Sport - Wintersport


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Skirennläufer Thomas Dreßen FC-Bayern-Fan, Motorsport-Liebhaber, Kitzbühel-Sieger

Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen erlebt seit seinem Coup turbulente Stunden. In Blickpunkt Sport plaudert der FC-Bayern-Fan und Motorsport-Liebhaber über seine Erfolgsformel, ein Treffen mit Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel - und lüftet das Geheimnis, was Skifahrer denn eigentlich drunter tragen.

Stand: 22.01.2018

"Wenn ich das sehe, kriege ich Gänsehaut. Das ist einfach der Wahnsinn. Unglaublich. Ich kann's selber noch nicht so recht glauben, dass das wirklich passiert ist", sagte Thomas Dreßen in Blickpunkt Sport im BR Fernsehen, als er noch einmal die Bilder von seinem sensationellen Sieglauf und die Siegerehrung ansehen konnte. Der 24-Jährige erlebte seit seinem Kitzbühel-Coup am Samstag (20.01.18) turbulente Stunden. Zeit, um alles zu verarbeiten hatte er kaum. Doch Skiläufer Dreßen meisterte auch die neuen Herausforderungen als Kitzbühel-Sieger bisher mit Bravour - und mit kindlicher Freude.

Streif-Sieger trifft Formel-1-Weltmeister

"Da bin ich mir vorgekommen wie ein kleiner Bub", erzählte er beispielsweise über sein erstes Treffen mit Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel am Samstagabend: "Da gehe ich die Treppe rauf in den ersten Stock und schaue zur Bar - und dann seh ich ihn. Und dann sag ich: Boah, nein, das ist er, oder? Und dann bin ich hingegangen und hab gefragt: Darf ich schnell ein Foto mit Dir machen?" Es wurde natürlich mehr als ein Foto. Lange tauschten sich die beiden Speed-Liebhaber aus. Vettel mag's ohnehin schnell mit Motor, auch Skiheld Dreßen liebt den Motorsport. Im Sommer war er unter anderem mit Biathletin Laura Dahlmeier beim Motocrossfahren.

Dreßens Erfolgsrezept: "Ein Superteam"

"Er ist für mich ein extremes Vorbild: So akribisch, so zielstrebig und bodenständig vor allem - da kann sich ein jeder eine Scheibe davon abschneiden", lobte Dreßen den Formel-1-Fahrer. Dreßens eigenes Erfolgsrezept? "Wir sind einfach ein Superteam und ich bin stolz darauf, dass ich ein Teil davon sein kann", erklärte er: "Ich glaube, es gibt nicht viele Teams im Weltcup, die so einen Zusammenhalt haben wie wir. Und das ist das, was uns stark macht. Nur, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, kann es fürs ganze Team gut laufen. Und ich glaube, das hat man in der ganzen Saison gesehen, dass wirklich das komplette Team gut unterwegs ist. Es freut sich auch jeder für den anderen - und das ist das, was uns auszeichnet."

Athleten, Trainer, Betreuer, Physios - bei den deutschen Alpinherren passt derzeit alles. "Wir haben mit Sicherheit eines der besten Trainerteams, die es im Weltcup gibt. Ansonsten hätten wir nicht die Schritte gemacht, die wir in den letzten Jahren geschafft haben. Und nur wenn man sich reinhängt und den Trainern vollstes Vertrauen schenkt, kann man sich dementsprechend weiterentwickeln", sagte Dreßen.

Der schnelle Alpinheld ohne Unterhose

A propos Team: Dreßens zweite große Leidenschaft ist der FC Bayern München. Sportdirektor Hasan Salimamidzic hat ihn nach dem Kitzbühel-Coup sofort eingeladen, Trainer Jupp Heynckes und Thomas Müller schickten Videogrüße an Dreßen. Müller gewohnt launig: "Ich weiß ja nicht, wenn man beim Schlussprung einen Meter zu kurz oder zu lang ist oder die Unterhose falsch an hat, kann das ja schon mal ein Hundertsel kosten." Dreßens trockene Reaktion: "Bei mir gibt's keinen Unterhosenfaktor!" Denn er trage außer Skiunterwäsche gar nichts unter dem Rennanzug. Auch dieses Geheimnis wäre gelüftet.


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