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Influenza Gefährliche Komplikationen der Grippe

Bei einer echten Grippe muss man das Bett hüten. Die Symptome sind schwerwiegend. Der Körper ist geschwächt. In der Regel aber ist die Erkrankung nach zwei Wochen ausgestanden - es sei denn, es kommt zu gefährlichen Komplikationen.

Stand: 22.11.2018

Frau liegt  schlafend im Bett | Bild: Image Source

Eine Influenza, wie die Grippe auch genannt wird, beginnt ganz plötzlich mit hohem Fieber, das tagelang bis zu 40 Grad Celsius betragen kann. Dazu kommen Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Reizhusten und eine allgemeine Schwäche. Nach etwa einer Woche werden die Symptome schwächer, nach ungefähr zwei Wochen ist die Grippe in der Regel überstanden.

Komplikationen der Grippe

Gefährlich wird sie durch die Komplikationen, die auftreten können: Die Grippeviren schwächen den Körper, sodass Bakterien angreifen können. So kann es zu Entzündungen von Lunge, Ohren, Nebenhöhlen, Gehirn und Herzmuskel kommen. Im schlimmsten Fall endet eine Grippe mit dem Tod - nicht wegen der Grippe als solcher, sondern wegen der Folgekrankheiten, die aufgrund der Immunschwächung auftreten. Besonders gefährdet für Komplikationen sind ältere Menschen, die bereits durch eine andere Krankheit geschwächt sind.

Grippe - woher kommt der Name?

"Influenza" leitet sich vom lateinischen "influere" ab - auf Deutsch: beeinflussen. Jahrhundertelang dachten die Menschen, Grippe entstünde durch den Einfluss der Gestirne. "Grippe" hat zwei mögliche Ursprünge Entweder das russische "chripu". "Ja chripu" sagt ein Russe, wenn er heiser ist. Oder das französische "grippe", das sich von "gripper" ableitet: greifen, erfassen.

Die Grippe kommt in Wellen

Verursacht wird Grippe durch Viren, die durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen übertragen werden. Charakteristikum der Influenza-Viren ist ihre Wandlungsfähigkeit. Sie verändern sich ständig, sodass das Immunsystem auch nach einer durchgemachten Grippe neue Varianten nicht mehr erkennen kann. So kommt es alle zwei bis drei Jahre zu Grippewellen.

Diese Epidemien treten weltweit auf, vor allem im Winter. Während einer Grippewelle stecken sich zwischen zehn und zwanzig Prozent der Bevölkerung mit den Grippeviren an. Das Ausmaß der Welle kann aber auch größer sein. Alle zehn bis fünfzehn Jahre treten globale Epidemien auf, sogenannte Pandemien.

Die richtige Behandlung

Wenn man es tatsächlich mit einer echten Grippe zu tun hat, sollte man unbedingt einige Dinge beachten, um schnell wieder gesund zu werden. Vor allem sollte man viel ruhen und sich körperlich schonen. Wird das Fieber zu hoch, kann man es mit Wadenwickeln oder fiebersenkenden Medikamenten behandeln. Da eine Grippe von Viren ausgelöst wird, nützen Antibiotika hier nichts - außer man zieht sich in Folge der Erkrankung noch eine bakterielle Infektion zu.


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