Sport - Basketball


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Basketball-Playoff-Finale "Psycho-Spiel" - Matchball für den FC Bayern

Psychologisch ist es die größte Herausforderung: Die Basketballer des FC Bayern München können heute (20.00 Uhr) mit einem Sieg in Berlin die Meisterschaft eintüten. Dafür müssen Körper und Kopf mitspielen.

Stand: 13.06.2018

Spielszene FC Bayern Basketball - ALBA Berlin  | Bild: picture-alliance/dpa

So kurz vor dem Double-Coup sind bei den Basketballern des FC Bayern keine Schmerzen mehr erlaubt. "Körperlich sind wir am Limit", sagt Manager Marko Pesic. Wenn der Pokalsieger im vierten Spiel der Finalserie bei ALBA Berlin auch die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen will, muss ein Sieg her, und dafür gilt es, den inneren Schweinehund zu überwinden: "Wenn du Meister werden willst, musst du aus der Komfortzone raus, musst Dinge machen, die wehtun", stellt der Münchner Geschäftsführer vor dem Showdown (20.00 Uhr) fest.

Die Playoffserie:

Spiel 1: FC Bayern München - ALBA Berlin 95:106 n.V.
Spiel 2: ALBA Berlin - FC Bayern München 69:96
Spiel 3: FC Bayern München - ALBA Berlin 72:66

Radonjic fordert Steigerung

Nur noch ein Sieg und der FC Bayern wäre zum insgesamt vierten Mal und erstmals seit 2014 deutscher Basketball-Meister. Und obwohl Spiel drei in München mit 72:66 gewonnen wurde, glaubt Trainer Dejan Radonjic, dass eine klare Steigerung nötig ist, um den Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Es sei "ein neues Spiel", sagt er in einer Klubmitteilung. "Und es sollte uns gelingen, diesmal weniger als 27 Ballverluste zu haben." Damit spielt er auf die rekordverdächtige Zahl an Ballverlusten an, die seiner Mannschaft am Sonntag passierten.

Pesic: Team ist besser als vor vier Jahren

Raus aus der Komfortzone: Geschäftsführer Marko Pesic

Trainer sind ja auch Psychologen, und als solcher ergänzt Radonjic: "Ja, wir haben den Titel vor Augen. Doch damit dürfen wir uns überhaupt nicht beschäftigen. Und wir sind in den letzten Wochen doch sehr gut damit gefahren, wirklich nur an das nächste Spiel und 40 konzentrierte Minuten zu denken.“ Die Spieler gehen - wie sollte es auch anders sein - topmotiviert ins vierte Duell mit den Berlinern, die das erste Finale in München gewonnen hatten. "Wir wollen es gleich schon in Berlin schaffen", sagt etwa Nationalspieler Danilo Barthel.

Marko Pesic glaubt, dass die aktuelle Mannschaft besser aufgestellt ist als das Meisterteam aus dem Jahr 2014. Ein Foto der Champions von 2014 hat sich Pesic in sein Büro gehängt. "Jedes Mal, wenn ich daran vorbeilaufe, frage ich mich: Wie konnten wir Meister werden mit dieser Mannschaft? Das war eine ganz tolle Leistung." Das kann das aktuelle Team wieder schaffen. Wenn die Psyche mitspielt.


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