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50 Jahre Club of Rome Weckruf an die Weltgemeinschaft

Seit 1968 gibt es den Club of Rome. Seine Mitglieder warnen seit 50 Jahren vor dem Kollaps der Erde und fordern Nachhaltigkeit. Ihr Appell ist in Zeiten des Klimawandels und einer rasant wachsenden Weltbevölkerung immer noch aktuell.

Stand: 29.03.2018

Ein Stiefel steht auf einem Globus. Der Club of Rome möchte nicht, dass die Erde mit Füßen getreten wird. Er setzt sich für die Zukunft des Planeten ein. Experten rufen zu Nachhaltigkeit auf. | Bild: picture-alliance/dpa/blickwinkel

1968 haben Wissenschaftler, Ökonomen, Unternehmer und Diplomaten aus aller Welt in Rom ein Netzwerk gegründet, den Club of Rome. 1972 veröffentlichten sie ihren ersten, weltweit beachteten Bericht zur Lage der Menschheit: "Die Grenzen des Wachstums" wurde 30 Millionen Mal verkauft und in 30 Sprachen übersetzt. Es ist eine Studie zur Weltwirtschaft mit einem düsteren Szenario für die Zukunft.

Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, Experten rufen zu Nachhaltigkeit auf

"Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht."

US-Ökonom Dennis Meadows 1972 in 'Die Grenzen des Wachstums'

Ziele des Club of Rome

Auch wenn der ultimative Kollaps des Weltsystems noch nicht eingetreten ist und aktuelle Berichte des Club of Rome optimistischer sind als früher, treten die Mitglieder nach wie vor dafür ein, sich um wichtige Zukunftsprobleme weltweit stärker zu kümmern. Aktuell konzentrieren sie sich auf drei Themenbereiche:

  • Veränderung unserer Wirtschaftssyteme
  • Entkopplung von Wohlstand und Ressourcenverbrauch
  • Sicherung der Lebensgrundlagen, Arbeitsplätze und Einkommen

Club of Rome appelliert an Kinder

Club of Rome und Nachhaltigkeit: Künstler interpretieren die Umweltzerstörung

Um diese Ziele zu erreichen, sollen vor allem Kinder und Jugendliche erfahren, was nachhaltige Enwicklung ausmacht. Dazu gehört, Ressourcen zu schonen, indem man Güter teilt, zum Beispiel beim Car-Sharing. Oder indem man effizient wirtschaftet, Müll vermeidet, Energie spart und Nullenergie-Häuser baut.

Der deutsche Club of Rome

Die Deutsche Gesellschaft Club of Rome vermittelt Kindern, dass ihr individuelles Handeln globale Auswirkungen haben kann. Ihre Bildungsarbeit steht unter dem Motto: "global denken, lokal handeln". Der deutsche Klimaforscher Mojib Latif ist seit 2017 Präsident des deutschen Club of Rome.

Mojib Latif, Präsident des deutschen Club of Rome, Experte für Nachhaltigkeit

"Wenn man sich weltweit anschaut, was passiert, dann ist das herzlich wenig, auch bei uns in Deutschland. So kann es einfach nicht weitergehen, und ich hoffe, dass alles, was wir im Moment erleben, auch ein Weckruf an die Politik ist."

Mojib Latif, Klimaforscher, 2017 in der BR-radioWelt


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