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Basketball-Playoffs München und Bayreuth müssen siegen

Die einen waren klarer Favorit, die anderen der Außenseiter - unter Druck stehen beide: Der FC Bayern München und medi Bayreuth brauchen in ihren Viertelfinal-Playoffs in der Basketball-Bundesliga heute Abend Siege, sonst ist die Saison beendet.

Stand: 14.05.2018

Spielszene München - Frankfurt | Bild: picture-alliance/dpa

Eine gewisse Ratlosigkeit ist da beim FC Bayern München. Nach der überraschenden Heim-Niederlage am Samstag (12.05.18) gegen Außenseiter Frankfurt Skyliners führen die Hessen 2:1 in der "Best of five"-Serie und brauchen am Abend (19.00 Uhr) nur noch einen Heimsieg, um den Meisterschafts-Topfavoriten von der Isar schon im Viertelfinale aus den Playoffs zu werfen.

"Das ist nicht zu erklären", sagte Bayerns Nihad Djedovic, nachdem der Meister von 2014 zu Hause sogar eine zwischenzeitliche 19-Punkte-Führung verspielt hatte: "Die Konzentration war offensichtlich nicht da. Ich weiß nicht, was in unseren Köpfen los war. Es ging einfach nur bergab." Nicht zum ersten Mal brachen die Bayern in dieser Saison nach einer Führung plötzlich ein. Das war schon unter Ex-Trainer Sasa Djordjevic so - und auch dem neuen Mann an der Seite, Dejan Radonjic, glückte es bisher noch nicht, Stabilität in die Mannschaft zu bringen.

Ein vorzeitiges Playoff-Aus der Münchner hätte sich schon fast den Stempel "historisch" verdient. Erst zwei Mal verlor der Vorrundenerste gegen den Achten seit der Einführung der Playoffs 1986. Die bisherigen Leidtragenden waren Oldenburg (2010 gegen Braunschweig) und Berlin (2007 gegen Quakenbrück). Der Sieger der Viertelfinalbegegnung München-Frankfurt bekommt es im Halbfinale mit Serienmeister Brose Bamberg zu tun.

Bayreuth mit dem Rücken zur Wand

Auch das zweite Halbfinale könnte am Dienstagabend bereits feststehen. Alba Berlin, mit 2:1 Siegen in Führung, fehlt nur noch ein Sieg. Die Berliner treten allerdings auswärt in Oldenburg an (19.00 Uhr). Die schwierigste Aufgabe hat medi Bayreuth. Die Oberfanken liegen 0:2 zurück und dürfen sich keinen Patzer mehr erlauben. Aber ausgerechnet in Ludwigsburg gewinnen? Im ersten Playoff-Spiel setzte es eine deutliche 85:104-Niederlage auswärts, im Heimspiel verloren die Oberfranken "nur" 74:79, auch dank eines überragenden De'Mon Brooks mit allein 21 Zählern in der ersten Halbzeit. Eine ähnliche Galavorstellung des US-Amerikaners wird nötig sein, dass die Bayreuther doch noch das Basketball-Wunder erzwingen.


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