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Klapprad-WM in Pfronten Ohne Gangschaltung auf den Breitenberg

Zum zehnten Mal kämpfen im Allgäu Freizeitsportler um den Klapprad-WM-Titel. Zugelassen sind bei dem Gaudi-Rennen nur Original-Räder aus den 70er-Jahren.

Stand: 04.07.2018

Mit maximal zwei Gängen und mit einer Verkleidung fahren die Radler zwölf Kilometer und 640 Höhenmeter einen kurvigen Kiesweg hinauf auf den Breitenberg. Die Veranstalter haben sich den Wettbewerb einfallen lassen, um die Stimmung beim Pfrontener Mountainbike Marathon aufzulockern. Das ist gelungen: Auch mit dieser Sportart kann man sich fit halten, nur eben mit besonders viel Spaß.

Beim Massenstart klingeln die WM-Teilnehmer so laut sie können und das Thema für die Verkleidungen war diesmal Superhelden. Ein Klappradler hat sich als Superheld Hulk von oben bis unten mit grüner Theaterschminke eingecremt.

Nichts für schwache Oberschenkel

Trotz all des dazugehörigen Blödsinns ist der Sport nichts für schwache Oberschenkel. Auch im Vergleich zu Rennrädern oder Mountainbikes sind Klappräder nicht zu unterschätzen, findet Saskia Abstreiter aus Neukirchen. Vor allem, dass Klappräder keine Gangschaltungen haben, bringt einen bergauf ins Schwitzen. Teilweise sind die Anstiege am Breitenberg so steil, dass die Klappradler absteigen und schieben müssen. Da kommen dann taktische Überlegungen des Klapprad-Sports ins Spiel: Jeder hat seine eigene Strategie, wann er schiebt und wann er in die Pedale tritt.

Ein interessanter Sport mit wenig Aufwand - das hat Johannes Zacherl aus Pfronten vor zehn Jahren auf die Idee für eine Klapprad-WM gebracht. Als Siegerprämie gibt es Freibier an der Bergstation der Breitenbergbahn. Dort können die Athleten als Belohnung für ihre Mühen die Aussicht genießen.


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