Religion


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Unsere Sendungen Wochenprogramm Religion und Orientierung

Sie interessieren sich für die Themen von Religion und Orientierung im BR? Hier finden Sie eine Auflistung aller Sendungen für die kommende Woche.

Von: BR Religion und Orientierung

Stand: 21.09.2022 23:33 Uhr

Illustration: Frau mit Fernglas  | Bild: © retrostar - Fotolia

Freitag, 23. September

15:05 - 15:20 Uhr / Bayern 2
Schalom - Zum jüdischen Neujahrsfest
Zum jüdischen Neujahrsfest wird das Schofar geblasen. Die klagenden und fordernden Töne des Widder-Horns machen allen klar, dass etwas Neues begonnen hat.
Parascha "Rosch ha Schanáh" von Rabbiner Joel Berger
Moderation: Michael Strassmann

Samstag, 24. September

10:30 - 11:00 Uhr / ARD-alpha
STATIONEN
Teufel komm raus!

Seit der Pandemie ist die Nachfrage nach Exorzisten in der Schweiz und Italien sprunghaft gestiegen. Verunsicherung und Ängste nehmen zu. Denn in der Welt ist der Teufel los. Das Böse hat viele Gesichter. Es zeigt sich im Ukrainekrieg, in Afghanistan, in der Klimakatastrophe. Selbst Papst Franziskus spricht seit einiger Zeit oft vom Teufel. Er sei keine diffuse Sache, sondern eine Person. Das befremdet viele, die ein so konkretes Sprechen über den Teufel lange nicht mehr gehört haben. In Deutschland läuten nicht nur im unterfränkischen Klingenberg die Alarmglocken. Mit Schrecken erinnern sich viele an den grauenvollen Tod von Anneliese Michel 1976. Zwei Priester hatten - mit Genehmigung des Würzburger Bischofs Josef Stangl - versucht, ihr "den Teufel auszutreiben". Die Studentin aus einem streng konservativen Elternhaus, die an einer psychischen Erkrankung litt, starb daraufhin mit nur 23 Jahren. STATIONEN-Moderatorin Irene Esmann macht sich auf die Spur von Teufel, Satan, Beelzebub. Wie erleben Menschen heute die "Macht des Bösen", was setzen sie ihr entgegen?

17:55 - 18:00 Uhr / Bayern 2
Zum Sonntag
Hans-Joachim Vieweger

Sonntag, 25. September

06:05 - 06:30 Uhr / BR24
20:05 - 20:30 Uhr / BR24
BR24 - Religion und Orientierung
Geplant: Vorwürfe gegen Vorstandssprecher bei der Diakonie München / Mein letzter Wunsch: Einmal ins Musical - Wünschewagen vom Arbeiter-Samariter-Bund / Affront gegen den Vatikan? Flämische Bischöfe wollen homosexuelle Paare segnen / Teufelsaustreibung - Anneliese Michel aus Klingenberg wäre heute 70 / Fehler im Umgang mit Missbrauchsbetroffenen - Bischof Bode will nicht zurücktreten

06:45 - 07:00 Uhr / Bayern 2
Positionen
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

08:05 - 08:30 Uhr / Bayern 2
09:05 - 09:30 Uhr / BR Heimat
Katholische Welt
Dasein mit der Natur - eine Utopie?
Über die Macht und Verantwortung des Menschen
Von Rita Homfeldt

Unsere moderne industrielle Wirtschaft zerstört mehr und mehr die natürliche Lebensgrundlage von Mensch und Natur. Der Aufruf des verstorbenen Mönchs und spirituellen Lehrers Thich Nhat Hanh "Erkenne, dass wir Teil der Natur sind" scheint unverstanden zu verhallen. Der Raubbau an Natur und Biodiversität verstärkt die Klimakrise und schreitet immer weiter voran. Warum begreift der Mensch die Natur oft immer noch als etwas, über das er nach Belieben verfügen kann? Was treibt ihn zu so einem Verhalten? Wie lange will er daran noch festhalten? Die Probleme der Umweltbelastung türmen sich. Plastik überall: in Landschaften und Äckern, in Meeren und Flüssen und in unserer Nahrungskette. Unter dem Motto "Cleandanube" schwamm Chemieprofessor Andreas Fath die Donau hinunter, von Sigmaringen am Rande der Schwäbischen Alb bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen noch auf sich warten, doch allein die Beobachtungen rund um diese ungewöhnliche Aktion sind alarmierend. Rita Homfeldt fragt, ob ein Dasein mit der Natur und ihren Ressourcen noch gelingen kann. Reichen politische Beschlüsse und modernste Technologie oder müssen wir endlich erkennen, dass wir umdenken und unsere Haltung zur Natur überdenken müssen?

08:30 - 09:00 Uhr / Bayern 2
09:30 - 10:00 Uhr / BR Heimat
Evangelische Perspektiven
Zerreißprobe für den ÖRK?
Eindrücke von der 11. Vollversammlung in Karlsruhe
Von Corinna Mühlstedt

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) mit Sitz in Genf wurde 1948 angesichts der Schrecken zweier Weltkriege gegründet. Sein Ziel war, die Einheit unter den Christen sowie Gerechtigkeit und Frieden in der Welt zu fördern. Heute gehören dem Rat 352 Kirchen aus 120 Ländern an, zu denen fast 600 Millionen Gläubige zählen: Anglikaner, Lutheraner, orthodoxe Christen und viele andere. Alle sieben bis acht Jahre tagt das oberste Beschluss fassende Gremium des Rats, die sogenannte Vollversammlung, mit Tausenden von Delegierten aus aller Welt auf einem anderen Kontinent. Die 11. Vollversammlung findet im September 2022 - verzögert durch die Pandemie - erstmals in Deutschland statt, in Karlsruhe: Die Suche nach Versöhnung in einer von Kriegen zerrissenen Welt steht im Zentrum der Begegnung. Insbesondere geht es um Brücken zwischen Ost und West angesichts des Angriffskriegs in der Ukraine, den einige orthodoxe Kirchenvertreter theologisch zu rechtfertigen versuchen. Spannungen zwischen den Kirchenfamilien wurden für den Rat schon bei früheren Vollver-sammlungen mehrfach zur Zerreißprobe. Doch der gemeinsame Glaube und die Verantwortung für die Welt ließen ihn immer wieder Wege aus der Krise finden. Man darf gespannt sein, ob dies auch 2022 gelingt.

10:05 - 10:30 Uhr / Bayern 1
Evangelische Morgenfeier
Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, München

10:30 - 11:00 Uhr / Bayern 1
Katholische Morgenfeier zum Caritassonntag
Kardinal Reinhard Marx, München

13:15 - 13:30 Uhr / Das Erste
Jewish Songbook - Die neue Musik jüdischer Künstler
Von Andrea Roth

Der jüdische Musiker Yuriy Gurzhy ist bekannt für die "Russendisko", die er gemeinsam mit seinem Freund Wladimir Kaminer in Berlin veranstaltet hat. Der geborene Ukrainer führt viele kulturelle Einflüsse in seiner Musik zusammen, auch traditionell jüdische Elemente wie alte jiddische Liedertexte. In seinem Buch "Richard Wagner und die Klezmerband" hat er sich auf die Suche nach einem neuen "jüdischen Sound" in Deutschland gemacht und unzählige verschiedene Antworten bekommen. Der neue "jüdische Sound": Er ist geprägt von Traditionen und Musiker*innen vieler Länder, aus Russland und der Ukraine, aus Israel und den USA. Daniel Kahn, der Rapper Ben Salomo, Masha Raykhman aus München und die Songwriterin Noam Bar: Jede und jeder versteht etwas ganz Anderes unter "jüdischer Musik" in der Pop-, Balladen- oder Rap-Kultur. Sie alle aber sehen auch den jeweils jüdischen Kern ihrer Arbeit. Ob in der Weiterentwicklung des Klezmer, der Neuinterpretation jiddischer Lieder oder in den Songtexten. So kämpft der Rapper Ben Salomo gegen Anti-Israelismus und Antisemitismus nicht nur im Deutschrap. Dass sich eine Vielfalt von Identitäten und kulturell unterschiedlichen jüdischen Wurzeln heute in der Musik wiederfindet, hat auch der Wettbewerb "Jümid - Jüdische Musik in Deutschland" bewiesen, den die Hannoveraner Villa Seligmann mit ihrem Zentrum für jüdische Musik veranstaltet hat. Der Film "Jewish Songbook" lädt zu Entdeckungen ein.

Montag, 26. September

20:05 - 21:00 Uhr / Bayern 2
Theo.Logik - Über Gott und die Welt
Passion ohne Auferstehung. Rückblick auf die Oberammergauer Passionsspiele 2022

Coronabedingt zwei Jahre verspätet fanden in diesem Sommer in Oberammergau die traditionellen Passionsspiele statt - und sie waren, folgt man den begeisterten Theaterkritiken, ein voller Erfolg. Denn "traditionell" ist zwar immer noch der Rahmen, das Gelübde, die Musik - doch schon längst nicht mehr das Spiel selbst (das auf ein Gelübde aus dem Jahr 1633 nach überstandener Pest zurückgeht). Radikalste Änderung von Spielleiter Christian Stückl dieses Mal: die Auferstehung ist gestrichen, der Auferstandene tritt am Ende nicht mehr auf die Bühne. Wie alle zehn Jahre war der oberbayerische Ort auch diesen Sommer im Ausnahmezustand, viele der 2.100 Mitwirkenden haben sich Haare und Bart wachsen lassen, sich freigenommen, geprobt, gesungen, gespielt. Zuschauer aus ganz Deutschland und aller Welt strömen nach wie vor nach Oberammergau, um sich das Schauspiel anzusehen. Und diese Frage ist bei der Inszenierung 2022 aktueller denn je: Ist das Spektakel Gottesdienst und Bekenntnis - oder Theater in pompösester Form? Theo.Logik spricht mit Spielleiter Christian Stückl, der zum vierten Mal eine wieder ganz neue Passion auf die Bühne gebracht hat. Und mit Jesus-Darsteller Frederik Mayet über eine Rolle, die symbolträchtiger nicht sein könnte. Wir blicken zurück auf die diesjährige Spielzeit, die mit dieser letzten Septemberwoche endet, und fragen nach, inwiefern die Oberammergauer Passion auch ein Abbild einer sich wandelnden Theologie und Gesellschaft ist.

Mittwoch, 28. September

19:00 - 19:30 Uhr / BR Fernsehen
STATIONEN
Angst vor Armut

Alles wird teurer: die Energiepreise explodieren, Lebensmittel wie Butter kosten bis zu 40 Prozent mehr. Die Inflation ist so hoch wie seit Anfang der 1970er Jahre nicht mehr. Was passiert im Herbst und Winter? Wird die warme Wohnung unerschwinglich? Wie schnell rutscht man in die Armut, wenn das Einkommen zum Auskommen bisher schon knapp war? Landwirte fürchten, dass die Preise für Saatgut weiter steigen und ihre ganze Existenz gefährden. Im Netz macht sich bereits ein viraler Aufstand gegen Armut breit. STATIONEN fragt, wie groß ist die Angst vor Armut, wie schnell geraten Menschen in die Schuldenfalle und welche Strategien gibt es dagegen?
Wiederholung am Samstag, 01.10.2022, 10:30 - 11:00 Uhr / ARD-alpha


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