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Natur findet Stadt Bayerns UrEinwohner 2015/2016

Dass Natur und Stadt keine Gegensätze darstellen, will die Artenschutz-Kampagne Bayerns UrEinwohner demonstrieren. Acht Tierarten wurden exemplarisch dafür ausgewählt. Mit dabei: die Steinhummel, das Blaukehlchen und der Natternkopf.

Stand: 14.09.2016

Die derzeitige Artenschutzkampagne 2015/16 der Landschaftspflegeverbände steht unter dem Motto "Natur findet Stadt". Ziel ist es, Kommunen und Bürgern zu verdeutlichen, dass unsere Siedlungsgebiete durchaus auch Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen bieten, die es zu schützen gilt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf heimischen, bedrohten Arten.

Neun Modellkommunen in Bayern wollen sich im Rahmen der Aktion darum kümmern, Nischen und Rückzugsräume für wildlebende, heimische Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.

Mehr Blumenwiesen für die Stadt

Steinhummel

Eine davon ist zum Beispiel die Stadt Traunreut, die sich vor allem um die Steinhummel bemüht. Die Stadt am Alpenrand will Freiflächen naturnah gestalten und damit Wildkräuter und Insekten in der Stadt fördern. Dazu wird mit Hausverwaltungen, Kleingartenvereinen, Imkern und Wohngenossenschaften verhandelt und zusammengearbeitet. Blumenwiesen, Blumenrasen und blühende Säume werden angelegt, um so neuen Lebensraum für die Insekten zu schaffen.

Blütenreiche Wiesen statt Thujahecken

Wird die Landschaft immer intensiver genutzt, bieten sich Städte als Raum für Artenvielfalt an,“ so Projektleiterin Christiane Feucht vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL). Davon profitierten nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern auch die Lebensqualität der Menschen.

"Blütenreiche Wiesen und Sträucher mit lebhaftem Insektentreiben inspirieren uns mehr als Golfrasen mit Thujahecken."

Christiane Feucht, Projektleiterin beim Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) 

Eine Kampagne des LPV

Auf den Webseiten von "Bayerns UrEinwohner" wird das Ziel der Kampagne erläutert. Dort heißt es: "'Bayerns Ureinwohner' sind heimische Tiere und Pflanzen, die typisch für die Landschaften Bayerns und seiner Regionen sind. Viele davon sind gefährdet und müssen geschützt werden, indem neuer Lebensraum geschaffen wird. Die bayerischen Landschaftspflegeverbände (LPV) engagieren sich für den Schutz der biologischen Vielfalt und unterstützen die Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie. Die Kampagne wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.'


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