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Warum macht Eis-Essen Kopfweh?

Stand: 15.06.2018

Eistheke | Bild: picture-alliance/dpa

In der Schule lernen wir die kompliziertesten Formeln, aber wer erklärt uns die kleinen, alltäglichen Dinge? Warum ist die Banane krumm? Wieso ist Wasser nass? Wie kommt das Muster ins Fußballfeld? Oft genug fällt selbst Wissenschaftlern die Antwort schwer. Wir haben ein paar der kniffligsten Fragen und überraschendsten Antworten zusammengestellt.

Warum macht Eis-Essen Kopfweh?

Gehirnfrost

Er kommt, wenn das Eis gerade ganz besonders gut schmeckt: der Kältekopfschmerz, auch "Gehirnfrost" genannt. Meistens handelt es sich um ein heftiges Stechen hinter den Schläfen oder der Stirn. Die Schmerzen treten nicht nur bem Eis-Essen auf. Auch sehr kalte Getränke können eine Attacke auslösen.

Wen trifft es?

Wie viele Menschen Kältekopfschmerzen kennen, ist nicht gesichert. Vermutlich hat sie etwa jeder Zweite oder Dritte schon einmal gehabt. Besonders betroffen sind anscheinend Menschen, die auch unter Migräne leiden.

Woher kommen die Schmerzen?

Eine Theorie, woher der Kältekopfschmerz kommt, lautet: Das kalte Eis irritiert die Rezeptoren des Drillingsnervs (nervus trigeminus) am Gaumen. Diese senden dann an das Gehirn nicht nur die Information "kalt", sondern auch "Schmerz".

Sind die Blutgefäße schuld?

Einer anderen Theorie zufolge sind die Blutgefäße im Kopf für die Schmerzen verantwortlich. Sie verengen sich, um zu verhindern, dass das Gehirn zu stark abkühlt. Möglicherweise werden dadurch einzelne Teile des Gehirns kurzzeitig schlechter mit Blut versorgt, was die Schmerzen auslöst. Es könnte aber auch sein, dass die Blutgefäße, die sich verengen, in eine Art Krampf verfallen und auf diese Weise Kopfweh verursachen.

Überdruck im Kopf?

Eine Studie der Harvard Medical School in Boston hat im Frühjahr 2012 ergeben, dass beim eifrigen Eis-Essen Blut ins Gehirn gepumpt wird. Die Wärme des Blutes soll vermutlich die Kälte des Eises ausgleichen. Weil das Blut im Kopf nirgendswohin fließen kann, steigt der Druck und das verursacht Schmerzen. Per Ultraschall haben die Harvard-Forscher beobachtet, dass sich besonders die vordere Hirnarterie weitet, wenn die Kälteschmerzen einsetzen. Wenn sich die Ader wieder verengt und Blut aus dem Kopf abgepumpt wird, lässt auch das Stechen im Kopf nach.

Was kann man gegen den Hirnfrost tun?

Wenn es hinter der Stirn sticht, hilft manchmal, die Zunge an den Gaumen zu pressen. Dadurch erreicht er schneller wieder seine normale Temperatur. Den gleichen Effekt soll haben, wenn man warmes Wasser trinkt. Auch den Kopf zur Seite zu neigen hilft angeblich.

Schmerz vermeiden!

Besser als den Schmerz zu lindern ist, ihn zu verhindern. Daher sollten Eis und Gaumen möglichst nicht in Kontakt kommen. Ein bewährtes Gegenmittel ist: langsam essen! Versuche belegen: Wer sein Eis in aller Ruhe verzehrt, wird deutlich seltener vom Kältekopfschmerz getroffen als Schnellschlecker.

Das Geheimnis der perfekten Sandburg

Sand rieselt, Wasser tropft, beides klebt

Solange sie getrennt sind, rinnen Sand und Wasser einfach zwischen unseren Fingern hindurch. Doch miteinander vermischt lassen sich daraus stabile, meterhohe Sandburgen bauen. Aber wie muss man Sand und Wasser mischen, um eine perfekte Sandburg zu errichten?

Kapillarbrücken als Bindemittel

Wenn man Wasser mit Sand vermengt, umhüllt die Flüssigkeit die einzelnen Sandkörner mit einem dünnen Film. Dazwischen bilden sich sogenannte Kapillarbrücken. Die dort aktive Oberflächenspannung hält das Gemisch zusammen. Wenn aber der Wasseranteil zu groß wird, schließen sich die einzelnen Kapillarbrücken zu größeren Gebilden zusammen. Die Oberflächenspannung nimmt wieder ab und die Sandburg fällt auseinander.

Die Ein-Prozent-Regel

Ein internationales Forscherteam von der Universität Amsterdam hat nun das opimale Mischungsverhältnis berechnet: Eine Sandburg gelingt danach am besten, wenn der Sand nur ein Prozent Wasser enthält. Dann ist die Haftwirkung zwischen den Sandkörnern am stärksten. Wie hoch die Türme einer Sandburg werden können, hängt aber noch von ein paar weiteren Faktoren ab.

Dichte und Elastizität

Die Forscher benutzten bei ihren Berechnungen eine Gleichung, die normalerweise von Ingenieuren angewandt wird, um die Stabilität von Gebäuden zu errechnen. In ihr wird neben der Schwerkraft, der Dichte des Materials, dem Radius der Grundfläche und einer Konstante auch das sogenannte Elastizitätsmodul berücksichtigt. Diese Größe beschreibt, wie ein Material auf Verformungen reagiert.

Säulen aus Sand gebaut

Das Ergebnis der Wissenschaftler lautete: Mit typischem Strandsand als Material kann eine Sandburg mit einem Radius von 20 Zentimetern bis zu zweieinhalb Meter hoch werden. Das überprüften sie auch mit einem Experiment: Die Forscher füllten Sand mit einem Prozent Wassergehalt in senkrecht stehende PVC-Rohre mit Radien von 0,5 bis 7,5 Zentimetern. In bestimmten zeitlichen Abständen klopften sie den Sand fest und entfernten dann die zuvor längs in zwei Hälften geteilten Stützrohre. Wenn die Sandsäule stabil stehen blieb, legten sie das Rohr wieder an und füllten mehr Sand ein - so lange, bis die Sandsäule schließlich umfiel.

Warum vergeht die zweite Hälfte des Urlaubs schneller?

Verflixte zweite Hälfte

Ach, wie ist das im Urlaub schön: Neues erkunden, ausruhen und es sich richtig gut gehen lassen. Aber bis man schaut, sind die herrlichen freien Tage schon wieder vorbei. Vor allem die zweite Hälfte des Urlaubs scheint rasend schnell zu vergehen. Warum ist das so?

Rasender Urlaub

Der Sozialpsychologe Roland Deutsch sagt, die Erklärung sei nicht einfach, denn: "Zeitwahrnehmung ist relativ." Mit der Wahrnehmung der ersten und der zweiten Urlaubshälfte könnte es sich seiner Meinung nach so verhalten: Blickt man in der Mitte des Urlaubs auf die schon vergangenen Urlaubstage zurück, denkt man meist "Mensch, ich hab' schon ganz schön viel erlebt". In der zweiten Hälfte werden meist weniger neue Eindrücke gesammelt, zum Beispiel weil man das Hotel und die Umgebung schon kennt. Dadurch meint man am Ende des Urlaubs, die zweite Hälfte wäre schneller vergangen.

Rasendes Leben

Deshalb hat man laut Deutsch auch das Gefühl, dass das Leben mit fortschreitendem Alter immer schneller vergeht: "Am Anfang hat man viele neue Eindrücke, die das strecken. Im Laufe der Jahre werden neue Eindrücke immer seltener. Und dann erscheint das, was verbleibt, im Vergleich zu dem, was vorher gewesen ist, wahnsinnig kurz."

Tipp

Ein Tipp, um zumindest den Urlaub im Kopf zu verlängern: Wenn nicht viel passiert und man sich nur am Strand aalt, vergeht die Zeit währenddessen sehr langsam. Blickt man aber später auf den Urlaub zurück, erscheint er kurz, weil man nicht viele Erinnerungen daran hat. Also erleben Sie möglichst viel! Sammeln Sie neue Eindrücke! Am besten nicht nur im Urlaub ...

Wie wirkt eigentlich Sonnencreme?

Sommer, Sonne, Sonnencreme

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, kann uns das Lachen schnell vergehen: Dann, wenn sie unsere Haut verbrennt. Das kann schon nach wenigen Minuten passieren, äußerst schmerzhaft und richtig gefährlich sein. Mit Sonnencreme sind wir besser fürs Sonnenbad gewappnet. Wie schafft sie das?

Sonnenstrahlen

Bei einem Sonnenbad dringen UV-A- und UV-B-Strahlen in unsere Haut ein. Die kurzwelligere UV-B-Strahlung durchdringt die oberste Hautschicht, kann uns einen Sonnenbrand bescheren und das Hautkrebsrisiko erhöhen. Die langwelligen UV-A-Strahlen erreichen tiefere Hautschichten, können die Haut vorzeitig altern lassen und ebenfalls zu Hautkrebs führen.

Der Eigenschutz der Haut

Unsere Haut kann sich bis zu einem bestimmten Grad selbst vor UV-Strahlung schützen. In den Pigmentzellen unter der Hornhaut wird Melanin gebildet. Der Hautfarbstoff wird an die Hautoberfläche transportiert, tönt unsere Haut braun und schützt die darunter liegenden Hautschichten. Ist unsere Haut der Sonne länger ausgesetzt, verdickt die oberste Hautschicht, die Hornschicht, und die sogenannte Lichtschwiele entsteht. Die Hautverdickung reflektiert, filtert und streut dann das Sonnenlicht.

Die Zeit, die man in der Sonne verbringen kann, ohne rot zu werden, wird Eigenschutzzeit genannt. Sie fällt jedoch bei jedem Einzelnen, je nach Hauttyp, anders aus und kann auch nur wenige Minuten betragen.

Lichtschutzfilter

Weil wir uns nur zu gerne draußen aufhalten, im Freien sporteln und unseren Urlaub am Strand verbringen, reichen diese natürlichen Vorgänge in unserer Haut nicht aus, um uns gegen die Sonne zu wappnen. Wir führen ihr künstlichen Schutz zu: Sonnenschutzmittel versorgen uns mit Lichtschutzfiltern, sogenannten UV-Filtern, die weniger UV-Strahlung in die Haut eindringen lassen. Das geschieht auf zwei Wegen: chemisch oder physikalisch.

Chemische und physikalische Filter

Bei einem chemischen Lichtschutz sind im Produkt organische Verbindungen gelöst, die in die oberste Hautschicht eindringen und als Filter fungieren. Sie wandeln die schädliche Strahlung in Wärme um.
Physikalische mineralische Filter reflektieren die Strahlung wie kleine Spiegel und lassen sie nicht in die Haut eindringen. Das geschieht durch unlösliche mikrofeine Pigmente, die auf die Haut aufgetragen werden, zum Beispiel Titandioxid und Zinkoxid. Die Verwendung solcher Teilchen in Nanogröße (1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter) muss seit Juli 2013 auf der Verpackung gekennzeichnet sein.

Lichtschutzfaktor

Je höher der Lichtschutzfaktor (LSF) ist, umso höher ist die Schutzwirkung. Welcher LSF für wen geeignet ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp, der Vorbräunung, der Intensität der Sonneneinstrahlung und der Aktivität in der Sonne ab. Je näher man zum Äquator reist und je weiter oben man sich aufhält, umso höher sollte er ausfallen.
Nicht vergessen: Wasser, Schweiß, Schnee und Sand verstärken die Wirkung des UV-Lichts. Und selbst unter Wasser, im Schatten und hinter Fenstern ist man nicht vollständig geschützt.

Tipps

Am besten schützt man sich vor der Sonne, indem man gar nicht in die Sonne geht - vor allem nicht in die Mittagssonne.
Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille schützen vor Strahlung. Körperteile, die nicht bedeckt sind, müssen eingecremt werden.
Achten Sie darauf, dass ihr Sonnenschutzmittel über einen ausreichenden Schutz vor UV-B- und UV-A-Strahlung verfügt.
Wer in der Sonne sportelt, egal, ob auf dem Wasser oder an Land, sollte wasserfeste Produkte verwenden.
Sonnenschutzmittel müssen großzügig aufgetragen werden - am besten, bevor man sich nach draußen begibt.
Ohren, Nase, Lippen, Kopfhaut, Nacken und Fußrücken nicht vergessen und regelmäßig nachcremen!

"Sunblocker"

Übrigens: Komplette "Sunblocker" gibt es nicht. Auch Sonnenschutzmittel mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor bieten nie einen vollständigen Schutz. Ein Teil der UV-Strahlen wird immer die Haut erreichen.

Was passiert bei einem Sonnenbrand?

Hauptsache Sonne?

Ein warmer, sonniger Tag löst bei den meisten Menschen einen akuten "Ich muss sofort in die Badesachen und an den See"-Reflex aus. Dort wird dann stundenlang in der Sonne gebraten und das Eincremen grob vernachlässigt. Hauptsache Sonne! Die tut auch erstmal gut - aber nicht lange: Je nach Empfindlichkeit kann sich die Haut schon bald dunkelrot färben, heiß werden, anschwellen, schmerzen - und im schlimmsten Fall Blasen werfen und sich großflächig schälen. Was ist da im Körper geschehen?

Schuld sind die UV-B-Strahlen

Sonnenlicht besteht aus sichtbarem, infrarotem und ultraviolettem Licht. Zu letzterem gehören die UV-A- und UV-B-Strahlen, die uns braun werden lassen. Aber nicht ohne Konsequenzen: Die langwelligeren UV-A-Strahlen greifen das elastische Bindegewebe der Haut an und lassen sie schneller altern. Die UV-B-Strahlen sind kurzwellig und energiereich - und schuld am Sonnenbrand.

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Der dahinterliegende Mechanismus wurde in Versuchen mit Zellkulturen und Mäusen erst Anfang Juli 2012 aufgedeckt: Die kurzwelligen UV-B-Strahlen dringen weit in die Haut ein und schädigen dort kleine Ribonukleinsäure-Moleküle (RNA), die im Zellkern produziert werden und die Aktivität der Gene steuern. Die Moleküle werden so verändert, dass sie sich mit einer Andockstelle in den Hautzellen verbinden können. Das wiederum fördert die Produktion eines entzündungsfördernden Stoffes, des Tumor-Nekrosefaktors Alpha. Die typischen Sonnenbrand-Symptome treten auf.

Vorsicht vor Hautkrebs!

Dadurch, dass die veränderten RNA-Moleküle Substanzen und Reaktionen aktivieren, die als tumorfördernd gelten, könnten sie auch eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs spielen. Bislang galten vor allem die vom UV-Licht verursachten Schäden in der Desoxyribonukleinsäure (DNS), in der die Erbinformation gespeichert ist, als Hauptursache für Melanome.

Besser vorsorgen!

Sonne in Maßen kurbelt unsere Vitamin D-Produktion an, was unsere Laune hebt. Trotzdem gilt auf jeden Fall, nicht nur die Eigenschutzzeit der Haut zu beachten, sondern sich auch mit dem zum Hauttyp passenden Lichtschutzfaktor einzucremen. Und zwar vor dem Sonnenbad, das man dann am besten im Schatten einnimmt.

Niemals bei Sonnenschein gießen!

Eherne Gärtnerregel

Mann gießt bei Sonnenschein

Es ist eine eherne Regel, die sich unter den Gärtnern von Generation zu Generation fortpflanzt: Niemals in der prallen Mittagssonne Pflanzen gießen. Warum eigentlich nicht? Ist das Grünzeug nicht umso durstiger, je erbarmungsloser die Sonne vom Himmel brennt?

Unter die Lupe genommen

Sonnenstrahlen brechen durch Wassertropfen auf einem Blatt

Bestimmte Pflanzenarten tragen Verbrennungen davon, wenn man sie bei Sonne gießt. Wenn die Blätter Härchen haben, verfangen sich darin die Tropfen und wirken wie ein Brennglas. Befinden sich die Tropfen in einem bestimmten Abstand zum Blatt, liegt dieses direkt in der Brennweite der Linse aus Wasser.

Wie wirkt ein Deo gegen Schweißgeruch?

Wenn die dunklen Flecken wachsen

Wenn wir uns beim Sport verausgaben, in der Sonne brüten oder gestresst sind, färbt sich unser Shirt unter den Achseln dunkel, in immer größer und nasser werdenden Kreisen. Wer jetzt nicht seine Mitmenschen belästigen will, hat vorgesorgt: mit Deo. Doch wie funktioniert das - und warum müffeln schwitzende Menschen überhaupt?

Schwitzen ist gesund

Prinzipiell ist Schweiß etwas Gutes, nämlich unsere eigene Klimaanlage: Zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen sondern täglich einen halben bis mehrere Liter Schweiß ab. Bei körperlicher Schwerstarbeit können das bis zu zehn Liter sein. Die Flüssigkeit verdunstet auf unserer Haut und senkt dadurch die Körpertemperatur.

Bakterien sind die Stinker

Frischer Schweiß riecht eigentlich gar nicht. Für das Stinken verantwortlich sind die Bakterien, die auf unserer Haut leben. Sie zersetzen die organischen Substanzen im Schweiß und erst diese Abbauprodukte miefen. So entsteht zum Beispiel Buttersäure, deren Geruch an Erbrochenes erinnert.

Gene sind verantwortlich

Forscherinnen und Forscher der Universität New York wollten wissen, wie dieser Mechanismus genau funktioniert. Dazu haben sie unter den 150 Bakterienstämmen, die die Achseln besiedeln, die stärksten Stinker herausgesucht - und sich deren Gene genauer angeschaut. Besonders interessiert waren sie an Genen, die die Produktion sogenannter Thioalkohole steuern. Thioalkohole sind für ihren starken Geruch bekannt, sie kommen in Käse, Zwiebeln und Knoblauch vor. Auch bei Stinktieren sind sie im Spiel.

Wie man geruchslose Bakterien zum Stinken bringt

Dann setzten die Forscher diese Gene in geruchsmäßig unverdächtige E. coli-Bakterien ein. Und siehe da, sofort entfalteten die im Labor einen deutlichen Schweißgeruch. Die Forscher hoffen nun, mit neuartigen Deos direkt an diesen Genen ansetzen zu können. Doch bis dahin müssen wir uns wohl noch mit den herkömmlichen Methoden zufrieden geben. Zum Glück ist da die Kosmetikindustrie nicht untätig geblieben.

Deos sagen Bakterien den Kampf an

Deodorants (Lateinisch für Entriecher) hemmen das Bakterienwachstum, sodass die kleinen Stinker sich erst gar nicht an unserem Schweiß laben können. Enthaltene Parfums überdecken zusätzlich Körpergeruch. Gut riechen wollten übrigens schon die alten Ägypter, die Vorläufer eines Deos mit Alaunschiefer benutzten.

Schwitzen war gestern

Neben den reinen Deos, die ja erst helfen, wenn's schon passiert ist, gibt es noch die sogenannten Antitranspirants oder Mischprodukte aus beiden. Die helfen tatsächlich schon gegen das Schwitzen: Sie enthalten Substanzen wie Aluminiumsalze, die die Schweißdrüsen zeitweise verengen und die Schweißmenge so um 20 bis 60 Prozent verringern. Mit ihrer Hilfe bleiben die Achseln tatsächlich trockener, den Bakterien wird die Lebensgrundlage entzogen.

Nicht vergessen!

Ein Deo kann hilfreich sein, um ein bisschen länger frisch zu bleiben. Zumindest unter den Achseln. Denn Schweißdrüsen besitzt unser Körper überall, sogar auf den Fußsohlen - und da sogar besonders zahlreich. Unser ganzer Körper ist also eine potenzielle Schweiß-Müffelquelle. Und dagegen hilft dann doch nur regelmäßiges Duschen.

Warum ist der Himmel blau?

Eigentlich ist er ja schwarz

Die Bilder aus dem Weltall zeigen es: Eigentlich ist der Himmel ja schwarz. Warum erscheint er uns auf der Erde als blau?

Gestreutes Sonnenlicht

Das weiße Licht der Sonne besteht aus rotem, blauem und grünem Licht. Trifft das kurzwellige blaue Licht auf die Luftmoleküle unserer Atmosphäre, wird es herausgefiltert und weit gestreut, die anderen Lichtfarben dagegen nicht. Das ist die so genannte Rayleigh-Streuung: Das weit gestreute Blau gibt unserem Himmel seine Farbe.

Wie kommt das Muster ins Fußballfeld?

Mustergültig

Muster auf dem Fußballfeld

Streifen, Karos oder Kreise - der Fantasie der Greenkeeper sind keine Grenzen gesetzt. Doch: Wie kommen eigentlich die Muster in den Rasen des Fußballfelds hinein?

Schneiden & Legen

Spielfeldrasenmäher haben zwei Walzen

Die Rasenmäher im Fußball-Stadion haben Walzen. Beim Mähen wird das Gras abgeschnitten und direkt danach von den Walzen platt gedrückt. Immer in die Richtung, in die der Rasenmäher fährt. Weil man beim Mähen immer hin und her fährt, werden die Halme auf einer Bahn in die eine und auf der nächsten Bahn in die andere Richtung gelegt.

Glanzseiten

Rasen

Blickt man jetzt gegen die Fahrtrichtung des Mähers, dann schaut man mehr in die Rasennarbe hinein - das ist der dunkle Streifen.

Blickt man in Fahrtrichtung, dann schaut man auf die Halme drauf - das ist der glänzende, helle Streifen.

Am Strick

Damit die Streifen auch exakt ausgerichtet sind, wird beim Mähen oft ein Seil gespannt. An dem richtet sich der Greenkeeper aus.

Für ein Schachbrettmuster wird der Rasen doppelt gemäht - längs und quer.

Das Kreismuster am Anstoßkreis entsteht durch einen Trick: Wie beim Zirkelschlag wird der Mäher an einer Leine um den Mittelpunkt im Kreis herum geführt. Insgesamt kann das Mähen und Bemustern eines Fußballfelds bis zu sechs Stunden dauern.

Mücken-Mythen

Wespen-Mythen

Woher kommen immer die vielen Fruchtfliegen?

Winzige Fliegen allüberall

Fruchtfliegen sind lästig

Sie sind lästig – Fruchtfliegen, die auch Obst-, Essig- und Taufliegen genannt werden. Die Winzlinge setzen sich auf unser Obst und schwirren uns um die Nase. In Deutschland gibt es rund 50 Arten, die in Wildarten und Kulturfolger aufgeteilt werden. Die bei uns herumirrenden Plagegeister sind vor allem Kulturfolger, die sich hervorragend an das menschliche Umfeld angepasst haben und sich scheinbar ständig vermehren. Doch woher kommen eigentlich die vielen Fruchtfliegen?

Rasende Vermehrung

Eine Fruchtfliege Drosophila melanogaster

Ein Weibchen kann 24 Stunden nach einer erfolgreichen Paarung bis zu 400 Eier ablegen. Die vollständige Entwicklung einer Fruchtfliege von der Larve über die Verpuppung bis zur fertigen Fruchtfliege dauert zwischen zehn und 14 Tagen. Da kann man sich vorstellen, wie schnell man sich selbst im Reich der Fruchtfliege wiederfindet, wenn den Insekten in der eigenen Küche die passenden Angebote gemacht werden.

Willkommen zu Hause

Sind schon im Supermarkt in Gemüse und Obst: die Fruchtfliegen

Abgelegt werden befruchtete Eier in reifem bis fauligem Obst, gerne auch in Obst- oder Gemüseschalen. Auf diesen Schalen haften Bakterien und Mikroorganismen, von denen sich die Larven ernähren. Angelockt werden die Fruchtfliegen durch säurehaltige Lebensmittel, faulende Kartoffeln und Küchenabfälle. Zudem tragen wir sie uns auch ganz unbedarft selbst nach Hause, denn mit jedem Einkauf von Obst und Gemüse schleppen wir die kleinen Fliegen, die schon von den Obstplantagen oder Lagerräumen kommen, in unsere Küchen.

Immer dem Geruch nach

Und natürlich fliegen die Insekten auch einfach durch das offene Fenster in unsere Häuser. Angelockt werden sie vom sogenannten Essiggeruch reifer bis überreifer Früchte. Dabei kommt den Winzlingen zugute, dass sie Gerüche über weite Strecken wahrnehmen können. So steuern sie zielsicher auf angefaulte Früchte zu, bevor wir Menschen überhaupt erahnen, dass da was faul sein könnte.

Paradiesischer Abfall

Ein wahres Paradies für die Fruchtfliege: Biomüll

Doch die Zweiflügler bedienen sich nicht nur an herumstehenden Kirschen, Pflaumen oder Kartoffeln, sondern werden auch von offenen Getränken, von Süßem wie Marmelade und Essig angezogen. Geradezu paradiesisch für Fruchtfliegen sind herumstehende Biomülltüten oder offene Abfalleimer – sie verhelfen ihnen zu rasend schnell anwachsendem Nachwuchs.

Vorsicht an der Spüle

Auch schmutziges Geschirr ist für Fruchtfliegen attraktiv!

Gern genommene Ziele der Fruchtfliegen sind auch schlecht gereinigte Spülen und Spülmaschinen. Zum einen wegen der Essensreste, die da zu finden sind. Zum anderen aber auch, weil die Filter der Spülmaschine sowohl als Brutplatz als auch als Nahrungsquelle dienen können.

Wie man Fruchtfliegen wieder weg bekommt

Gegen Fruchtfliegen helfen:

- häufiges Lüften, damit die Fliegen auch wieder hinaus können,
- das Verschließen von Getränken und Nahrungsmitteln,
- das Wegräumen von Obst und Gemüse,
- geschlossene, häufig geleerte Abfalleimer,
- das Entsorgen von Biomüll und
- das Sauberhalten der Küche: Einfach öfter Putzen und angefaultes Obst wegwerfen.

Welche chemischen Reaktionen laufen beim Grillen ab?

Kann man Regen riechen?

Wie schützt man sich bei einem Gewitter?

Am Besten: Schutz suchen!

Sommer ist Gewitterzeit ... und so ein Gewitter kommt oft blitzschnell. Wenn man das erste Donnern hören kann, ist ein Gewitter in der Regel nur noch zehn Kilometer entfernt, dann sollte man schnell Schutz zu suchen, sagt der VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik). Wenn nur noch zehn Sekunden zwischen Blitz und Donner vergehen, ist es höchste Eisenbahn. Jederzeit kann auch dort, wo man selbst steht, ein Blitz einschlagen. Am wichtigsten also: Schutz suchen, zum Beispiel in einem Gebäude. Denn so ein Blitzschlag kann tödlich ausgehen. Was aber, wenn man es nicht mehr nach drinnen schafft?

Keine Angriffsfläche bieten!

Regel zwei: Dem Blitz keine Angriffsfläche bieten. Der bekannteste Tipp für die freie Fläche: In die Hocke gehen, am besten in einer natürlichen Bodensenke. Also kauern, die Füße nah zusammen und die Arme über die Knie. Die Füße müssen deshalb eng zusammen sein, weil die Energie des Blitzes sich nach dem Einschlag in den Boden in alle Richtungen ausbreitet. Zwischen den Füßen entsteht dabei eine Spannung - je weiter die außeinander sind, desto größer ist sie. Deswegen soll man auch andere Leute im Gewitter nicht anfassen, oder an der Hand halten, dabei entsteht dieselbe Spannung. Experten empfehlen im Gewitter einen Abstand von fünf Metern zu anderen Menschen.

Hände weg von Metall!

Gewitter gehen meistens mit einem mehr oder weniger starken Regenschauer einher. Fix den Regenschirm rausnehmen? Lieber nicht! Denn das Metall kann gefährlich sein, wenn ein Blitz einschlägt. Es zieht entgegen landläufiger Meinung zwar nicht den Blitz an. Aber er kann, falls er doch zufällig einschlägt, das Metall so stark erhitzen, dass es zu Verbrennungen kommen kann.

Autos schützen - dennoch aufpassen!

Wir alle haben es im Physik-Unterricht gelernt - im Auto ist man vor Blitzen sicher. Denn die Metallhülle wirkt als sogenannter Faradayscher Käfig. Im Inneren ist man geschützt: Der Blitzstrom läuft über die Außenhaut zur Erde ab. Doch Vorsicht beim Weiterfahren: Die Reifen könnten durch die Hitze des Blitzes beschädigt sein oder die Elektronik durch die elektromagnetische Strahlung. Ampeln an Kreuzungen oder Bahnübergängen funktionieren während oder nach einem Gewitter möglicherweise auch nicht. Rad- und Motorradfahren müssen bei einem Gewitter auf jeden Fall anhalten und sich in Sicherheit bringen.

Runter vom Berg!

Gewitter beim Bergwandern sind sehr gefährlich. Denn gerade auf felsigem Untergrund kann sich der Strom vom Blitz weit ausbreiten. Darum: Rechtzeitig in Sicherheit bringen! Sollte ein Blitz in der Nähe eingeschlagen sein: Die Felswand nicht berühren, ein Teil des Stroms kann in den Körper fließen und einen Wanderer mehrere Meter weit fortschleudern.

Raus aus dem Wasser!

Baden oder nur im Wasser stehen ist bei Gewitter lebensgefährlich. Der Strom aus Blitzen verbreitet sich im Wasser über sehr große Flächen. Noch in hundert Metern Entfernung kann ein Schwimmer einen Schock bekommen und Ertrinken. Schon wenn das Gewitter aufzieht, sollte man das Wasser verlassen und sich vom Ufer entfernen. Das gilt dann auch für Angler, sagt der VDE.

Wann ist es eigentlich schwül?

Schwül - was ist das eigentlich?

Alle Jahre wieder kommt sie doch - die schwüle Sommerhitze. Am liebsten würden wir dann alle an den See oder ins Freibad fahren und uns ins kühle Nass stürzen. Eine gute Idee, aber warum eigentlich?

Zu viel Feuchte in der Luft

Das Problem bei einer schwülen Hitze ist die hohe Luftfeuchtigkeit bei zugleich hohen Temperaturen. Normalerweise regulieren wir nämlich unsere Körpertemperatur durch Schwitzen. Wenn Schweiß auf unserer Haut verdunstet, kühlt sie ab - quasi unsere eingebaute Klimaanlage.

Schweiß bleibt auf der Haut

Wenn es schwül ist, kann die Luft aber nicht mehr so gut Feuchtigkeit aufnehmen, sie ist schon gesättigt. Resultat: Der Schweiß bleibt auf der Haut und die Hitze bleibt in unserem Körper.

Magische Temperaturgrenze

Je wärmer es ist, desto weniger feucht muss die Luft sein, damit wir sie als schwül empfinden. Bei 16 Grad zum Beispiel müsste die Luft schon fast zu hundert Prozent gesättigt sein, bei 37 Grad nur zu 30 Prozent. Das wiederum heißt aber auch: Schwül kann es nur werden, wenn es über 16 Grad warm wird.

Schwüle Tage und tropische Nächte

Ab 15 Grad am Morgen kann man also einen schwülen Tag erwarten, liegt die Temperatur sogar über 20 Grad, dann ertragen Mitteleuropäer die Schwüle nur schwer. Nächte mit Temperaturen um die 20 Grad heißen darum auch "tropische Nächte".

Lauwarm duschen

Wenn unser Körper auf Dauer die eigene Temperatur vor lauter Schwüle nicht mehr regulieren kann, dann droht ein Kreislaufkollaps. Abkühlen tut gut - aber nicht zu kalt duschen! Denn damit führt man das Gehirn in die Irre, es bekommt zu viele Kältesignale aus der Haut und heizt noch mehr ein. Lauwarm heißt die Devise an schwülen Tagen.

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