Religion


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Unsere Sendungen Wochenprogramm Religion und Orientierung

Sie interessieren sich für die Themen von Religion und Orientierung im BR? Hier finden Sie eine Auflistung aller Sendungen für die kommende Woche.

Von: BR Religion und Orientierung

Stand: 26.03.2020

Illustration: Frau mit Fernglas  | Bild: © retrostar - Fotolia

Freitag, 27. März

15:05 - 15:20 Uhr / Bayern 2
Schalom. Jüdischer Glaube - jüdisches Leben
Suzana Perl aus Oradea/Großwardein in Rumänien erinnert sich an ihre Zeit im KZ Außenlager Nürnberg-Süd. Von Thomas Muggenthaler
Wajikra - Parascha von Rabbiner Joel Berger
Moderation: Michael Strassmann

Freitag, 27. März

18:00 -18:30 Uhr / BR Fernsehen
Corona-Pandemie: Der Papst segnet die Welt - Live aus Rom
Redaktion: Helge Freund
Kommentar: Monsignore Erwin Albrecht, Martin Posselt

Samstag, 28. März

10:30 - 11:00 Uhr, ARD-alpha
STATIONEN
Yoga - Lifestyle oder Lebenshilfe?

SUP-Yoga auf Surfbrettern, mit Aerial-Yoga die Schwerkraft überwinden, Business-Yoga gegen Stress- und Rückenschmerzen, Kundalini-Yoga als Energie-Kick - Yoga ist längst mehr als ein Trend. Rund drei Millionen Menschen in Deutschland üben den Sonnengruß, Sphinx und Schmetterling. Es gibt Yoga-Kurse für Schwangere, für Babies, für Gestresste und Manager. Der Yoga- und Wellness-Tourismus boomt. Was steckt hinter den verschiedenen Angeboten? Ist Yoga eine weltanschaulich freie Form von Gymnastik und Entspannung oder ist es untrennbar mit hinduistischem Gedankengut verknüpft, einer der klassischen Erlösungswege des Hinduismus, der zur Erleuchtung führen soll? Woran erkenne ich einen guten Meister, woran einen Geschäftemacher oder gar Sektenführer? STATIONEN hat auf dem unübersichtlichen Markt der Yoga-Möglichkeiten recherchiert.

17:55 - 18:00 Uhr / Bayern 2
Zum Sonntag
Norbert Roth

Sonntag, 29. März

06:05 - 06:30 Uhr / B5 Aktuell
20:05 - 20:30 Uhr / B5 Aktuell
B5 am Sonntag: Religion und Orientierung
Geplante Themen: Digitale Angebote: Kirchen gehen in Corona-Krise neue Wege / Pater Anselm Grüns Notfalltipps: Wie gelingt ein friedliches Miteinander in der Quarantäne? / Heilige Corona hilf! Die Wiederentdeckung der Patronin gegen Seuchen / Die vergessenen Opfer der Corona-Krise: Internationalen Hilfswerken fehlen Spenden, Aufmerksamkeit und Mitarbeiter / Benediktinermönch und Zen-Meister: Nachruf auf Willigis Jäger

06:45 - 07:00 Uhr / Bayern 2
Positionen
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

08:05 - 08:30 Uhr / Bayern 2
09:05 - 09:30 Uhr / BR Heimat
Katholische Welt
Ende oder Ziel des Lebens?
Carl Orffs Grabspruch und "Das Spiel vom Ende der Zeiten"
Von Lorenz Wachinger

Carl Orff (1895 - 1982), der große Münchner Komponist, ist nicht vergessen: jedes Jahr am Samstag vor dem 29. März, seinem Todestag, feiern die Benediktiner von Kloster Andechs das Jahrgedächtnis für ihn. Denn er hat dort in einem Seitenschiff der Kirche sein Grab. Auf der Grabplatte aus Marmor stehen, neben Geburts- und Sterbedaten, zwei lateinische Wörter: "Summus finis". Soll das heißen "Äußerstes Ende" oder "Höchstes Ziel"? Man kann die Wörter so oder so übersetzen, sie sind zweideutig. Was Orff gemeint hat, wird an seinem letzten Werk, der deutsch und lateinisch betitelten "Oratorien-Oper", erkennbar: "De temporum fine Comoedia" oder "Das Spiel vom Ende der Zeiten". Es wird nicht oft aufgeführt - zuletzt im Münchner Prinzregenten-Theater 1999 und 2000 - und ist deswegen nicht sonderlich bekannt. Die Frage nach dem letzten Ende oder dem Ziel von Gut und Böse wird im "Spiel" der Diskussion freigegeben, aber in großem Ernst verhandelt. Vier Szenen stellen die alten wichtigen Symbole vor: "Ewige Hölle" oder endgültige Erlösung auch des "Teufels" am "Jüngsten Tag". Es treten die antiken Sibyllen auf und vertreten die "Hölle" als Ende; in der zweiten Szene spätere Theologen, sogenannte "Anachoreten", heilige Einsiedler, die ihnen heftig widersprechen; in der dritten Szene wird ein Traum der Theologen vorgeführt, der "Die letzten Menschen", voll Angst vor dem Weltende, zeigt - könnten nicht wir das sein? Die letzte Szene zeigt den wieder aufgenommenen "Lucifer", den Licht-Engel, der er nach alter Überlieferung einmal war. Das alles mit der schwierigen und heftigen Musik des späten Carl Orff, die sich eindringlich, wuchtig anhört. In einem feierlichen, fragenden Gesang erklingen die Worte "Summus finis" in einem Kontext, der sich eindeutig auf Gott bezieht - und ganz zum Schluss der berühmte Violen-Kanon, der in sich zurückläuft, ein Sinnbild des ganzen "Spiels".

08:30 - 09:00 Uhr / Bayern 2
09:30 - 10:00 Uhr / BR Heimat
Evangelische Perspektiven
Post-Evangelikalismus
Die neue Suchbewegung im Netz
Von Nadja Stempel

Die Prognosen sind eindeutig: Die großen Kirchen verlieren jährlich scharenweise Mitglieder. Dennoch halten viele Ausgetretene an ihrem Glauben fest - ganz im Sinne eines "anonymen Christentums" wie es der katholische Theologe Karl Rahner einst beschrieben hat. Jenseits von Institutionen - Ortsgemeinden, Verbänden und christlichen Vereinen - erblüht im Netz eine ganz eigene Frömmigkeitsbewegung. Ihre Protagonisten in Podcasts, Blogs und in den Sozialen Medien verstehen sich als "post-evangelikal" und wollen eine neue Form von Frömmigkeit leben: frei, sozial und ökologisch engagiert. Doch wer sind die "Post-Evangelikalen? Und wie seriös sind ihre Botschaften? Nadja Stempel hat sich Podcasts und Prediger näher angesehen.

10:05 - 10:30 Uhr / Bayern 1
Katholische Morgenfeier
Pastoralreferent Dietmar Rebmann, München

10:15 - 11:00 Uhr / BR Fernsehen
Katholischer Gottesdienst
Aus der Sakramentskapelle des Liebfrauendoms in München

Die Kirchen bleiben leer in diesen Wochen, Bistümer und Landeskirchen haben alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt. Umso mehr laden sie dazu ein, Gottesdienste per Fernsehen, Hörfunk und Internet mitzufeiern. "Gott lässt uns nicht allein. Er geht mit uns durch die schwierigen Zeiten hindurch", darauf vertraut Kardinal Reinhard Marx. In der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms feiert er den Gottesdienst am 5. Fastensonntag. An der Orgel begleitet Domorganist Monsignore Hans Leitner. Wer ein persönliches Anliegen in diesen Gottesdienst einbringen will, kann dieses in Form einer Fürbitte an gottesdienste@br.de senden. Der Gottesdienst ist anschließend auch in der BR Mediathek abzurufen. MISEREOR, das Werk für Entwicklungszusammenarbeit, setzt sich für Benachteiligte und Verletzliche in der ganzen Welt ein. Dazu bildet die Kollekte am fünften Fastensonntag ein wichtiges Fundament. Leider können in diesem Jahr die Fastenaktionen in den deutschen Gemeinden nicht stattfinden wie sonst. Die diesjährige Fastenaktion steht unter dem Leitwort "Gib Frieden!" Angesichts von Krieg, Terror und Vertreibung ringen Länder wie Syrien und der Libanon um ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen. Das katholische Hilfswerk MISEREOR - www.misereor.de - ist auf Spenden angewiesen - und bittet auch in Zeiten der Corona-Krise um Solidarität mit den betroffenen Christen weltweit.

10:30 - 11:00 Uhr / Bayern 1
Evangelische Morgenfeier
Pfarrerin Jaqueline Barraud-Volk, Marktbreit

Montag, 30. März

21:05 - 22:00 Uhr / Bayern 2
Theo.Logik - Über Gott und die Welt
Ich und Ich. Ohne Alltag durch den Tag

Wie komme ich mit mir selbst klar, wie mit meiner Familie? Die eigenen vier Wände, sie sind derzeit für viele die Welt, den Ausgangsbeschränkungen geschuldet. Erst wenn man etwas nicht mehr hat, wird einem oft bewusst, wie wertvoll es war. So geht es vielen mit dem Alltag, der Arbeit, den Begegnungen, sogar der Schule. Schauen wir jetzt mit mehr Achtsamkeit auf uns und unseren Alltag? Das Handy ist für viele eine überlebenswichtige Brücke zur Welt. Schön längt vor Corona prägte die digitale Kommunikation unsere Tagesstruktur. Wann wird sie zu viel, was kann sie und was eben gerade nicht? Wer bin ich, wenn ich mir selbst begegnen muss? Welche Ängste tauchen auf, wo erlebe ich mich neu? Für viele wird am eigenen Leib erfahrbar, was Psychologie, Philosophie und Seelsorge meinen, wenn sie von Krise und Entwicklung sprechen. Das sagt auch der Benediktinerpater Anselm Grün. Auch er gibt eine Anleitung durch die Quarantäne hindurch - schließlich seien wir ja alle jetzt ein wenig zum mönchischen Leben in der Klausur verbannt. Auch er sagt: Struktur und eigene Rituale helfen durch den Tag.

Mittwoch, 1. April

19:00 - 19:30 Uhr / BR Fernsehen
STATIONEN
Wie geht Vergebung?

Wer das Vater unser betet, spricht die Worte "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Doch wie geht das, vergeben, wenn man schwer enttäuscht wurde? Unverschuldet Opfer eines Unfalls? Oder wenn man hintergangen und belogen wurde? Wie schwer kann es sein, um Vergebung zu bitten oder gar, sich selbst zu vergeben, wenn man Schuld auf sich geladen hat, für den Tod eines Menschen verantwortlich ist? Stationen berichtet über schwere Schritte von Menschen auf dem Weg zur Vergebung.
(Wiederholung am Samstag, 04.04.2020, 10:30 - 11:00 Uhr / ARD-alpha)



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