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WHO-Welttag Handhygiene/Händewaschen Händewaschen verhindert Infektionen

Wer regelmäßig seine Hände wäscht, senkt das Ansteckungsrisiko. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Welttag der Handhygiene am 5. Mai und den Welttag des Händewaschens am 15. Oktober ins Leben gerufen.

Stand: 14.10.2019

Händewaschen mit Seife verhindert, dass sich Erreger übertragen. Die WHO wirbt am Welthygienetag für regelmäßiges und intensives Händewaschen.  | Bild: picture-alliance/dpa/Inga Kjer

"Wasch dir bitte die Hände!" Mit diesem Satz nerven Eltern ihre Kinder. Zu Recht, weil über die Hände Erreger übertragen werden. Nicht nur an den Händen kleben sie - auch an Türklinken, Treppengeländer, Tastaturen, Telefonhörern, Einkaufswägen oder Haltegriffen in Bus und S-Bahn.

WHO-Welttag Handhygiene und WHO-Welttag des Händewaschens

Der Welttag der Handhygiene wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen und verfolgt dieselben Ziele wie der von der WHO eingeführte Internationale Hände-Waschtag. Er wird jährlich am 5. Mai begangen, zum ersten Mal am 5. Mai 2009. Der Internationale Hände-Waschtag findet jährlich am 15. Oktober statt. Zum ersten Mal wurde er 2008 begangen.

Infektionsgefahr Blutvergiftung

Handdesinfektionsmittel sollten in Kliniken an vielen Stellen angebracht sein. Ihre Inhaltsstoffe sollten für die Haut gut verträglich sein.

Vor allem in Kliniken sind die Hände ein gefährlicher Übertragungsweg für gefährliche Keime. 280.000 Krankenhauspatienten in Deutschland bekommen jedes Jahr eine Blutvergiftung, also eine Infektion mit Krankheitserregern. Jeder Vierte von ihnen stirbt daran. Das sind täglich 185 Menschen. Damit ist die Blutvergiftung eine der häufigsten Todesursachen überhaupt und rangiert auf Platz drei - noch vor dem Herzinfarkt.

"Ein Drittel der Todesfälle durch Blutvergiftung wäre durch mehr Hygiene vermeidbar. Unser Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für das Thema zu steigern."

Petra Gastmeier, Direktorin am Institut für Hygiene und Umweltmedizin an der Charité in Berlin

Vorsicht vor dem Händeschütteln

Beatmungsgeräte bergen Infektionsrisiken. Das Anlegen von Kanülen kann Erreger in den geschwächten Körper bringen.

In Krankenhäusern vermeiden Ärzte oft das Händeschütteln - etwa bei der Visite oder beim Arztgespräch. Gefährliche Erreger übertragen sich auch durch Katheter, Infusionen oder Beatmungsgeräte, vor allem, wenn Ärzte oder Pfleger ihre Hände nicht genügend desinfiziert haben. Wichtig sind wirksame alkoholische Handdesinfektionsmittel, die überall verfügbar sind.

"Wir haben in unserem Körper zwei Kilo Bakterien, im Darm und auf der Haut. In dem Moment, in dem das Immunsystem geschwächt ist, können sie sich ausbreiten."

Petra Gastmeier, Direktorin am Institut für Hygiene und Umweltmedizin an der Charité in Berlin

Erreger im Haushalt

Auf Salat sind manchmal Coli-Bakterien, in Eiern Salmonellen und in rohem Geflügelfleisch wurden sogar schon multiresistente Keime gefunden. Diese können Durchfall, Erbrechen oder Fieber auslösen.

Fünf Regeln beim Händewaschen

  • Hände mit sauberem Wasser anfeuchten
  • Immer Seife benutzen
  • Auch Fingerzwischenräume einschäumen
  • Fingernägel mit Bürste reinigen
  • Am Schluss mit sauberem Tuch abtrocknen

Händewaschen als Gesundheitsschutz

Ob zu Hause, im Krankenhaus, in der Schule, im Kindergarten, im Büro, auf der Rolltreppe oder im öffentlichen Bus: Überall lauern Keime, die Infektionen auslösen können. Also Händewaschen nicht vergessen!


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