Sport - Leichtathletik


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Talentschmiede Regensburg Starke Läufer für die EM in Berlin

Bei der EM in Berlin werden bis zu acht Läufer aus der Leichtathletik-Hochburg Regensburg dabei sein. Möglich macht das ein guter Teamgeist und das Trainerteam um Cheftrainer Kurt Ring.

Stand: 05.06.2018

Florian Orth | Bild: picture-alliance/dpa

Wenn in zwei Monaten die Leichtathletik EM in Berlin losgeht, wird auch Bayern gut vertreten sein. Mit Athletinnen und Athleten aus München und vor allem aus Regensburg. Die Oberpfälzer Talentschmiede ist im Laufbereich stark - allein vier Marathonläufer aus der Donaustadt werden in Berlin starten, in der Einzel- und der Mannschaftswertung.

Darüber freut sich besonders Kurt Ring, der einen Ruf als ausgesprochener Querdenker hat und gerne eingefahrene Wege verlässt: Er ist der "Macher" der Regensburger Leichtathletik. "Wir haben uns eine etwas exotische Disziplin im Marathonlauf ausgesucht. Haben vier Athleten bereits qualifiziert.“ Das beruhigt den Cheftrainer, der noch in weiteren Disziplinen "drei Athleten in der Schleife“ hat. "Wenn wir die auch noch durchbringen, lassen wir uns feiern.“

Teamgeist ist das Erfolgsgeheimnis

Wenn‘s optimal läuft, schicken die Regensburger also sieben bis acht Athletinnen und Athleten nach Berlin. Von 800 bis 10.000 Meter ist fast auf jeder Strecke ein Läufer oder eine Läuferin dabei und das mit EM-Chancen. Corinna Harrer, lange Zeit Vorzeigeläuferin und Halbfinalistin bei Olympia 2012 ist zwar seit kurzem nicht mehr aktiv, kennt aber das Erfolgsgeheimnis: "Ich denke, es ist vor allem der Teamgeist, weil jeder trainiert mit jedem. Das Geheimnis liegt in der Mannschaft.“

"Ziele und Körper müssen eins sein"

Leichtathlet Florian Orth startet seit Jahren im Regensburger Trikot und macht sich Hoffnungen, über die 5.000 Meter dabei zu sein. Der 28-Jährige glaubt, "dass es viel an den Trainern liegt." Auch bei der 20-jährigen Miriam Dattke. Sie hat die Norm über zehntausend Meter bereits erfüllt. Ein Glücksfall für uns, sagt Ring, "Das war eine völlig unbekannte Läuferin“, die er entdeckte und nach Regensburg einlud. Sie hat "mir in die Augen geschaut und gesagt, sie fühlt sich hier wohl. Das ist doch das Wichtigste.“ Denn "Ziele und Körper müssen eins sein, sonst wird es nicht funktionieren“, weiß der Coach, der für die Aus- und Weiterbildung von jungen Lauftalenten ein gutes Händchen hat.

Noch ist die Saison jung, die wichtigsten Meetings und Meisterschaften kommen erst noch, bevor es dann zur Europameisterschaft nach Berlin geht. Fest steht aber schon jetzt: Regenburg wird in der Hauptstadt präsent sein. Vor allem auf den Laufstrecken.


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