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Ein geschriebener Teil von unsHandschrift ist mehr als Striche und Linien

Stand: 22.01.2019


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Elvira , Mittwoch, 10.April, 13:50 Uhr

4. Schreibschrift

Ich habe Kinder, die die alte Schreibschrift gelernt haben und auch Kinder die die neue Schreibschrift gelernt haben. Die mit der alten, können besser mit der Hand schreiben, weil sie flüssig läuft. Die, die neue gelernt haben, schreiben so gut wie gar nicht, und wollen auch nicht, falls sie doch Schreiben dann nur in Druckbuchstaben. Man sollte mal darüber Nachdenken, diese blöde Schriftart wieder abzuschaffen, vielleicht haben dann die Kinder wieder lust zum schreiben.

mark, Dienstag, 09.April, 08:23 Uhr

3. Philosophisch

Ich stimme den beiden vorherigen Kommentaren uneigeschränkt zu und würde gerne noch folgendes hinzufügen, auch wenn vielleicht etwas abgehoben erscheint: bei der Handschrift verbinden wir in der Regel einzelne Buchstaben in einer fließenden Bwegung. Das ist also ein verbindender Prozess. Beim Schreiben auf Tastaturen behandeln wir die einzelnen individuellen Buchstaben auch getrennt. Es entstehen dabei zwar trotzdem Zusammenhänge, diese werden aber nicht mehr von uns persönlich durch eine zugehörige Aktion gestaltet. Wir trennen uns also vom Fluss und dem Verbindenden ab. Ist das möglicherweise ein Spiegel der Entwicklung der Gesellschaft und wird dieser Prozess der ungesunden Individualisierung bei einer endgültigen Abschaffung des Erlernens der Handschrift, weil der Umgang mit dem Computer bereits in der Grundschule ja so viel einfacher sein soll, noch verstärkt?

Sabine, Dienstag, 24.Januar, 10:38 Uhr

2. Handschrift

Die Handschrift ist ein Ausdruck der Persönlichkeit und des Charakters. Wer nicht mit der Hand schreibt, hat dies nicht. Das wirkt sich massiv und negativ auf unsere Gesellschaft und unser Miteinander aus. Wer mit der Hand - langsam - schreibt, muss mehr denken. Und das ist angesichts der vielen blödsinnigen und überflüssigen Kommentare in den digitalen Medien ebenfalls sehr bedenklich.

monaco, Montag, 23.Januar, 18:00 Uhr

1. Handschrift

Verschränkung von Schreibvorgang und Gedankenfindung - Schrift wurde erfunden, um Sprache vom Sprecher unabhängig durch Zeit und Raum zu transportieren, nicht damit Kinder ihre Feinmotorik schulen. Udo Beckmann, der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung, sagt: „Ich halte nichts davon, das Schreiben mit der Hand abzuschaffen“. Gründe: Studien aus den Vereinigten Staaten und Frankreich zeigen, dass das Schreiben mit der Hand mehr ist als ein nostalgisches Relikt für Füllfederhalterliebhaber. Denn wer Buchstaben auf dem Papier erschafft, statt sie auf einer Tastatur auszuwählen, wer sie mit einer Handbewegung zu Worten verbindet, der aktiviert mehr Hirnregionen und vergisst das Notierte weniger leicht. Die relative Langsamkeit des Vorgangs unterstützt die Gedankenfindung und fordert Konzentration, nicht nur bei Kindern.