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Heynckes-Nachfolge Hat Jupp fertig? Das Trainer-Roulette beim FC Bayern

Die Heynckes-Nachfolge beim FC Bayern München sollte eigentlich längst geklärt sein. Doch noch immer wachsen fast täglich wilde Spekulationen ins Kraut. Aber wer ist eigentlich wirklich noch im Rennen um das Traineramt?

Stand: 08.03.2018

Trainer-Roulette mit Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel, Niko Kovac und Ralph Hasenhüttl | Bild: picture-alliance/dpa

Der Wunschkandidat der Münchner - er wird es wohl nicht werden. Denn der heißt Jupp Heynckes. Auch wenn er am Freitag betonte: "Ich habe bislang noch nie definitiv gesagt, dass ich am 30. Juni aufhören werde." Da hilft alles Baggern von Präsident Uli Hoeneß nichts. Ein neuer Mann also wohl muss her. Und ganz allmählich wäre Klarheit nicht schlecht, denn die Vorbereitungen für die neue Spielzeit laufen. Verträge müssen verlängert oder beendet (Arjen Robben, Franck Ribéry), Neuverpflichtungen avisiert werden. Es wäre nicht verkehrt, wenn diese auch zum System des neuen Trainers passen würden.

Trainer-Quartett: Wer ist der Richtige?

Aber wer ist der Richtige? Viele Namen wurden bereits gehandelt, zuletzt sogar der Freiburger Christian Streich. Sicher scheint: Vieles deutet auf einen deutschsprachigen Fußballlehrer hin. Die Kandidaten heißen Julian Nagelsmann, Ralph Hasenhüttl, Niko Kovac und Thomas Tuchel - der Ex-Trainer von Borussia Dortmund ist allerdings der einzige, den der FC Bayern nicht aus einem bestehenden Vertrag herauskaufen müsste.

Deutschsprachig ist wichtiges Kriterium

"Es wurde hier früher meist über internationale Trainer gesprochen, die schon die Champions League gewonnen hatten oder zumindest mit Klubs wie Barça Meister wurden. Nun dreht sich die Diskussion um die deutschen Trainer, und das finde ich gut", sagte Jupp Heynckes in einem Zeitungsinterview. "Der Klub weiß, was er will. Er hat die Erfahrung gemacht, dass die deutsche Sprache für ausländische Trainer nur sehr schwer zu erlernen ist. Die Identität wird durch einen deutschsprachigen Trainer auch besser gewahrt."

Heynckes lobt Tuchel: "Sehr guter Trainer"

Thomas Tuchel und der FC Bayern - passt das?

Ja, wenn Heynckes das sagt! Mit großer Begeisterung äußerte sich der 72-Jährige in dieser Woche über Tuchel. "Ich schätze Thomas Tuchel, er hat den Weg in Mainz von den Jugendmannschaften nach oben kontinuierlich zurückgelegt. Das ist die Erfolgsleiter, die man gehen muss: Man lernt die richtige Ansprache, den Umgang mit Menschen." Und weiter: "Borussia Dortmund hat dann unter Tuchel einen sehr tollen Fußball gespielt, mit gutem System. Alle modernen Elemente, die zum heutigen Fußball gehören, waren vorhanden. Es hat mir Spaß gemacht, seinem BVB zuzusehen."

Heynckes schätzt Tuchel und hält ihn für einen sehr guten Trainer. Allerdings gibt es Vorbehalte innerhalb der Mannschaft gegen den Ballbesitz-Befürworter und Gesundheitsapostel. Gerade den früheren Dortmunder Spielern wie Mats Hummels wird nachgesagt, bei einer Tuchel-Verpflichtung nicht gerade Freudensprünge zu machen. Also doch einer der anderen Kandidaten?

Hasenhüttl nimmt sich selbst aus dem Spiel

Hasenhüttl von RB Leipzig hat zwar noch familiäre Bande nach München - seine Familie wohnt noch immer in Unterhaching. Der frühere Stürmer des FC Bayern II hält sich aber selbst noch nicht für reif genug, um einen europäischen Topklub zu trainieren. Aus Frankfurt ist zu vernehmen, dass Niko Kovac mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nach München wechselt, wo er früher an der Seite von Sportdirektor Hasan Salihamidzic spielte. Julian Nagelsmann schließlich baut zwar gerade ein Haus in München, gilt derzeit aber eher in Dortmund als Trainerkandidat.

Auch Heynckes sieht das Trio (noch) nicht auf einer Stufe mit Tuchel. Wer bliebe also noch? Immer mal wieder fällt auch der Name von Bundestrainer Joachim Löw. Doch ob der nach der Fußball-Weltmeisterschaft sofort ins Hamsterrad Bundesliga/Champions League wechseln will, muss bezweifelt werden.

Abstimmung

Sollte Heynckes aufhören: Wer wäre für Sie der beste Trainer für den FC Bayern?

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Deppert, Sonntag, 11.März, 12:18 Uhr

18. kein Nachfolger von Jupp Heynckes

Jupp Heynckes soll weitermachen

Benny Guerster , Samstag, 10.März, 16:37 Uhr

17. Trainer bei den Bayern

Für mich wäre Wenger (noch Arsenal) oder Löw ( wie damals beim Klinsi damals! TUCHEL hoffe ich nicht!

Rolf Mejias-Montalban, Samstag, 10.März, 15:27 Uhr

16. Frage der Woche Nachfolge Jupp Heynckes

Ideal wäre es, wenn Jupp Heynckes noch die nächste Saison den FC Bayern trainiert. Jogi Löw hört nach der WM dieses Jahr auf und stellt während eines Sabbat-Jahres den neuen Kader gemeinsam mit Jupp Heynckes auf. Niemand wäre außer Jupp Heynckes fähiger neue Spieler aus der eigenen Jugend an den Profikader heranzuführen als Jogi Löw. Er hat es mit mehreren Neuausrichtungen in der Nationalmannschaft bewiesen.

Niclas Dopan, Samstag, 10.März, 15:22 Uhr

15. Frage der Woche

Ich hoffe eigentlich das Jupp Heynckes noch eine Saison bleibt . Doch falls er gehen sollte, wäre Thomas Tuchel die beste Option. Ralph Hasenhüttl, Niko Kovac, Lucien Favre und Julian Nagelsmann haben noch keine richtige Erfahrung in der Champions League. Klopp und Löw werden sicher nicht ihren jetzigen Job aufgeben. Tuchel ist ein sehr guter Trainer und deutscher. In Dortmund und Mainz hat er gute Leistungen gezeigt und deshalb ist er der beste Trainer für den FC Bayern

Julian, Samstag, 10.März, 14:00 Uhr

14. Kloppo jo

Klopp weiß, dass die Meisterschafts-Chancen mit Liverpool auch in Zukunft sehr gering sein werden, mit dem FCB hätte er mehr Möglichkeiten.