Sport - Fußball


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Auszeichnung Brych und Steinhaus "Schiedsrichter des Jahres"

Der Münchner Felix Brych wurde trotz seines umstrittenen Einsatzes bei der WM vom DFB zum "Schiedsrichter des Jahres" ernannt. Bei den Frauen wurde Bibiana Steinhaus ausgezeichnet. Übergeben wird der Preis in Grassau am Chiemsee.

Stand: 20.07.2018

Schiedsrichter Felix Brych aus Deutschland gestikuliert auf dem Platz. | Bild: dpa-Bildfunk/Pedro Fiuza

Die Weltmeisterschaft in Russland war für den 42-jährigen Referee noch höchst unerfreulich verlaufen. Er durfte nur eine Partie leiten - und diese geriet dazu noch arg in die Schlagzeilen. Brych war mit seinen Assistenten Stefan Lupp (Zossen) und Mark Borsch (Mönchengladbach) nur im Vorrundenspiel zwischen der Schweiz und Serbien zum Einsatz gekommen. Weil er den Serben einen Elfmeter verweigerte, wurde der Münchner nach dem Spiel vom serbischen Coach Mladen Krstajic übel beleidigt. In den Entscheidungsspielen wurde er dann nicht mehr berücksichtigt.

Hervorragende Gesamtleistung auch ohne WM-Krönung

Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist Brychs Leistung über die komplette Spielzeit gesehen trotzdem auszeichnenswert. "Schade, dass er dort seine sonst so überaus erfolgreiche Saison nicht krönen konnte. Nichtsdestotrotz gebührt ihm große Anerkennung für das Geleistete und Erreichte in der Saison 2017/2018", betonte Lutz Michael Fröhlich, Vorsitzender der Schiedsrichterkommission Elite.

"Hochverdiente Auszeichnung" für Bundesliga-Aufsteigerin Steinhaus

Hat sich in ihrem ersten Bundesligajahr bravourös geschlagen: Bibiana Steinhaus

Die 39-Jährige Steinhaus aus Langenhagen war zur vergangenen Saison als erste Unparteiische in die Bundesliga aufgestiegen. "Hochverdient ist einmal mehr die Auszeichnung für Bibiana Steinhaus, die sich in ihrer ersten Bundesligasaison bravourös geschlagen hat", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann.

Preisübergabe am Chiemsee

Brych und Steinhaus werden am Samstag in Grassau am Chiemsee im Rahmen der Abschluss-Veranstaltung des Schiedsrichter-Trainingslagers ausgezeichnet. Der Münchner reist für die Ehrung extra an, er hatte wegen seines WM-Einsatzes eigentlich Sonderurlaub bekommen.


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