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Trainerwechsel in Hamburg Hollerbach muss beim HSV gehen

Nachdem HSV-Coach Bernd Hollerbach auch in seinem siebten Spiel erfolglos blieb, muss er jetzt seinen Posten räumen. U21-Coach Christian Titz übernimmt beim Bundesliga-Dino, der dem Abstieg in die zweite Liga entgegen steuert.

Stand: 12.03.2018

Bundesliga, 25. Spieltag: Hamburger SV - FSV Mainz im Volksparkstadion. Hamburgs Trainer Bernd Hollerbach geht über den Platz. Der HSV spielt am 10.03.2018 auswärts bei Bayern München.  | Bild: dpa-Bildfunk/Carmen Jaspersen

Die Rettungs-Mission von Bernd Hollerbach ist gescheitert. Der Unterfranke hatte den Chefposten in Hamburg erst im Januar von Markus Gisdol übernommen, die Talfahrt des Traditionsklubs konnte er aber nicht aufhalten. Unter seiner Regie blieb der HSV in sieben Spielen ohne Sieg. Gerade Mal drei Punkte konnte der 48-Jährige auf sein Konto verbuchen. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nach der 0:6-Pleite am Samstag beim FC Bayern München acht Spieltage vor Saisonende weiter sieben Punkte. Als Nachfolger wurde der U21-Trainer Christian Titz benannt, der mit der Regionalliga-Mannschaft des HSV auf Meisterschaftskurs ist. Der 46-Jährige soll die Profi-Mannschaft auf die Partie gegen Hertha BSC am kommenden Wochenende vorbereiten und das Team bis zum Saisonende betreuen. Die Hamburger teilten die Entscheidung des Vorstands am Nachmittag offiziell mit. Zudem wird der frühere HSV-Profi und ehemalige Aufsichtsrat Thomas von Heesen künftig als sportlicher Berater des Vorstandes fungieren und sich den Spielern morgen vorstellen.

Hollerbach "haben positive Ergebnisse gefehlt"

"Wir haben die sportliche Gesamtlage nach der 0:6-Niederlage in München intensiv analysiert und diskutiert“, sagt Vorstand Frank Wettstein, der dabei die Expertisen des Direktors Sport Bernhard Peters und des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Hoffmann einbezog: "Am Ende sind wir zur Überzeugung gelangt, dass wir im Hinblick auf unsere Chancen im Kampf um den Klassenerhalt handeln mussten.“ Wettstein dankte Hollerbach für dessen Arbeit: "Er hat nie gejammert und sich tadellos verhalten. Unter dem Strich war aber keine wesentliche Verbesserung erkennbar, zudem haben ihm positive Ergebnisse gefehlt.“

Hollerbach war schon vorbereitet

Nach dem desaströsen Auftritt in München hatte der 48-Jährige schon befürchtet, dass der neue HSV-Präsident Bernd Hoffmann auch bei ihm den Daumen senken könnte: "Es sind die Verantwortlichen, die diese Entscheidung treffen müssen. Ich muss ja meine Arbeit machen. Ich denke schon, dass die Herren auf mich zukommen werden. Die Herren werden irgendwann mit mir reden, ist doch klar", hatte Hollerbach da noch erklärt.

Bereits am Donnerstag hatte sich der Verein von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt getrennt.


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