Religion


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Unsere Sendungen Wochenprogramm Religion und Orientierung

Sie interessieren sich für die Themen von Religion und Orientierung im BR? Hier finden Sie eine Auflistung aller Sendungen für die kommende Woche.

Von: BR Religion und Orientierung

Stand: 03.07.2020

Illustration: Frau mit Fernglas  | Bild: © retrostar - Fotolia

Freitag, 3. Juli

15:05 - 15:20 Uhr / Bayern 2
Schalom. Jüdischer Glaube - jüdisches Leben
Wie die DDR Israel bekämpfte. Der US-amerikanische Historiker Jeffrey Herf sichtet seit Jahren Regierungsakten aus der DDR. Von Jens Rosbach
Chukát/Balák - Parascha von Rabbiner Joel Berger
Moderation: Michael Strassmann

Samstag, 4. Juli

10:30 – 11:00 Uhr / ARD-alpha
STATIONEN
Menschen in Uniform

Die Uniform wirkt: Sie ordnet Träger und Trägerin einem Beruf zu, einer Funktion oder sogar einem Dienstgrad. Sie macht die Menschen gleich und lässt das Individuum, seinen finanziellen und sozialen Status hinter der Funktion verschwinden. Sie sorgt für Respekt - oder aber für Ablehnung. Und sie verändert etwas in dem, der sie anzieht. Wie empfinden die Menschen in Uniform ihr Leben und Arbeiten? Was bewegt junge Christen, wenn sie sich in eine Pfadfinderkluft werfen? Irene Esmann stellt diese Fragen in STATIONEN.

17:55 - 18:00 Uhr / Bayern 2
Zum Sonntag
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Sonntag, 5. Juli

06:05 - 06:30 Uhr / B5 Aktuell
20:05 - 20:30 Uhr / B5 Aktuell
B5 am Sonntag: Religion und Orientierung
Geplante Themen: Domkapellmeister in Regensburg und Papst-Bruder - Nachruf auf Georg Ratzinger / Priesterausbildung nur noch in München? Kritik zu den Plänen der Deutschen Bischofskonferenz / Corona und Ehrenamt - Viele Helfer gehören zur Risikogruppe / Erblast Rassismus I: Postkoloniale Besichtigungstouren in München / Erblast Rassismus II: Mohren in alten bayerischen Stadtwappen sorgen für Aufregung

06:45 - 07:00 Uhr / Bayern 2
Positionen
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

08:05 - 08:30 Uhr / Bayern 2
09:05 - 09:30 Uhr / BR Heimat
Katholische Welt
Das Lied von der befreiten Seele
Der Mystiker und Poet Maulana Dschelaladdin Rumi
Von Dorette Deutsch

Es gibt wenige Dichter und Gelehrte des Mittelalters, deren Verse heute noch so häufig zitiert und gelesen werden wie die des islamischen Mystikers Dschelaladdin Rumi. Bis heute suchen Millionen von Besuchern jährlich sein Grab im zentralanatolischen Konya auf. Geboren 1207 in Balkh, im heutigen Afghanistan, floh die Familie des Vierzehnjährigen vor den Eroberungen Dschingis Khans in das sichere Seldschukenreich in Zentralanatolien. Nach Jahren als angesehener Lehrer an einer Konyaner Madrasa begegnet Rumi dem Wandermönch Shams-e Tabrizi, der ihn auf den Weg der Spiritualität führt. Nach Überzeugung des Sufismus kann man nur im Herzen eines anderen sich selbst erkennen und die Gegenwart Gottes erleben. Grundlage des mystischen Gedankens ist die Annahme, in allem Leben, in großen und kleinen Dingen, die Zeichen göttlichen Wirkens zu sehen. Als sein Gefährte Shams-e Tabrizi verschwindet, kommt Rumi nur durch das Schreiben seiner Trauer über den Verlust hinweg. So entstehen die 26 600 Doppelverse seines "Mathnawi", eines "Korans in persischer Sprache". Bis heute gehört das Werk Rumis in Zentralasien zur Volkskultur, das mehrfach kommentiert, in viele Sprachen übersetzt und vertont wurde. Auch in der westlichen Welt gibt es viele Anhänger dieser toleranten mystischen Strömung des Islam, des Sufismus. Heute gilt Rumi als einer der größten persischen Dichter. Er wird in Ost und West geschätzt.

08:30 - 09:00 Uhr / Bayern 2
09:30 - 10:00 Uhr / BR Heimat
Evangelische Perspektiven
Tiefe Freundschaft
Verbundenheit über Raum und Zeit
Von Rita Homfeldt

Am Anfang steht etwas Gemeinsames, ein geteiltes Interesse oder ein geteiltes Lebensgefühl. Im Laufe der Zeit kann daraus Freundschaft entstehen. Sie braucht Zeit, um zu wachsen. Doch der heutige Lebensstil sorgt dafür, dass man wenig Zeit hat für Wesentliches. "Wer die Freundschaft aus seinem Leben entfernt, der nimmt wohl auch die Sonne aus der Welt", schrieb der Philosoph Cicero schon in der Antike. Doch was ist, wenn die Freundschaft wie in Coronazeiten nicht mehr so gelebt werden kann wie gewohnt? Was trägt jetzt? Rita Homfeldt sucht in der Bibel und in der Philosophie nach Spuren, wie Freundschaft schwierige Zeiten überstehen kann. Dabei lässt sie sich von dem Satz leiten, den Aristoteles geprägt hat: "Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern".

10:05 - 10:30 Uhr / Bayern 1
Katholische Morgenfeier
Pfarrer Gerhard Kögel, Augsburg

10:30 - 11:00 Uhr / Bayern 1
Evangelische Morgenfeier
Pfarrerin Sabrina Hoppe, Prien

Montag, 6. Juli

21:05 - 22:00 Uhr / Bayern 2
Theo.Logik - Über Gott und die Welt
Ich erzähle, also bin ich
Von der Macht der Geschichten

Tausend und eine Geschichte und wahrscheinlich noch viele mehr, werden wir irgendwann einmal aus „Corona-Zeiten“ zu erzählen haben. Bereits jetzt haben die Menschen einiges aus dem "Kapitel Lockdown“ zu berichten. Theo.Logik beschäftigt sich an diesem Montag mit der Macht der Geschichten und hat Corona-Geschichten gesammelt: etwa die von der Münchner Buchhändlerin, die im Lockdown unverhofft von einer Kundin eine Monatsmiete geschenkt bekam. Oder dem Teenager, der die Zeit der Schulschließungen nutzte, um sich endlich sein lang ersehntes Aquarium einzurichten. Eine wahre Meisterin im Geschichten-Erzählen ist die Filmemacherin und Autorin Doris Dörrie. Im Interview erzählt sie, warum sie auch anderen beim Geschichtenerzählen helfen möchte - mit Online-Schreibworkshops ermuntert sie Menschen, die Geschichten ihres Lebens aufzuschreiben. Und sie verrät, was es mit einer Kunstaktion vor der Münchner Filmhochschule auf sich hat, bei der sie sich aus Telefonzellen von Passanten Alltags-Geschichten aus Corona-Zeiten erzählen lässt. Davon waren während der strengen Kontaktbeschränkungen übrigens auch die Sozialen Netzwerke voll. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass sich einige User hier ihren Kummer, ihre Ängste und Sorgen regelrecht von der Seele schreiben wollten. Tatsächlich hilft Schreiben beim Gedanken sortieren und verarbeiten. Manche Therapien setzen sogar ganz gezielt darauf.

Dienstag, 7. Juli

22:30 - 23:15 Uhr / BR Fernsehen
Die Geheimnisse der Akten
Der Vatikan öffnet seine Archive
Von Lucio Mollica und Luigi Maria Perotti

Anfang März 2020 hat der Vatikan die geheimen Archive aus der Zeit Papst Pius XII. für Historiker und Wissenschaftler geöffnet. Jetzt ist es möglich, auf eine Persönlichkeit zu blicken, die während der dunkelsten Periode des 20. Jahrhunderts Oberhaupt der Katholischen Kirche war. Mit zum Teil unveröffentlichtem Archivmaterial sowie Neuaufnahmen aus dem Vatikan und Deutschland befasst sich diese Dokumentation mit Eugenio Pacelli, so sein bürgerlicher Name, einem der kontroversesten Protagonisten der jüngeren Kirchengeschichte. Als Botschafter des Heiligen Stuhls in Deutschland und als Kardinalstaatssekretär des Vatikan beobachtete Eugenio Pacelli Hitlers Aufstieg zur Macht. Im Jahr 1939 begann seine Amtszeit als Papst Pius XII. Alsbald wurde er mit der Vernichtung der Juden, der Deportation von Minderheiten und Oppositionellen im Dritten Reich konfrontiert. Bis heute ist nicht zuverlässig geklärt, welche Rolle Pius XII. in dieser Zeit gespielt hat. War er wirklich, wie vielfach behauptet wird, ein Zögerer und Zauderer, der vor der Verantwortung vor allem gegenüber bedrängten Juden, zurückgewichen ist? Die Öffnung der Vatikanarchive soll Licht in dieses Dunkel bringen. Renommierte Kirchenhistoriker sind der Meinung, dass der Pontifex durch sein bedachtsames Auftreten bewusst vor der Weltöffentlichkeit kaschierte, dass er viele Menschenleben während der NS-Zeit rettete, in Rom und anderswo. Schon jetzt sprechen Tausende von Dokumenten, darunter Briefe, Tagebücher und Berichte von noch lebenden Zeitzeugen für diese Interpretation. Die Arbeit der Wissenschaftler in den Archiven könnte weitere Gewissheit bringen.

Mittwoch, 8. Juli

19:00 - 19:30 Uhr / BR Fernsehen
STATIONEN
Ungleiche Paare
Gemeinsam sind wir stark

Gleich und gleich gesellt sich gern! Oder: Gegensätze ziehen sich an! Was stimmt denn nun? STATIONEN portraitiert ungleiche Paare: ein gemischt-konfessionelles Ehepaar, das jeweils in sei-ner eigenen Kirche angestellt ist: ausgerechnet als evangelischer Pfarrer und katholische Gemein-dereferentin. Zwillinge, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen, aber völlig gegensätzliche Wege gehen. Und wir besuchen eine große Frau mit einem kleinen Mann. Ist nur der Größenunterschied hier und da problematisch? Eins haben alle gemeinsam - gemeinsam sind sie stark.
Wiederholung am Samstag, 11.07.2020, 10:30 - 11:00 Uhr / ARD-alpha


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