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Gefährliche Sonne UV-Strahlen gehen unter die Haut

Sonnenlicht besteht aus sichtbarem, infrarotem und ultraviolettem Licht, der UVA- und UVB-Strahlung, welche die Haut braun werden lässt - aber auch gefährlich für die Gesundheit werden kann.

Stand: 19.06.2019

Sonne | Bild: colourbox.com

Als besonders gefährlich gelten seit langem die energiereichen und kurzwelligen UVB-Strahlen, die im oberen Hautbereich die Pigment bildenden Zellen angreifen und schnell zum Sonnenbrand führen. Darüber hinaus gelten sie als Verursacher von Hautkrebs. Die langwelligeren UVA-Strahlen dringen dagegen tief in die Haut ein und greifen das elastische Bindegewebe an, weshalb die Haut schneller altert - Flecken und Falten sind die Folge.

UVA-Strahlen sind auch gefährlich

Lange Zeit wurden die UVA-Strahlen verharmlost. Betreiber von Solarien mit künstlichen Sonnen, die im UVA-Spektrum strahlten, warben beispielsweise für "gesunde Bräune". Und wer auf ein Statussymbol in Form eines gebräunten Körpers nicht verzichten wollte oder konnte, der hatte bislang irrtümlich geglaubt, er müsse dafür nur kosmetische Hautschäden im Alter in Kauf nehmen. Heute weiß man jedoch: Auch UVA-Strahlen erhöhen das Krebsrisiko, da sie diejenigen tiefliegenden Zellschichten angreifen, die die Haut durch Teilung erneuern. Wer als Jugendlicher oder junger Erwachsener häufig ins Solarium geht, hat ein um 75 Prozent erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken!

Vorschriften für Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmittel müssen nach einer EU-Verordnung neben dem UVB-Schutz auch einen UVA-Schutz aufweisen, der mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors beträgt. Das muss auf dem Produkt ausgewiesen sein. Außerdem gibt es nur noch vier Schutzklassen für Lichtschutzfaktoren: basis (6-10), mittel (15 - 25), hoch (30 - 50) und sehr hoch (50+). Bezeichnungen wie "Sunblocker" oder "vollständiger Schutz" sind verboten, da dies eine Scheinsicherheit vorgaukelt und Verbraucher zu vermehrten Aufenthalt in der Sonne verführen kann. Hält eine Sonnencreme auch nach 2 x 20 Minuten Wasserkontakt, darf sie sich als "wasserfest" bezeichnen. Hält die Creme 4 x 20 Minuten, dann gilt sie als "extra wasserfest".

Der UV-Index liefert Anhaltspunkte

Was die UVB-Strahlen betrifft, sollte der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme mindestens doppelt so hoch sein wie der jeweils aktuelle "UV-Index". Dieser Wert gibt Anhaltspunkte über das Sonnenbrandrisiko: Bei einem UV-Index von acht beispielsweise ist ein Sonnenbrand in weniger als 20 Minuten möglich. Wissenschaftler von der Ludwig-Maximilian-Universität München stellten allerdings fest, dass die UV-Belastung an Schienbeinen, Bauch, Brust und Gesicht bis zu 40 Prozent höher sein kann, als der UV-Index vermuten lässt.


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