Sport - Leichtathletik


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Leichtathletik-DM Kugelstoßer Schwanitz und Störl souverän

Auf dem Weg zu den Europameisterschaften nach Berlin machen Bayerns Leichtathleten Zwischenstopp bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg. Zum Auftakt gab es Kugelstoßen in ganz besonderem Ambiente auf den Nürnberger Hauptmarkt.

Stand: 20.07.2018

Deutsche Meisterschaft, Kugelstoßen: David Storl in Aktion auf dem Hauptmarkt in der Altstadt.  | Bild: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Stadion oder Markplatz - egal für David Storl. Zum achten Mal in Folge holte sich der Leipziger den Meistertitel bei den Männern. Dabei setzte sich Storl mit 21,26 m klar vor Patrick Müller (Neubrandenburg/19,49) und Tobias Dahm (Sindelfingen/19,38) durch. Bester bayerische Starter war Christian Zimmermann (Kirchheimer SC) auf Rang sieben.

Schwanitz knackt die 20 Meter

Bei den Frauen katapultierte sich Christina Schwanitz endgültig in die Favoritenrolle für die Heim-EM in Berlin. Mit 20,06 m stieß die jetzt sechsfache Deutsche Meisterin zum ersten Mal seit ihrer Babypause über 20 Meter. "Das war ein wunderschöner Wettkampf, das ist ein besonderer Sieg", sagte die Kugelstoß-Europameisterin mit feuchten Augen.

Alle weiteren Disziplinen finden am Samstag von 10.00 bis 19.45 Uhr sowie am Sonntag von 12.30 bis 19.20 Uhr im Max-Morlock-Stadion statt. Ein echtes Heimspiel wird’s für Martin Grau. Der 26-jahrige Hindernisläufer aus Höchstadt freut sich besonders auf Nürnberg, auch weil er dort vor drei Jahren erstmals deutscher Meister wurde. Diesen Erfolg würde er gerne wiederholen.

Dritter Meistertitel in Folge für Hering?

Die 800 Meter gehören zu den Highlights aus bayerischer Sicht.

Auch 800-Meter-Läuferin Christina Hering aus München hat nur beste Erinnerungen an die Frankenmetropole: "Hier stammt ja meine Bestzeit her, dadurch ist die Motivation noch viel größer", sagt die 23-Jährige. Für sie geht es um den dritten Meistertitel hintereinander. Und den kann sie ohne großen Druck angehen. Für die Europameisterschaften in Berlin ist sie nämlich schon nominiert.

Trefz mag das "Heimspiel"

Auch der in Starnberg geborene Johannes Trefz ist bereits für die europäischen Titelkämpfe nominiert. In Nürnberg will er seinen 400-Meter-Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen. "Deutscher Meister zu werden, ist überall schön. Aber hier ist es doch ein Heimspiel", so der 26-Jährige. Zudem habe er "noch eine Rechnung mit Nürnberg offen". Vor drei Jahren ist er dort knapp Vierter geworden.

Potye will das EM-Ticket

Hochspringer Tobias Potye aus München gehört zu den mindestens fünf Aktiven aus dem Freistaat, die sich bei den Deutschen Meisterschaften noch das Ticket für die EM holen können. Dort will er ins Finale. Und dafür muss er "noch ein bisschen was drauflegen", urteilt der 23-Jährige selbst. Spannung bei den Titelkämpfen in Nürnberg ist also durchaus garantiert.


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