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Eiffelturm Das Wahrzeichen von Paris

"Nutzlos und monströs" sei der Eiffelturm. Er werde die Schönheit der Stadt verschandeln, stöhnte die Pariser Bevölkerung, als er nach zwei Jahren Bauzeit zur Eröffnung der Weltausstellung am 6. Mai 1889 fertig war. Heute will niemand mehr das Pariser Wahrzeichen missen.

Stand: 25.01.2017

Vor 125 Jahren begann der Bau des Eiffelturms | Bild: picture-alliance/dpa

Am 26. Januar 1887 erfolgte der erste Spatenstich für die "eiserne Dame" in Paris. Den Auftrag zum Bau hatte der Ingenieur Gustave Eiffel bekommen. Als er 1889 an der Spitze des Bauwerks die französische Flagge hisste, war sein Werk mit rund 300 Metern der höchste Turm der Welt und die größte Attraktion der Weltausstellung anlässlich der 100-Jahr-Feier der Französischen Revolution. Zwanzig Jahre sollte sie für die französische Ingenieurskunst werben und dann wieder abgerissen werden. Doch es sollte anders kommen.

Monument von geschichtlicher Bedeutung

Mit dem Beginn der Telekommunikation wurde der aus 7.300 Tonnen Stahl gebaute Riese plötzlich nützlich. Als Eiffels Pacht 1909 auslief, nutzte man ihn als Relais für Telegrafie und Funkverkehr. 1921 wurde von dort sogar die erste öffentliche Radiosendung Frankreichs ausgestrahlt. Im Zweiten Weltkrieg erwogen die Franzosen einen Teilabriss. Sie befürchteten, dass die deutschen Truppen ihn als Sender verwenden könnten. Auch stand das Monument auf der Liste der Bauwerke, die Hitler zerstören wollte. Nachdem die Stadt befreit war, kletterte der Chef der Pariser Feuerwehr an die Spitze und ließ wieder die Trikolore flattern.

Grüne Ideen für den eisernen Turm

Bauwerk mit eigenem Farbton

Heute ist die Stadt ohne das Stahlgerippe gar nicht mehr vorstellbar und nach wie vor eine der größten Touristenattraktionen am linken Seine-Ufer von Paris. Alle sieben Jahre müssen Handwerker sie eineinhalb Jahre lang in der ihr eigenen Farbe "Eiffelturmbraun" streichen.

Wandelbare Attraktion für ein Millionenpublikum

Feuerwerk in den Farben der Trikolore

Die stählerne Silhouette erstrahlt jedes Jahr am französischen Nationalfeiertag in einem prächtigen Feuerwerk - gerne schon mal in den Nationalfarben. Und zu jeder vollen Stunde am Abend verwandeln 20.000 Leuchten die Sehenswürdigkeit für fünf Minuten in eine glitzernde Prinzessin. Im Herbst verkürzen Nebelschwaden den inklusive Antenne 324 Meter langen Turm. Im Sommer lässt Sonnenlicht das Gitterwerk der Strahlstreben wie durchbrochene Spitze erscheinen.

Rosskur für künftige Zeiten

Neue Leuchten für den Eiffelturm

Die Eisendame soll in Würde altern, daher sind ständig Verschönerungsarbeiten im Gange: Statt über Holzplanken können die Besucher der ersten Etage über einen Glasboden laufen, um so die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ansonsten muss man sich um die alte Lady keine gesundheitlichen Sorgen machen: Ihre 18.000 Eisenelemente bestehen aus dem gleichen Material, mit dem früher Pferdehufe beschlagen wurden. So verkraftet sie wohl auch in Zukunft die Millionen Besucher, die ihr pro Jahr die Aufwartung machen.

  • Gustave Eiffel - Der Mann fürs Große. radioWissen, 24.07.2018, 9.05 Uhr, Bayern 2
  • Der Eiffelturm - Ikone der Moderne. radioWissen, 25.01.2016, 9.05 Uhr, Bayern 2
  • 125 Jahre Eiffelturm. radioWelt, 31.03.2014, Bayern 2
  • Wahrzeichen. radioReisen, 07.04.2013, 9.05 Uhr, Bayern 2

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