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Karriereende Tennisprofi Florian Mayer hört nach US Open auf

Der Bayreuther Tennisprofi Florian Mayer beendet seine Karriere. Einen Tag vor Beginn der BMW Open in München verkündete der 34-Jährige, dass er spätestens nach den im August beginnenden US Open aufhören will.

Stand: 27.04.2018

Florian Mayer | Bild: picture-alliance/dpa

"Das sind meine letzten BMW Open, mein letztes Jahr auf der Tour. Nach den US Open ist definitiv Schluss", wird Mayer in einer Mitteilung des Bayerischen Tennisverbands (BTV) zitiert. Der Oberfranke ist seit 2001 auf der ATP-Tour der Profis unterwegs, sein größter Erfolg war der Gewinn des Turniers in Halle/Westfalen 2016. Ein zweites ATP-Turnier konnte er 2011 in Bukarest gewinnen.

Gegenüber dem BTV erklärte Mayer: "Mit meinem variantenreichen Spiel, mit vielen Stopps und Slice, wird es immer schwieriger auf den Belägen, die immer schneller werden. Die jungen Spieler Anfang 20 kommen nach, top motiviert, fit, spielen sehr hart und athletisch. Da wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, sich unter den ersten 100 zu halten." Derzeit liegt Mayer auf Platz 72 der Weltrangliste, seine höchste Platzierung war Rang 18 im Juni 2011.

In seiner letzten Saison will Mayer vor allem die bevorstehenden ATP-Turniere in Deutschland - München, Stuttgart, Halle, Hamburg - genießen. Neben dem Sieg in Halle stand er auch in Hamburg und München bereits im Finale.

Legendäre Daviscup-Duelle

Im deutschen Daviscup-Team war Mayer seit 2004 insgesamt zwölf Mal nominiert. Seine Bilanz für Deutschland: zehn Siege, neun Niederlagen. In Erinnerung bleiben vor allem sein Auftritte im Abstiegskampf 2012 gegen Australien. In Hamburg bezwang er Lleyton Hewintt und Bernard Tomic jeweils glatt in drei Sätzen und ebnete den Weg für den deutschen 3:2-Sieg und den Klassenerhalt.

"Auch wenn dieser Schritt absehbar war und ja noch ein wenig dauert, ist das sehr schade für die TennisBase Oberhaching. Seit vierzehn Jahren hat Flo Mayer seinen Trainingsmittelpunkt im BTV-Leistungszentrum. Das zeigt, wie verbunden er mit der Institution, den Trainern und Mitarbeitern ist. Wir wünschen ihm für seine Karriere nach der Karriere schon jetzt alles Gute - und vielleicht kehrt Flo ja eines Tages in anderer Funktion zum BTV zurück."

BTV-Präsident Helmut Schmidbauer in der Verbandsmitteilung


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