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Fußball-WM Löw bleibt Optimist - Störfeuer von Effenberg

Mit einem öffentlichen Training hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Watutinki die finale Vorbereitung auf den WM-Start aufgenommen. Bundestrainer Joachim Löw blickt optimistisch auf das Turnier.

Stand: 13.06.2018

Joachim Löw | Bild: picture-alliance/dpa

"Wir sind gut vorbereitet. Ich weiß, die Mannschaft wird sich nochmal steigern", sagte Löw mit Blick auf die erste Partie am Sonntag gegen Mexiko. Den Gegner erwartet er stark: "Mexiko verteidigt und spielt sehr aggressiv nach vorne. Dieser Gegner wird uns alles abverlangen, aber ich bin guter Dinge."

Auf eine Startelf will sich Löw frühestens am Samstag festlegen. "Wir haben intern einen Konkurrenzkampf, und der ist auch so gewollt", so der Bundestrainer, der in dieser Woche vor allem im taktischen Bereich mit seinen Spielern arbeiten will. Derzeit sind alle Mann an Bord.

Özil beim ersten Training dabei

Jérôme Boateng und Mesut Özil beim ersten Training.

Jérôme Boateng habe voll trainiert. Löw glaubt, seine Pause werde man ihm im Turnier nicht mehr anmerken. Im ersten Training konnte auch Özil, Mittelfeldspieler vom FC Arsenal, mit dabei sein, nachdem er beim 2:1-Testspielsieg gegen Saudi-Arabien wegen einer Knieprellung noch geschont worden war. Rund 500 Zuschauer bejubelten den Weltmeister beim ersten Training im Moskauer Vorort. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw stellte sich nach einem Aufwärmprogramm im Fitnesszelt den Gastgebern auf dem Rasen vor.

Effenberg: DFB hätte Özil und Gündogan rauswerfen müssen

Kritik am DFB: Stefan Effenberg

Ein weiteres Störfeuer kam derweil vom früheren Nationalspieler Stefan Effenberg: In der Debatte um Mesut Özil und Ilkay Gündogan vermisst der eine klare Linie des Deutschen Fußball-Bundes. "Wenn man auf gewisse Werte setzt, so wie das der DFB immer wieder vermittelt, dann kann die Entscheidung eigentlich nur so ausfallen, dass man die beiden Spieler rauswirft", sagte der 49-Jährige. Die beiden Nationalspieler Özil und Gündogan waren wegen gemeinsamer Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf in die Kritik geraten. Effenberg selbst durfte jahrelang nicht mehr für die Nationalelf spielen, nachdem er Fans bei der WM 1994 den Mittelfinger gezeigt hatte.

Löw ging in der ersten Pressekonferenz in Watutinki nicht näher darauf ein. Für ihn als Trainer sei "zu diesem Thema alles gesagt in der Öffentlichkeit", betonte er. Er habe vielfach über diese Dinge mit den türkischstämmigen Fußballprofis gesprochen. "Ich hoffe, dass beide im Kopf den Schalter umlegen und sich jetzt auf das konzentrieren können, was für uns wichtig ist", sagte der 58-Jährige.


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