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Pyeongchang 2018 Putin: Kein russischer Boykott der Winterspiele

Russlands Staatschef Wladimir Putin ordnet keinen Boykott der Olympischen Winterspiele 2018 an. Nachdem das IOC Russland wegen des laufenden Dopingskandals gesperrt hat, dürften einzelne Sportler unter neutraler Flagge starten.

Stand: 06.12.2017

"Wir werden mit Sicherheit keinerlei Boykott erklären", wird Putin nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen zitiert. Putin soll sich so am Rande eines Werksbesuchs Nischni Nowgorod geäußert haben. Demnach wäre es für russische Athleten auch möglich, unter neutraler Flagge an den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang teilzunehmen, wenn sie nachweislich nicht in den russischen Dopingskandal verwickelt waren. Durch die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) am Dienstag (05.12.17) ausgesprochene Sperre Russlands dürften Sportlerinnen und Sportler aus diesem Land aber keinesfalls unter russischer Flagge antreten.

Im Vorfeld der IOC-Entscheidung hatte Putin von zwei Optionen gesprochen, die beide "eine Erniedrigung für das Land" seien: "Entweder Russland zu zwingen, unter neutraler Flagge anzutreten, oder es überhaupt nicht zu den Olympischen Spielen zuzulassen." Am Tag nach der Entscheidung hatte Putins Sprecher Dmitri Peskow dagegen angekündigt, Moskau werde mit kühlem Kopf auf Russlands Ausschluss von den Spielen reagieren. Es "wäre falsch, hier den Emotionen nachzugeben", sagte er.

IOC-Präsident Bach begrüßt russische Entscheidung

IOC-Präsident Thomas Bach hat den Verzicht Russlands auf einen Boykott der Winterspiele begrüßt. Zum Abschluss zweitägiger Beratungen der IOC-Spitze in Lausanne sagte Bach, er hoffe nun, dass eine neue Generation sauberer russischer Sportler bei den Spielen in Pyeongchang antreten werde.


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