Heuschnupfen ist eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte, für andere Menschen harmlose Pollen. Der Körper von Allergikern behandelt diese wie Krankheitserreger und versucht, sie mit Antikörpern zu bekämpfen. Dabei werden in den Schleimhäuten unter anderem Histamine freigesetzt, die zu Reaktionen wie Niesen, Juckreiz, roten und verquollenen Augen oder sogar zu Atemnot führen.

Dem "Etagenwechsel" vorbeugen

Heute weiß man, dass die Symptome von Allergien nichts anderes als Entzündungen im Körper sind, ausgelöst durch Histamin und andere Stoffe. Diese können sich mit der Zeit verstärken oder sich auf andere Körperorgane verlagern: Bei etwa einem Viertel aller Heuschnupfen-Patienten entwickelt sich die Pollen-Allergie nach zehn Jahren zu Bronchialasthma, das oft lebenslang bestehen bleibt. Mediziner sprechen dann von einem "Etagenwechsel" - um ihm vorzubeugen, sollte man Heuschnupfen rechtzeitig therapieren.

Die stärksten Allergene:

  • Diese Pflanzen lösen häufig starke Allergien aus: Frühblüher (Erle, Haselnuss, Birke), Gräser, Spätblüher (Roggen, Sauerampfer, Spitzwegerich, Beifuß, Ambrosia)

Verschiedene Diagnosemöglichkeiten

So können Sie feststellen, ob und gegen welche Pollen sie allergisch sind:

Pollenflug beobachten: Erste Anhaltspunkte kann man bekommen, indem man den Zeitpunkt und die Dauer der Beschwerden mit den täglichen Pollenflugvorhersagen vergleicht. Lassen sich Übereinstimmungen zwischen der Flugzeit bestimmter Pollen und den Symptomen erkennen, ist das ein Hinweis auf eine Allergie.

Prick-Test beim Arzt: Das ist der Goldstandard der Allergiediagnostik. Dabei werden Tröpfchen mit verschiedenen Pollenlösungen auf den Unterarm geträufelt. Mit ganz feinen Lanzetten werden die Flüssigkeiten dann in oberste Hautschicht eingebracht. Allergische Reaktion wie Rötungen und Quaddelbildungen treten oft schon nach ein paar Minuten auf. Nach 20 Minuten liest der Hautarzt das Ergebnis ab. Getestet werden normalerweise rund 30 Allergene wie Gräser, Pflanzenpollen und Hausstaubmilben.

Blutuntersuchung: Mit ihr kann man spezifische Antikörper im Blut bestimmen. Je höher der Wert der Antikörper, umso ausgeprägter die Allergie. Das Testverfahren ist allerdings relativ aufwendig und wird nicht als Routineuntersuchung eingesetzt, sondern erst dann, wenn andere Testergebnisse unsichere Aussagen liefern.


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