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66. Vierschanzentournee Freitag nach Geduldsprobe in Innsbruck Qualifikations-Dritter

Die Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck war eine Geduldsprobe: Richard Freitag behielt die Nerven und landete auf dem dritten Platz. Nur Kamil Stoch und Junshiro Kobayashi waren besser.

Stand: 03.01.2018

Richard Freitag (l) und Kamil Storch aus Polen machen sich bereit. | Bild: dpa-Bildfunk/Barbara Gindl

Sieben DSV-Adler haben sich in Innsbruck für das Finale (Donnerstag, 14.00 Uhr) qualifiziert. Der bisherige Tournee-Zweite Richard Freitag erreichte 125 Meter, und das obwohl Bundestrainer Werner Schuster seinen Anlauf kurzerhand verkürzte. "Es war ein ganz guter Sprung von Richard, ich bin sehr zufrieden", kommentierte er die Leistung seines Schützlings. Dank der Windpunkte bedeutete diese Weite Platz drei (142,4 Punkte). Direkt vor ihm landete der Führende der Tourneewertung, Kamil Stoch. Der Pole erreichte 127,5 Meter (142,8 Punkte). Weiter flog nur der Japaner Junshiro Kobayashi, er erzielte die Bestweite von 131,9 Metern (145,9 Punkte).

Gute Mannschaftsleistung der DSV-Springer

Zu einem deutsch-deutschen Duell wird es diesmal nicht kommen. Andreas Wellinger (Ruhpolding) muss gegen den Bruder des Führenden, Ryoyo Kobayashi, ran. Wellinger landete bereits nach 124 Metern (Platz 14, 131,3 Punkte). Besser machte es der Oberstdorfer Karl Geiger, der seinen Aufwärtstendenz bei der Tournee bestätigte. Er segelte auf 129 Meter (Platz 12, 132,2 Punkte). Auch Stephan Leyhe aus Willingen bestätigte mit 127.0 Metern (Platz 12, 132,2 Punkte) seinen zuvor gezeigten guten Trainingssprung. Markus Eisenbichler aus Siegsdorf erzielte ebenfalls 127 Meter (Platz 6, 138 Punkte).

Gut lief es auch für die "zweite Reihe": Der Oberaudorfer Constantin Schmid ließ sich von den Bedingungen nicht schrecken, er sprang auf für ihn beeindruckende 124,5 Meter (Platz 18, 127,3 Punkte) und qualifizierte sich sicher. Pius Paschke aus Kiefersfelden war nur etwas kürzer, 123,5 Meter brachten ihn auf Rang 27 (12,8 Punkte).

Sturmtief "Burglind" sorgt für Kapriolen

Die Austragung der Qualifikation war am Morgen noch fraglich gewesen. Das winterliche Sturmtief "Burglind" hatte für Orkanböen gesorgt, ein reguläres Springen schien kaum möglich. Nach einer leichten Wetterbesserung am Mittag brachte die Jury einen kompletten Trainingsdurchgang über die Bühne, der zweite wurde zur Halbzeit abgebrochen, um pünktlich die Qualifikation starten zu können. Die Jury legte bei der Qualifikation nach etwa der Hälfte der Athleten eine mehr als 30-minütige Pause ein, bis sich die Windverhältnisse wieder beruhigten.

"Mit der Pause war es doch relativ okay. Man muss großes Lob aussprechen, dass es so durchgezogen wurde."

Richard Freitag

Die deutschen K.o.-Duelle im Überblick

Richard Freitag (Aue/3) - Killian Peier (Schweiz/48)
Markus Eisenbichler (Siegsdorf/6) - Cestmir Kozisek (Tschechien/45)
Karl Geiger (Oberstdorf/12) - Piotr Zyla (Polen/39)
Stephan Leyhe (Willingen/13) - Tomasz Pilch (Polen/38)
Andreas Wellinger (Ruhpolding/14) - Ryoyo Kobayashi (Japan/37)
Constantin Schmid (Oberaudorf/18) - Vojtech Stursa (Tschechien/33)
Pius Paschke (Kiefersfelden/28) - Ziga Jelar (Slowenien/23)


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