Sport - Eishockey


1

Vor der Eishockey-WM Sturm hofft auf schnelles Ende der DEL-Playoffs

Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm hofft, dass die Eishockey-Playoffs zwischen München und Berlin nicht über die Maximaldistanz gehen. Denn die deutsche Nationalmannschaft ist schon mitten in die Vorbereitung für die im Mai beginnende WM.

Stand: 17.04.2018

17.04.2018, Berlin: Marco Sturm, Trainer der Eishockey-Nationalmannschaft, spricht bei einer Pressekonferenz. Am 21.04. spielt sein Team im Berliner Wellblechpalast gegen Frankreich. Foto: Arne Bänsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Arne Immanuel Bänsch

"Ich hoffe, dass es schnell vorbei ist, egal wer gewinnt", sagte Sturm in Berlin auf die Frage nach seinem Tipp für den Ausgang des Meisterschaftsrennens. Am Mittwochabend (18.04.2018) steht das dritte Duell zwischen dem EHC München und den Eisbärern Berlin an, in der Playoff-Serie steht es 1:1. Sturm will nach eigener Aussage für die Weltmeisterschaft in Dänemark (4. bis 20. Mai) zehn bis zwölf Spieler der beiden Finalisten mit zum Turnier nehmen.

Leon Draisaitl: Hoffnungsträger im Jetlag

Leon Draisailt in Berlin

Ohne die Spiele aus München und Berlin steigert die Nationalmannschaft die WM-Vorbereitung mit Testpartien gegen Frankreich (19. April in Wolfsburg, 21. April in Berlin). Unklar ist, ob in beiden Spielen schon der große WM-Hoffnungsträger Leon Draisaitl ("Der Jetlag ist immer noch voll da"), auflaufen wird. Nach dem Rücktritt zahlreicher Olympia-Silbermedaillengewinner soll unter anderem Draisaitl bei einem schnellen Umbruch im deutschen Team helfen. "Er ist unser absoluter Führungsspieler. Er hebt die Qualität ungemein und zieht die Mitspieler noch einmal gewaltig mit", sagte Sturm über den 22-Jährigen von den Edmonton Oilers, der in Dänemark seine dritte WM bestreiten wird.

Ohne neun Olympia-Silbergewinner

Mindestens neun Olympioniken werden bei der WM nicht mehr dabei sein, die Erwartungen der deutschen Eishockey-Fans nach dem sensationellen Olympia-Silber dürften trotzdem hoch sein. "Der Druck ist größer als normal", sagte Sturm: "Generell sollten wir sehr, sehr vorsichtig sein. Das wissen wir als Mannschaft genau." Umso mehr hofft er auf Draisaitl. "Mit ihm haben wir jetzt neuen Wind. Es ist einfach ein toller Moment, dass er hier ist", sagte Sturm über Draisaitl: "Einen Spieler wie Leon auf dem Eis zu haben, das kann einiges bewegen."

Sturm setzt auf Nordamerika-Profis

Draisaitls Bedeutung ist gewachsen, da in Kapitän Marcel Goc, Christian Ehrhoff und Patrick Reimer gleich drei langjährige Führungsspieler zurückgetreten sind. Die Rücktritte und einige verletzungsbedingte Absagen der Olympiarecken sollen bei der WM durch reichlich Nordamerika-Unterstützung aufgefangen werden. Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg (New York Islanders) kommt in der nächsten Woche für die Tests gegen Dänemark (25. April) und Südkorea (27. April) dazu. AHL-Profi Markus Eisenschmid und Frederik Tiffels aus der unterklassigen ECHL sowie College-Spieler Marc Michaelis sind bereits im Kader. In der NHL deutet sich zudem ein frühes Playoff-Aus für Verteidiger Korbinian Holzer, Stürmer Tobias Rieder und Torhüter Philipp Grubauer an. Bis zu acht Nordamerika-Profis könnten schon beim WM-Start dabei sein.


1