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Macht, Erfolg und Arroganz

Von: Bernd Eberwein, Ernst Eisenbichler, Wolfram Porr, Robert Schöffel und Susanne Schwarz

Stand: 12.08.2015 | Archiv

Rekordmeister, Rekord-Pokalsieger, siebenfacher Europapokal-Champion - der FC Bayern München ist die unangefochtene "Nummer eins" im deutschen Fußball und vermarktet sich inzwischen als Weltverein. Zumindest hierzulande gilt: Entweder man liebt diesen Klub oder man hasst ihn.

Der FC Bayern bei der Vereinsgründung im Jahr 1900 | Bild: FC Bayern München zum Artikel Ein Verein entsteht 32 Jahre bis zum ersten Meistertitel

Die ersten FC Bayern-Fußballer trugen ausgefallene Strohhüte - kein Wunder: Der Verein wurde inmitten der Schwabinger Bohème gegründet. Auch in sportlicher Hinsicht wurde er ein besonderer Klub und bald eine der Topadressen in Süddeutschland. 1932 reichte es dann erstmals zum Meistertitel. [mehr]

Derby-Spielszene FC Bayern München-TSV 1860 München im Februar 1939 | Bild: FC Bayern München zum Artikel Die Bayern in der NS-Zeit Schwere Zeiten für den "Judenklub"

Ein Fußballverein mit jüdischem Präsidenten deutscher Meister? Für die neuen Machthaber untragbar. Als sie im Januar 1933 ans Ruder kamen, versuchten sie sofort, den deutschen Fußball zu "nazifizieren". Doch beim FC Bayern München wollte das zunächst gar nicht gelingen. Den Roten wurde das nicht verziehen - und sportlich ging es bergab. [mehr]

Derby-Spielszene FC Bayern München-Wacker München 1947 | Bild: FC Bayern München zum Artikel Die Bayern nach dem Krieg Maue Jahre bis zum ersten Pokaltriumph

Nach dem Krieg kehrte zwar der jüdische Ex-Präsident Kurt Landauer zurück, doch auch mit ihm konnten die Bayern nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Die Roten fristeten ihr Liga-Dasein als graue Maus, sogar bis hinab in die Zweitklassigkeit. Erst mit dem DFB-Pokalsieg 1957 gaben sie wieder ein Lebenszeichen von sich. [mehr]

Franz Beckenbauer 1969 mit der deutschen Meisterschale | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Langsam nach oben Liga-Stotterstart und erste große Titel

Bayern-Hasser lästern gerne über die "Bayernliga", zu der die Bundesliga verkommen sei. Wen wundert's: Die Roten sind Titelsammler Nummer eins. Dabei war das Fußball-Oberhaus 1963 ganz ohne den FC Bayern gestartet. Der Deutsche Meister von 1932 wurde einfach ausgesperrt. [mehr]

Der FC Bayern München 1974 mit dem Europapokal der Landesmeister | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio mit Informationen Rekordsammler FC Bayern Die "Goldenen Jahre"

Die "Goldenen Jahre" ließen den FC Bayern endgültig zu Weltruhm gelangen. Drei Mal in Folge wurde die Meisterschaft gefeiert, drei Mal nacheinander holte man auch den Europapokal der Landesmeister nach München. Ein weiterer Rekord: Zwischen 1970 und 1974 blieben die Bayern in 73 Heimspielen in Folge ungeschlagen. [mehr]

Uli Hoeneß und Robert Schwan 1979 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Personalrochaden Aufbruch in neue Zeiten

Nach den drei Europapokal-Triumphen folgten Jahre der Veränderungen. Aber auch Jahre ohne Titel. 1977 verabschiedete sich Franz Beckenbauer, nur ein Jahr später folgte ihm Gerd Müller. Auf dem Managersessel löste der junge Uli Hoeneß Robert Schwan ab. [mehr]

Pep Guardiola | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Guardiolas Glanz ohne Gloria Welttrainer für einen Weltverein

Ein Triple lässt sich schwer toppen - auch für einen Welttrainer wie Pep Guardiola. Mit dem Spanier stieg das Ansehen des FC Bayern international noch weiter, der Verein wurde zum Global Player, der ganz große Triumph blieb aber aus. [mehr]

Karikatur Uli Hoeneß | Bild: BR/Thomas Zipfel zum Artikel Uli Hoeneß Fußballer, Manager, Querdenker

Niemand hat den FC Bayern so geprägt wie Ulrich "Uli" Hoeneß. Am 5. Januar 1952 hört man ihn schwäbischen Ulm erstmals schreien. Was da so frisch auf der Welt war, sollte zu einer Ausnahmepersönlichkeit im deutschen Fußball reifen. [mehr]


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