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Deutscher Fußball-Bund Die Regionalliga-Reform kommt mit Übergangslösung

Der außerordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die geplante Reform der Regionalliga beschlossen. Nach zwei Übergangsspielzeiten mit komplizierteren Aufstiegsregeln soll ab 2020 die viergleisige Regionalliga kommen.

Stand: 08.12.2017

Stimmkarte DFB-Bundestag | Bild: picture-alliance/dpa

Bereits am Donnerstag (07.12.17) hatten sich die 21 Landesverbände auf einen Kompromiss für die Saisons 2018/19 und 2019/20 verständigt, dem die Delegierten auf dem DFB-Bundestag in Frankfurt/Main zustimmten. In diesen Spielzeiten werden vier statt bisher drei Mannschaften aus den Regionalligen in die 3. Liga aufsteigen - allerdings nach einem komplizierten System.

Zwei Übergangsjahre

2018/19 und 2019/20 steigt der Meister der Regionalliga Südwest direkt auf, in der Saison 2018/19 soll zudem der Meister der Regionalliga Nordost einen direkten Aufstiegsplatz bekommen. Ein dritter fester Aufstiegsplatz wird für jede Spielzeit vor der Saison zwischen den Meistern der übrigen Regionalligen Bayern, West, Nord und Nordost (nur 2019/20) per Auslosung festgelegt. Die Meister, die nicht gezogen werden, ermitteln in Playoff-Spielen den vierten Aufsteiger.

Finale Lösung ab 2020

Ab der Saison 2020/21 soll dann eine viergleisige Regionalliga installiert werden. Eine Arbeitsgruppe soll bis zum Bundestag 2019 einen Vorschlag entwickeln, wie eine viergleisige Regionalliga unterhalb der 3. Spielklasse installiert werden kann.

Hitzige Diskussion, klare Abstimmung

"Der Aufstieg zur dritten Liga war nie und ist nicht geeignet, um einen Ost-West-Konflikt zu führen", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel zur Reform der Aufstiegsregelung, die an den vergangenen beiden Tagen noch zu hitzigen Diskussionen innerhalb der Regional- und Landesverbände geführt hatte. Beschlossen wurde die Reform aber mit einem deutlichen Votum: Nur elf der 259 Delegierten stimmten gegen den Antrag, es gab 28 Enthaltungen.


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