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FC Bayern München Kovac freut sich auf Lewandowski

Niko Kovac geht seine Arbeit als Trainer des FC Bayern München mit viel Vorfreude an. Der Heynckes-Nachfolger sagte, "er wolle die Spieler in allen Bereichen besser machen". Besonders freut er sich auf Robert Lewandowski.

Von: Wolfram Porr

Stand: 02.07.2018

Robert Kovac | Bild: picture-alliance/dpa

Gut gelaunt und optimistisch präsentierte sich Kovac am Vormittag erstmals der Presse als Bayern-Coach. "Ich will mit meinem Trainerteam versuchen, jeden einzelnen Spieler besser zu machen. Wenn wir es schaffen, dann sehe ich schon die Möglichkeit, dass wir den einen oder anderen Pokal mitnehmen können." Konkretere Ziele nannte er nicht. Der 46-Jährige sagte aber auch, er kenne die Erwartungshaltung beim FC Bayern München.

Kandidaten Martial und Rebic?

Und die heißt: Die Meisterschaft ist Pflicht, auch wenn das Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht aussprechen wollte. Der betonte stattdessen die Stärke des aktuellen Kaders, der sich bis zum Saisonstart im August aber noch verändern könnte. So wird der FC Bayern mit Anthony Martial von Manchester United in Verbindung gebracht. Und auch auf die Frage, ob der Frankfurter Ante Rebic ein Kandidat sei, antworteten Kovac und Salihamidzic ausweichend. Wertschätzung für Lewandowski

"Bayern hat sehr starken Kader. Das sind alles Klasse-Spieler. Ich möchte schon zusehen, dass wir diese Spieler hierbehalten können", sagte Kovac, der den Nationalspielern vier Wochen Urlaub gegeben hat. Gespräche habe er bisher mit Manuel Neuer und Robert Lewandowski geführt: "Ich habe Lewa meinen Standpunkt mitgeteilt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm. Ich finde ihn klasse, er ist ein Weltklassestürmer." Kovac betonte, der FC Bayern rücke nicht davon ab, dass der Pole auch in der kommenden Saison in München spielen werde. "Das habe ich ihm auch nochmal gesagt und ihm meine Wertschätzung gegeben", so Kovac.

Glücklich mit Kevin-Prince und Jérôme

Auch über Jérôme Boateng im Kader würde sich Kovac freuen. Zuletzt hatte der Verteidiger Abwanderungsgedanken geäußert. Konkrete Angebote liegen für ihn derzeit aber wohl nicht vor: "Beide Boatengs sind tolle Typen, tolle Fußballer. So glücklich ich in Frankfurt mit Kevin-Prince war, so glücklich bin ich hier mit Jérôme." Das Gespräch suchen will Kovac auch mit Franck Ribéry und Arjen Robben. "Dabei geht es darum, wie wichtig sie sind. Beide sind Führungsfiguren, die die Jungen mitnehmen." Angst davor, dass das Duo seine Autorität untergraben könnte, hat Kovac nicht: "Ich sehe das Positive."

Kovac gab bei der ersten Pressekonferenz auch bekannt, dass neben seinem Bruder Robert auch Peter Hermann weiterhin als Co-Trainer arbeiten wird. Aus privaten Gründen steige der aber erst am 1. September wieder ein. Für die Nationalspieler ist Ende Juli Trainingsbeginn. Die USA-Reise sollen sie nicht mitmachen, sondern stattdessen in München trainieren.


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