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Alltagswissen Rätselhafte Technik

Warum machen eigentlich Handy-Akkus bei Kälte so schnell schlapp? Wieso sind die Buchstaben auf der Computer-Tastatur so blöd verteilt? Und woher kommt eigentlich das @-Zeichen? Wir haben die Antworten.

Stand: 28.02.2018

Warum machen eigentlich Handys in der Kälte eher schlapp? Im Bild: Mann badet in eisigem Wasser und macht Selfie mit Handy, montierte Gedankenblase mit Fragezeichen | Bild: picture-alliance/dpa; Montage: BR

Warum entladen sich Handy-Akkus bei Kälte?

Speicherkapazität sinkt bei Kälte

Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, gibt der Smartphone-Akku eher auf. Schuld daran ist die Chemie der Lithium-Ionen-Akkus: Je kälter es ist, desto langsamer laufen die elektrochemischen Prozesse in ihrem Inneren ab, erläutert der Batterieforscher Holger Althues vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahlentechnik in Dresden.

Kälte lässt die Spannung sinken

Genauer gesagt: Die Elektrolytflüssigkeit läuft bei Minusgraden zäher. Die Lithium-Ionen können sich so nicht mehr schnell genug von Kathode zu Anode bewegen. Dadurch nimmt der Innenwiderstand zu. Der Akku braucht jetzt viel Strom. Die Spannung nimmt durch die Kälte aber stetig ab. Bevor die Akku-Kapazität endgültig erschöpft ist, schaltet sich das Smartphone vorsorglich selbst aus - eine reine Schutzmaßnahme, um Schäden am Akku zu verhindern.

Elektroautos bei Kälte - auch sie machen eher schlapp

Ähnlich ist es bei Elektroautos: Auch sie machen in der Kälte aus dem gleichen Grund schlapp. Beruhigend ist allerdings: Sobald sich der Akku - egal, ob vom Smartphone oder Elektroauto - wieder aufwärmt, hat er genauso viel Speicherkapazität wie vorher.

Woher kommt das @-Zeichen?

Wer hat's erfunden?

Zoologisch gesehen hat der Klammeraffe dünne Gliedmaßen, einen langen Schwanz und lebt in Südamerika. Sein typografischer Namensvetter hierzulande hat die Form eines "a" mit Kringel außen herum. Verbreitungsgebiet: Auf der Tastatur unterm Q und in jeder Emailadresse.

Im Handel zuhause

Drückt man auf der Windows Tastatur "Strg und Alt und q" oder "Alt Gr und q" tritt das @ zum Vorschein und wird als Trennzeichen von Name und Internetdomäne einer Emailadresse verwendet. Das war nicht immer so. In England war @ ein Begriff der Handelssprache. Drei Äpfel @ 15 Cent. Ein Zuordnungszeichen wie das französische à. Im Zeitalter der Schreibmaschine fand das @ für diese Verwendung den Weg auf die Tastatur, bis es wieder neu entdeckt wurde.

@ gab's schon im Mittelalter

Obwohl man damals von elektronischen Briefverkehr noch keine Ahnung hatte: im Mittelalter schrieb man auch schon mit dem @. Federkiel, Platznot und Bequemlichkeit führten dazu, dass die Schreiber abkürzten, was man abkürzen konnte. So verschmolzen die Buchstaben a und d des lateinischen Wortes ad (= zu) zum @.

Völlig namenlos

1972 suchte der amerikanische Programmierer Ray Tomlinson nach einem Trennungszeichen für das Kodieren von Emailadressen. Das Zeichen durfte kein Buchstabe oder Ziffer sein, damit es in keinem existierendem Namen vorkommt. Tomlinson fand auf seiner Tastatur das @-Zeichen und übertrug ihm seine neue Bedeutung.

Warum ist die Tastatur nicht alphabetisch angeordnet?

Merkwürdige Verteilung

Schon wieder ein X für ein U? Am liebsten würde man die Tastatur gegen die Wand knallen! Wieso müssen die Buchstaben auch so merkwürdig verteilt sein?! Warum sind sie nicht einfach alphabetisch angeordnet?

Der Haken an der Sache

Christopher Sholes, der sich die Schreibmaschine 1868 patentieren ließ, hatte die Buchstaben tatsächlich nach dem ABC angeordnet. Doch die Hebel seines Typewriters verhakten sich ständig, wenn benachbarte Tasten zu rasch hintereinander gedrückt wurden. Deshalb verteilte er die häufigsten Buchstaben in der Englischen Sprache - E, T, O, A, N und I - möglichst weit im Halbrund.

Scherz mit Qwertz

Versteckter Scherz - mit Qwertz

Auch einen kleinen Gag erlaubte sich der Erfinder Sholes: Die Buchstaben für das Wort TYPEWRITER platzierte er in der obersten Reihe. Auf unseren deutschen Tastaturen sind jedoch Y und Z vertauscht: Weil das Z häufiger gebraucht wird, rückte es vom ungünstigen kleinen Finger hinauf zum flinken Zeigefinger. Fertig war die QWERTZ-Tastatur.

Warum entladen sich Handy-Akkus bei Kälte?

Speicherkapazität sinkt bei Kälte

Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, gibt der Smartphone-Akku eher auf. Schuld daran ist die Chemie der Lithium-Ionen-Akkus: Je kälter es ist, desto langsamer laufen die elektrochemischen Prozesse in ihrem Inneren ab, erläutert der Batterieforscher Holger Althues vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahlentechnik in Dresden.

Kälte lässt die Spannung sinken

Genauer gesagt: Die Elektrolytflüssigkeit läuft bei Minusgraden zäher. Die Lithium-Ionen können sich so nicht mehr schnell genug von Kathode zu Anode bewegen. Dadurch nimmt der Innenwiderstand zu. Der Akku braucht jetzt viel Strom. Die Spannung nimmt durch die Kälte aber stetig ab. Bevor die Akku-Kapazität endgültig erschöpft ist, schaltet sich das Smartphone vorsorglich selbst aus - eine reine Schutzmaßnahme, um Schäden am Akku zu verhindern.

Elektroautos bei Kälte - auch sie machen eher schlapp

Ähnlich ist es bei Elektroautos: Auch sie machen in der Kälte aus dem gleichen Grund schlapp. Beruhigend ist allerdings: Sobald sich der Akku - egal, ob vom Smartphone oder Elektroauto - wieder aufwärmt, hat er genauso viel Speicherkapazität wie vorher.


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