Sport - Fitness


1

Tennis-Verletzungen verhindern Korrekte Technik und Krafttraining helfen

Schmerzen im Ellbogen kennt fast jeder Tennisspieler. Verursacht werden sie oft durch überlastete Sehnenansätze. Gegen solche Überlastungen und daraus resultierende Verschleißerscheinungen lässt sich aber in der Regel gut etwas tun.

Stand: 11.04.2018

Symposium Würzburg | Bild: BR/Wolfram Hanke

Sportmediziner an der Uni in Würzburg haben beim Symposium "Sport Trauma Würzburg“ Maßnahmen vorgestellt, wie man solchen Tennisverletzungen wirksam begegnet. Für Dr. Kai Fehske, Oberarzt an der Würzburger Uniklinik und Mannschaftsarzt der beiden Tennis-Bundesliga-Mannschaften von Weiss-Blau Würzburg, ist Tennis eigentlich eine Sportart mit vergleichsweise geringem Verletzungsrisiko, weil es keinen direkten Körperkontakt mit Gegenspielern gibt.

Auch die Ausrüstung muss zum Spieler passen

Goran Popov, Tennis-Trainer bei Weiss-Blau Würzburg demonstriert die Zusatzübungen.

Sportschäden, die durch Fehlbelastungen hervorgerufen werden sind dagegen häufiger. Degenerative Verschleißerkrankungen wie Tennisellbogen, Schulter- und Handgelenkprobleme beobachtet Fehske im Tennis gehäuft. "Da muss man analysieren, woher die Fehlbelastungen kommen. Liegt es an der Technik, am Material oder am mangelhaften Trainingszustand oder ist mein Körper vielleicht gar nicht geeignet für diese Belastung. Wenn man die Risikofaktoren kennt, kann man gezielt daran arbeiten."

Generell gilt: Gezieltes Aufwärmen und Abwärmen ist ganz wichtig, um den eigenen Körper auf die Belastung vorzubereiten und eine gute Schlagtechnik schützt ebenfalls vor Fehlbelastungen. Dazu gehören die richtige Griffhaltung und der korrekte Treffpunkt. Entscheidend ist aber auch die Materialwahl. Bei Schlägern und Schuhen sollte man sich gut beraten lassen und je nach Tennisplatz das richtige Schuhwerk wählen. Auch die Wahl des Schlägers und der Bespannung sollte der eigenen Leistung angepasst sein.

Stabilisationstraining - vor allem für die Armmuskulatur

Parixteil beim Symposium Symposium "Sport Trauma Würzburg".

Übungen gezielt ins Training einzubauen, um zum Beispiel die Schulterbeweglichkeit zu erhalten oder die einseitige Belastung des Schlagarms auszugleichen. Mit kleinen Geräten wie Gummibändern lassen sich Dehn- und Kraftübungen ohne großen Aufwand in das Training integrieren, um Handgelenke, Schulter oder Ellbogen zu schützen. "Da geht es nicht um Muskelaufbau, sondern darum "Muskeln, die dazu da sind die Schulter und dem Arm generell zu stabilisieren, zu trainieren." Ohne großen Zeitaufwand lässt sich der Spaß am Tennis so deutlich verlängern.


1