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Saisonauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga Köln, Hamburg - und sonst nichts?

Mit drei bayerischen Klubs startet die 2. Fußball-Bundesliga am Wochenende in die neuen Saison. Die Top-Aufstiegskandidaten sind der 1. FC Köln und der Hamburger SV. Doch speziell ein bayerisches Team könnte sich zu einem Geheimfavoriten mausern.

Stand: 01.08.2018

"Die Traditionsvereine 1. FC Köln und Hamburger SV werden den Aufstieg schaffen." Glaubt man Trainer-Guru Christoph Daum, wird das Aufstiegsrennen in der neuen Saison der 2. Fußball-Bundesliga eine klare Sache. 34 Spieltage Langeweile also? So wie der frühere Bundesliga-Coach denken die meisten seiner Kollegen in Deutschlands zweithöchster Spielklasse, auch die bayerischen Trainer sehen die beiden Platzhirsche vorn.

"Ich denke, mit dem HSV und Köln haben wir in diesem Jahr zwei Vereine in der zweiten Liga, die nicht nur gefühlt Erstligist sind, sondern auch von ihren Rahmenbedingungen", sagt Fürths Trainer Damir Buric. Regensburg-Coach Achim Beierlorzer legt sich fest: "Meine Top-Favoriten sind der 1. FC Köln und der Hamburger SV." Und Ingolstadts Stefan Leitl ist sicher: "Der Druck liegt jetzt erst mal in Köln und Hamburg, die mit ihrer Qualität aus unserer Sicht die absoluten Topfavoriten in der 2. Liga sind."

Ingolstadt drei Mal als Aufstiegskandidat genannt

Leitl sagt aber auch weiter: "Dahinter wird es fünf bis sechs Teams geben, die sich um den dritten Platz streiten werden." Und eines davon könnte sein eigenes sein. Denn auch der FC Ingolstadt wird in der Kandidatenliste der Aufsteiger immerhin drei Mal genannt. Einmal von Duisburgs Ilja Grujew, in einer Reihe mit den weiteren Mitfavoriten Union Berlin und VfL Bochum, auch Regensburgs Beierlorzer traut dem bayerischen Rivaleneiniges zu. Jeff Saibene von Arminia Bielefeld sagt sogar: "Ich sehe den 1.FC Köln, den Hamburger SV und den FC Ingolstadt ganz vorne, weil sie jeweils einen sehr gut besetzten Kader und die besten finanziellen Möglichkeiten haben."

Die "Schanzer" selbst schieben solche Saisonprognosen lieber beiseite. In der vergangenen Winterpause wurde der Aufstieg als Ziel ausgegeben, dann folgte ein beispielloser Absturz in der Rückrunde. Diesmal sagt Stefan Leit neutral und vorsichtig: "Das Ziel des FC Ingolstadt muss immer sein, zu den Top 25 in Deutschland zu gehören." Das hieße am Ende mindestens Platz sieben in der zweiten Liga.

Die 2. Liga - jede Woche Pokalspiele

Und vielleicht wird's ja am Ende doch ein bisschen mehr. Klar, dass alle Zweitligatrainer angesichts der Konkurrenten Köln und Hamburg gerne tiefstapeln, zumal die beiden Traditonsklubs, die gemeinsam 102 Bundesliga-Jahre vorweisen können, auch finanziell in einer ganz anderen Liga spielen. Doch Hamburgs Trainer Christian Titz bringt es auf den Punkt, wieso der vermeintlich so sichere Wiederaufstieg bei weitem kein Selbstläufer wird: "Jedes unserer Spiele in der 2. Liga wird einen Pokalcharakter haben, weil jeder den Verein schlagen will, der so lange in der Bundesliga gewesen ist", sagt er vor dem Saisonauftakt am Freitag (20.30 Uhr, Hamburg gegen Kiel).

Und gerade daraus zieht die zweite Liga in der neuen Saison ihren Reiz. Zwei Teams sind die Gejagten, aber Woche für Woche will einer der 16 Verfolger für eine Überraschung sorgen. Der Klassiker des Underdogs gegen den Überflieger, ein Hauch von erster Runde DFB-Pokal - und das 34 Spieltage lang. Langeweile geht anders.


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