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Astrologie Das Geheimnis des Horoskops

Ein Horoskop zu zeichnen ist schon schwer genug, doch danach geht es erst recht ans Eingemachte: Aus einem Wust von Symbolen, Zahlen und Linien deutet der Astrologe das Schicksal des Fragenden. Dabei hat er viel Spielraum ...

Stand: 13.12.2018

Wie entstehen Horoskope? Hier: Illustration von Steinbock, Widder und die Liebe | Bild: BR, creative collection

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Horoskop zu erstellen - und nochmal mindestens genauso viele, die komplizierte Zeichnung zu interpretieren. Ob das Horoskop "nur" etwas über die Persönlichkeit des Fragenden aussagt oder auch in die Zukunft blicken lässt, hängt von der Sicht des Astrologen ab. Einig ist sich die Zunft auch nicht, wie die Bedeutung der Zeichen ursprünglich festgelegt wurde: Manche Astrologen sagen, sie würden sich auf jahrhundertelange Beobachtungen stützen. Für andere sind die Ableitungen rein symbolisch. Meist sind sie sich jedoch einig, was Tierkreiszeichen, Planeten, Häuser und Aspekte generell bedeuten.

Die Sternzeichen - Teil 1

Widder

21. März bis 20. April: Egoistischer Optimist

Sternzeichen Widder

Typische Widder sind Optimisten und Charmeure. Sie können einem stundenlang von Gott und der Welt erzählen, deren Mittelpunkt sie am liebsten selbst sind. Widder sind ungestüm und direkt. Gern übernehmen sie die Führung, notfalls mit der Trampeltier-Methode. Zart, bescheiden oder gar taktvoll sind Widder bestimmt nicht, dafür kann sie aber auch nichts so leicht erschüttern. Sie werden zwar schnell wütend, beruhigen sich aber auch genauso schnell wieder. Widder fürchten so gut wie nichts - außer Schmerzen. Doch Schwäche zeigen liegt ihnen nicht - ein Widder braucht Anerkennung.

Stier

21. April bis 21. Mai: Gelassener Dickschädel

Sternzeichen Stier

Je derber der Witz, desto lauter lacht der Stier. Feine Satire findet er dagegen zum Heulen. Vom Gegenteil lässt er sich nicht leicht überzeugen, da ist er stur. Ein Dickschädel? Vernünftig und standhaft nennt es der Stier. Generell verhält er sich eher passiv, bleibt gelassen, redet wenig und schleicht gerne. Stier-Menschen sind eben geduldig. Sie kleben an ihrer Meinung, ihrem Zuhause, ihren Freunden und Verwandten. Veränderungen regen sie auf - und sind grundsätzlich schlecht. Stiere sind oft schlimme Pessimisten.

Zwilling

22. Mai bis 21. Juni: Launisches Plappermaul

Sternzeichen Zwilling

Der Zwilling wird von einer nervösen Energie getrieben: Er möchte immer noch ein Stückchen höher, schneller, weiter, alles soll perfekt sein. Kein Wunder, dass Zwillinge doppelt so viel Schlaf wie andere Sternzeichen brauchen. Routine deprimiert sie, sie können Kleidung, Liebesleben, Beruf und Wohnort so schnell wechseln wie ihre Meinung. Zwecklos, einen Zwilling auf etwas festzunageln oder sich gar geistig mit ihm zu messen: Er kann sich immer herausreden. Trotz der vielen Menschen, die den humorvollen Zwilling ständig umgeben, teilt er seine tiefen Gefühle nur mit einem: seinem zweiten Zwillings-Ich.

Krebs

22. Juni bis 23. Juli: Vorsichtiger Zuhörer

Sternzeichen Krebs

Ein Krebs kann der Lustigste von allen sein, doch oft ist seine Fröhlichkeit nur eine Fassade, hinter der sich tiefe Ängste verbergen. Der romantische Träumer ist empfindsam und verwundbar. Er handelt vorsichtig und überlegt und fühlt sich doch nie sicher. Geborgen fühlt sich ein Krebs nur im eigenen Zuhause. Ist er verletzt, schweigt er vorwurfsvoll und zieht sich traurig zurück. Krebse vergessen nichts und sind die Verschwiegenheit in Person. Ihr Mitgefühl ist stets echt. Überhaupt bemuttern Krebse gern: Familienangehörige, Freunde und Kollegen.

Löwe

24. Juli bis 23. August: Empfindliche Majestät

Sternzeichen Löwe

Der typische Löwe herrscht über alles und jeden. Er lebt auf großem Fuß, liebt alles Exklusive, verabscheut Dunkelheit und Langeweile. Introvertiert sind Löwen bestimmt nicht, ihr Gang- und Mundwerk sind einfach nur majestätisch bedächtig. Gern verteilen sie überhebliche Ratschläge und Befehle - oft, um Pflichten auf andere abzuwälzen. Ihrer Überlegenheit steht jedoch ihr verletzliches Selbstwertgefühl gegenüber: Wird Cheffe nicht respektiert, ist er zutiefst beleidigt. Löwen gelten oft als arrogant und selbstsüchtig, doch sie sind treue Freunde, gerecht, kreativ und stark.

Jungfrau

24. August bis 23. September: Nörgelnder Einzelgänger

Sternzeichen Jungfrau

Jungfrau-Geborene sind stille Einzelgänger. Ihr liebstes Hobby: sich zu sorgen. Sogar Krankheiten können sie sich einreden. Jungfrauen sind kühl, wählerisch und anspruchsvoll, für Faulheit und Dummheit haben sie kein Verständnis. Bevor sie sich wieder über andere ärgern müssen, erledigen sie Aufgaben lieber selbst. Jungfrauen arbeiten schwer, wollen unabhängig und niemandem etwas schuldig sein. Sie kritisieren alles und jeden, von eigenen Fehlern und Schwächen wollen sie dagegen nichts hören. Insgeheim kritteln sie an sich selbst jedoch genauso rum. (Quelle der einzelnen Beschreibungen: "Astrologie sonnenklar" von Linda Goodman)

Die Sternzeichen - Teil 2

Waage

24. September bis 23. Oktober: Personifizierter Widerspruch

Sternzeichen Waage

"Ja, natürlich, aber vielleicht ... nein, dann lieber doch nicht, oder?" Ein solcher Satz ist für eine Waage typisch. Sie braucht lange, um sich zu entscheiden - das Ergebnis muss schließlich samt aller Vor- und Nachteile genau durchdacht sein. Waagen tragen den Widerspruch in sich: Sie sind ruhig, harmonisch, liebenswürdig, reizend und charmant - und genauso ruhelos, streitsüchtig, eigensinnig, deprimiert und verwirrt. Ein Waage-Geborener kann wie die gute alte Küchenwaage von einem Extrem ins andere fallen - aber er ist ehrlich und genau.

Skorpion

24. Oktober bis 22. November: Selbstbewusster Kämpfer

Sternzeichen Skorpion

Vor Skorpionen haben Menschen entweder Ehrfurcht - oder Angst. Ein Skorpion weiß, wer er ist und was er will. Davon lässt er sich auch nicht abbringen, Beleidigungen und Komplimente prallen an ihm ab. Skorpione sind Meister der Selbstbeherrschung, geben sich nach außen hin gelassen und teilnahmslos, obwohl es in ihnen brodelt. Mit der ihm eigenen Leidenschaft kann der Skorpion Beziehungen schaffen, aber auch zerstören. Für ihn ist es nie zu spät, neu zu beginnen und über sich selbst hinauszuwachsen. Wenn er will, schafft ein Skorpion fast alles.

Schütze

23. November bis 21. Dezember: Direkter Tollpatsch

Sternzeichen Schütze

Mit seinen Komplimenten tritt der Schütze Mitmenschen oft auf die Füße. Der Schütze ist aber nicht boshaft - nur eben erschreckend offen. Zwar ist sein Gedächtnis fantastisch, aber oft nimmt er sich zuviel vor und verzettelt sich. Der typische Schütze ist ruhelos und fürchtet sich vor nichts. So alt er auch sein mag, immer wird man etwas Kindliches, oft Naives an ihm finden. Doch Schützen neigen auch zu heftigen Wutanfällen, zu scharfem Sarkasmus und Verschrobenheit. Weil der Schütze genau zielt, kann er ein schrecklicher Feind sein.

Steinbock

22. Dezember bis 20. Januar: Unterschätzter Strippenzieher

Sternzeichen Steinbock

Steinböcke klettern - und sind deshalb überall dort anzutreffen, wo sie vorwärtskommen und ihren Ehrgeiz befriedigen können. Von ihrer Route lassen sie sich nicht abbringen, dickfellig nehmen sie Beleidigungen, Enttäuschungen und Stress hin. Steinböcke sind oft als Snobs, Schleimer und Spießer verschrieen und kümmern sich am liebsten um sich selbst. Sie biedern sich nicht mit unerwünschten Ratschlägen an, unterstützen aber jeden, der sie um Hilfe bittet. Steinböcke scheinen lieb und harmlos zu sein - doch sie profitieren von den Schwächen anderer.

Wassermann

21. Januar bis 19. Februar: Freiheitsliebender Exzentriker

Sternzeichen Wassermann

Ein Wassermann ist in seinem Element, wenn er andere herausfordern kann. Zwar ist er freundlich, ruhig und höflich - aber auch exzentrisch. Er liebt die Freiheit und will sich nicht anpassen. Mit festen Terminen und Pflichten kann man ihn jagen. Oft werden die geborenen Rebellen missverstanden und wandern dann lieber allein durch die Straßen. Wassermänner tun sich schwer damit, anderen zu vertrauen. Haben sie ihr Herz jedoch einmal geöffnet, sind sie treu.

Fische

20. Februar bis 20. März: Unsteter Träumer

Sternzeichen Fisch

Weil Fische das zwölfte Sternzeichen sind, wird ihr Wesen oft als Potpourri aus den anderen angesehen: Demnach besitzen sie die Diskussionsfreude der Luftzeichen, die Naturverbundenheit der Erdzeichen und die Sehnsucht aller Feuerzeichen. Typisch für einen Fisch ist, dass er es nicht lange an einem Fleck aushält. Weil er nicht besonders ehrgeizig ist, lässt er sich am liebsten mit dem Strom treiben. Fast schon ignorant scheinen Fische rosa bebrillt durch ihre Welt zu schwimmen. Trotzdem haben sie eine Geheimwaffe: Humor. (Quelle der einzelnen Beschreibungen: "Astrologie sonnenklar" von Linda Goodman)

"Vom Charakter her eher rastlos"

Immer in Bewegung - Zwilling?

Die Fakten, wann und wo jemand zur Welt kam, bilden die Grundlage der meisten Horoskope. Bei diesen Geburtshoroskopen ist das Sternzeichen - das Tierkreiszeichen, in dem die Sonne bei der Geburt stand - ausschlaggebend. Jedem Sternzeichnen sind ganz bestimmte Eigenschaften zugeordnet. Ebenso bedeutend ist jedoch der Aszendent: Er bestimmt den Grundcharakter, während das Tierkreiszeichen verrät, wie er ausgelebt wird.

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"Die Beziehung zu Ihren Freunden ist sehr harmonisch"

Planet Mars soll Kraft geben.

Auch die Stellung des Mondes und der acht anderen Himmelskörper wird genau betrachtet. Sie verkörpern die Antriebskräfte und das jeweilige Verhalten des Fragenden. Was ihnen zugesprochen wird, lässt sich oft von ihrer Erscheinungsweise ableiten: Beim Rot des Mars denkt man an Blut - ihm werden Kampf und Kraft zugeordnet. Die Venus strahlt von uns aus gesehen besonders hell - sie steht deshalb für Liebe und Harmonie.

Die Planeten

Sonne - Selbstausdruck
Mond - Reaktion
Merkur - Mentalität
Venus - Harmonie
Mars - Kraft
Jupiter - Ausdehnung
Saturn - Begrenzung
Uranus - Veränderung
Neptun - Verschwommenheit
Pluto - Elimination

Quelle: "Astrologie - Wissenschaft oder Aberglaube" von Hans-Jürgen Eysenck

"Im Beruf steht eine Veränderung unmittelbar bevor"

Schlecht drauf? Vielleicht liegt's an der Spaßbremse Saturn.

Außerdem sind die Winkel, die sogenannten Aspekte, entscheidend, in denen die Himmelskörper sowie der Aszendent und das Medium Coeli zueinander stehen. Sie stärken oder schwächen den Einfluss der beteiligen Planeten. Aspekte von 60 und 180 Grad werden leicht oder weich genannt, von 90 oder 120 Grad schwierig oder hart. Und auch jedes Haus hat eine bestimmte Bedeutung und stellt unterschiedliche Lebensbereiche dar.

Die Häuser

1 Persönlichkeit
2 Besitz
3 Geistige Interessen
4 Häuslichkeit
5 Vergnügen
6 Arbeit
7 Freunde
8 Erbschaften
9 Forschung
10 Beruf
11 Ziele
12 Selbstaufgabe

Quelle: "Astrologie - Wissenschaft oder Aberglaube" von Hans-Jürgen Eysenck

"Letztlich entscheidet der Sterndeuter"

So ergibt sich ein Wirrwarr aus Tierkreiszeichen, Himmelskörpern, Aspekten und Häusern. Der Astrologe muss Hunderte von Variablen gegeneinander abwägen, manche verringern sich gegenseitig oder hebeln sich gegenseitig aus, andere verstärken sich. Wie sie genau gewichtet werden, ist nicht eindeutig festgelegt. Hier spielt das Geschick des Sterndeuters eine große Rolle. Denn letztlich kommt es darauf an, was er im Horoskop sieht ...


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