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Frust nach WM-Aus Sandro Wagner erklärt Nationalmannschafts-Rücktritt

Debüt mit 29, Rücktritt mit 30: FC-Bayern-Stürmer Sandro Wagner hat seinen Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. Der Frust sitzt tief beim Münchner nach der Nicht-Berücksichtigung für die WM.

Stand: 17.05.2018

"Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse", wird Wagner in einem Zeitungsinterview zitiert. Der 30-Jährige, schon immer ein Mann klarer Worte, schießt deutliche Giftpfeile Richtung Bundestrainer Joachim Löw und seinen Betreuerstab. Der Stürmer war, für viele überraschend, am Dienstag (15.05.18) nicht in das 27-köpfige vorläufige Aufgebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die WM 2018 in Russland (14. Juni bis 15. Juli) berufen worden.

Statt Wagner wurden die Stürmer Timo Werner (Leipzig), Mario Gomez (Stuttgart) und Nils Petersen (Freiburg) nominiert. Bundestrainer Joachim Löw begründete die durchaus überraschenden nicht-Nominierungen - neben Wagner fehlt auch der 2014er-Finaltorschütrze Mario Götze - sachlich: "Ich hoffe, dass er wiederkommt. Es tut mir für ihn persönlich leid. Das Gleiche gilt für Sandro Wagner. Da haben Kleinigkeiten entschieden."

Wagner: "Bin enttäuscht"

"Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin. Die WM wäre eine tolle Sache gewesen", so Wagner im Interview weiter. Er fügte aber auch an: "Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht, aber wie ich schon oft gesagt habe, gibt es weitaus wichtigere Dinge im Leben außer Fußball." Wagner hatte erst im vergangenen Juni in einem Testspiel gegen Dänemark in der Nationalmannschaft debütiert und war Teil des siegreichen Confed-Cup-Teams im vergangenen Sommer. In acht Länderspielen traf Wagner fünf Mal.

In der Winterpause war Wagner von Hoffenheim zu seinem Jugendklub FC Bayern zurückgewechselt, unter anderem auch, um seine Chancen auf die WM-Teilnahme zu erhöhen. In der zurückliegenden Bundesliga-Saison schoss er 12 Tore. Petersen, der zur WM darf, war mit 15 Toren bester deutscher Stürmer der abgelaufenen Spielzeit. Der Olympia-Zweite von Rio 2016 hat bislang kein Länderspiel für die Nationalmannschaft bestritten. Der Nationalmannschaft wünschte Wagner dennoch alles Gute: "Meinen Jungs wünsche ich nur das Beste in Russland und hoffe, dass sie als Weltmeister zurückkommen."


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Wanda, Donnerstag, 17.Mai, 17:27 Uhr

11. lächerlich

Oh, ein Profi als Sensibelchen... Was meint der wohl wie´s im übrigen Berufsleben zugeht ? Deshalb in die Schmollecke ?
Wetten, dass er bei der nächsten Berücksichtigung umfällt ?

Klaus Schindler, Donnerstag, 17.Mai, 16:58 Uhr

10. Sandro Wagner

Ein Profi, der von sich selbst sagt " ich bin der beste Stürmer Deutschlands ", der bei Bayern nur 2.Wahl ist und sagt die Bundesligaspieler verdienen zu wenig " 13 Mio. und mehr ist ok." . hat sich selbst disqualifiziert. Wer in Zeiten von steigender Alters-und Kinderarmut so unsozial und arrogant auftritt, sollte nicht für die Nationalmannschaft spielen . Er ist auch deshalb verärgert, weil er jetzt nicht an den grossen Prämie des DFB für die WM partipiziert . Geld scheint die Maxime für ihn zu sein !

Roland Beer, Donnerstag, 17.Mai, 15:29 Uhr

9. Rücktritt Sandro Wagner

Vor mir aus hätte Joachim Löw Sandro Wagner ruhig mit ins Aufgebot nehmen können. Und Emre Can dazu. Dafür die rote Karte für Özil und Gündogan.

  • Antwort von Wanda, Donnerstag, 17.Mai, 17:33 Uhr

    Der 2. Satz kann unterstrichen werden: rückratlose Anschleimer und arm im Geiste aber keine Nationalspieler.
    Warum spielt eigentlich Gündogan nicht für seinen verehrten Präsidenten Erdowahn ? Das müsste doch sein Wunschtraum sein...

Gruß aus Peking, Donnerstag, 17.Mai, 12:53 Uhr

8. Sack Reis

Na und?

Interessiert das jemanden?

Leon , Donnerstag, 17.Mai, 12:48 Uhr

7. Ja, der Jogi

Vielleicht ist es bei ihm so wie Roman Weidenfelder über Löw mal sagte. "Vielleicht habe ich zuviele Haare"! Ein Schelm, der Böses dabei denkt!