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Erster Rücktritt nach WM Müller-Wohlfahrt hört als DFB-Arzt auf

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt beendet nach über 20 Jahren seine Tätigkeit als Arzt der Fußball-Nationalmannschaft. Die Weltmeisterschaft in Russland war sein letztes Turnier, der 75-Jährige bleibt aber Bayern-Doc.

Stand: 20.07.2018

Joachim Löw (l), Fußball-Bundestrainer, und Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Mannschaftsarzt, gehen während des Viertelfinalspiel gegen Italien, bei der der EM 2016, über den Platz. | Bild: dpa-Bildfunk/Christian Charisius

"Mull" ist der erste jahrelange Mitarbeiter aus dem Stab von Bundestrainer Joachim Löw, der nach dem historischen Vorrunden-K.o. seine Tätigkeit beendet. "Ich habe mich entschlossen, als Arzt der deutschen Nationalmannschaft zurückzutreten. Darüber habe ich Oliver Bierhoff und Jogi Löw heute informiert", sagte Müller-Wohlfahrt der Deutschen Presse-Agentur. "Ich hatte 23 fantastische Jahre im Kreise des DFB mit großartigen Erfolgen und eindrucksvollen Erlebnissen. Es haben sich in dieser Zeit wunderbare Freundschaften entwickelt, die Atmosphäre war immer geprägt durch großes Vertrauen. Ich werde der Nationalmannschaft und dem DFB auch in Zukunft immer eng verbunden bleiben und wünsche allen viel Erfolg beim Neuanfang. Wenn mein Rat gewünscht wird, stehe ich natürlich jederzeit gerne zur Verfügung."

Eine Institution hört auf

Größter Erfolg in der Zusammenarbeit mit Bundestrainer Löw und Teammanager Bierhoff war der Gewinn des Weltmeistertitels 2014 in Brasilien. Bei seinem ersten Turnier als DFB-Arzt war Müller-Wohlfahrt 1996 zudem am EM-Titelgewinn in England unter dem damaligen Bundestrainer Berti Vogts beteiligt. "Ich fand es sehr bedauerlich, als Mull mir persönlich mitgeteilt hat, dass er nicht mehr für die Nationalmannschaft zur Verfügung stehen werde. Er ist eine absolute Institution im medizinischen Bereich, an seinem Wort, an seiner Einschätzung hatte ich als Trainer niemals Zweifel", sagte Bundestrainer Joachim Löw in einer DFB-Mitteilung.

Seine Tätigkeit beim FC Bayern wird Müller-Wohlfahrt fortsetzen. Beim deutschen Rekordmeister, für den er mit kurzen Unterbrechungen seit etwas mehr als 40 Jahren tätig ist, fungiert der Orthopäde auch in der kommenden Saison als Leiter des Ärzteteams.


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