Religion


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Unsere Sendungen Wochenprogramm Religion und Orientierung

Sie interessieren sich für die Themen von Religion und Orientierung im BR? Hier finden Sie eine Auflistung aller Sendungen für die kommende Woche.

Von: BR Religion und Orientierung

Stand: 07.05.2021

Illustration: Frau mit Fernglas  | Bild: © retrostar - Fotolia

Freitag, 07. Mai

15:05 - 15:20 Uhr / Bayern 2
Schalom. Jüdischer Glaube - jüdisches Leben
Im Labyrinth der Zeiten. Mit Mordechai W. Bernstein durch 1700 Jahre deutsch-jüdische Geschichte - Ausstellung im Jüdischen Museum in München (bis 13.02.2022)
Behar Bechukotaj - Parascha von Rabbiner Joel Berger
Moderation: Michael Strassmann

Samstag, 08. Mai

10:30 - 11:30 Uhr / ARD-alpha
STATIONEN
Glauben und widerstehen

Am 9. Mai vor 100 Jahren wurde Sophie Scholl geboren, mit der studentischen Gruppe "Die Weiße Rose" war sie eine der bekanntesten Personen des Widerstands gegen die Nationalsozialisten. Erzogen in einem evangelischen Elternhaus, setzte sie sich bis zu ihrem Tod mit religiös-philosophischen Fragen auseinander. Aus diesem Anlass geht der Blick in STATIONEN auf das Widerstehen und den Glauben als Ursache und Kraftquelle von Widerstand, nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus, sondern auch in der Bundesrepublik: Als der Wehrdienst für junge Männer noch verpflichtend war und Menschen ihn aus Glaubensgründen verweigerten. Und heute? Moderatorin Irene Esmann ist im Münchener NS-Dokumentationszentrum unterwegs und fragt, ob und wie man aus der Geschichte lernen kann.

17:55 -18:00 Uhr / Bayern 2
Zum Sonntag
Kardinal Reinhard Marx

23:35 - 23:40 Uhr / Das Erste
Das Wort zum Sonntag
spricht Stefanie Schardien, Fürth

Lockerungen für Geimpfte und Genesene, Einschränkungen für noch nicht Geimpfte. Ist das gerecht? Nach Monaten der Gemeinsamkeit im Erleiden der Pandemie sind jetzt ein paar Millionen Menschen geschützt und es kommt der alte Egoismus wieder raus. Die neue große Freiheit ist ein Geschenk. Doch wie mit diesem Geschenk umgehen? Darüber spricht Pfarrerin Stefanie Schardien in ihrem aktuellen Wort zum Sonntag.

Sonntag, 09. Mai

06:05 - 06:30 Uhr / B5 aktuell
20:05 - 20:30 Uhr / B5 aktuell
B5 am Sonntag - Religion und Orientierung
Kongress der Gefängnisseelsorger: Sterben hinter Gittern und der Corona-Alltag in der JVA / EKD-Synode verjüngt sich und plant die Zukunft nach der Ära Bedford-Strohm / Zivilgesellschaftliches Bündnis gegen Abschiebeflüge nach Afghanistan / Luthers Übersetzung des Neuen Testaments: Revolution der Sprache oder des Glaubens? / Missbrauch und kein Ende? Betroffene kritisieren EKD

06:45 - 07:00 Uhr / Bayern 2
Positionen
Neuapostolische Kirche

08:05 - 08:30 Uhr / Bayern 2
09:05 - 09:30 Uhr / BR Heimat
Katholische Welt
Eine christliche Widerstandskämpferin?
Sophie Scholl und ihre religiöse Suche nach Wahrheit
Von Barbara Schneider

Als Mitglied der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" kämpfte Sophie Scholl gegen die Nazi-Diktatur. Im Alter von nicht einmal 21 Jahren wurde sie verhaftet und kurz darauf hingerichtet. Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Der Weg in den Widerstand gegen die Nazi-Diktatur war nicht von Anfang an vorgezeichnet. Als Jugendliche ist Sophie Scholl von der Hitlerjugend und dem Bund Deutscher Mädel begeistert. Nach und nach entfremdet sie sich von der Weltanschauung der Nationalsozialisten und sieht die politische Entwicklung im Hitler-Deutschland zunehmend kritisch. Als junge Frau sucht sie auch geistige Orientierung. Sie liest den Kirchenvater Augustinus, diskutiert dessen Ansichten mit ihren Geschwistern und Freunden. Ihre Tagebücher und Briefe zeugen von ihrem Ringen mit Gott und ihrer religiösen Suche nach Wahrheit. Welche Rolle hat ihr Glaube dabei gespielt, politisch aktiv zu werden und in den Widerstand zu gehen? Kann man Sophie Scholl als sogar christliche Widerstandskämpferin bezeichnen?

08:30 - 09:00 Uhr / Bayern 2
09:30 - 10:00 Uhr / BR Heimat
Evangelische Perspektiven
Das wilde Denken
Eine Annäherung an das Unbewusste und die Magie
Von Geseko von Lüpke

In seinem berühmten Buch "Das wilde Denken" beschrieb der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss vor 50 Jahren die ganzheitliche und mit der Natur verbundene Weltsicht indigener Kulturen als gleichberechtigten Zugang zur Wirklichkeit. Die Kulturforschung hat seitdem deutlich gemacht, dass auch die europäische Zivilisation ihre Wurzeln im indigenen Denken hat, was bei Mystikern und Romantikern aufblühte und es sich bis heute in Kunst, Kultur und Philosophie findet. Was aber ist "wildes Denken"? Es betrifft alle Formen der Welt-Erfahrung, die über die rein materielle Erklärung hinausgehen und versucht, das begrenzte rationale Weltbild zu erweitern. Damit ist das "wilde Denken" nicht nur eine ethnologische Kategorie, sondern auch eine theologische, philosophische und kulturelle, die dazu aufruft, ihm auch in der Moderne einen Platz einzuräumen. Schließlich hat uns die Ausschließlichkeit rationalen Denkens in vielen Bereichen in Sackgassen und akute Krisen geführt.

10:05 - 10:30 Uhr / Bayern 1
Katholische Morgenfeier
Pfarrer Claus-Peter Chrt, Regensburg

10:30 - 11:00 Uhr / Bayern 1
Evangelische Morgenfeier
Pfarrerin Barbara Hauck, Nürnberg

Montag, 10. Mai

21:05 - 22:00 Uhr / Bayern 2
Theo.Logik - Über Gott und die Welt
Erinnerungskultur
Brauchen wir Orte für Erinnerungen?

Am 9. Mai vor 100 Jahren wurde Sophie Scholl geboren. Mit der studentischen Gruppe "Die Weiße Rose" war sie eine der bekanntesten Personen des Widerstands gegen die Nationalsozialisten. An sie erinnert unter anderem eine Gedenkstätte im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität. Nun soll ein weiterer Erinnerungsort hinzukommen: in der Nähe des Ostbahnhofs, gestaltet aus Überresten eines alten Eisenzauns. Der Grund: Eines der wenigen Fotos der Mitglieder der "Weißen Rose" zeigt sie vor diesem Zaun. Doch braucht es solche und andere Erinnerungsorte überhaupt? Eine Frage, die die Literatin Yasmina Reza kürzlich aufgeworfen hat. Sie ist der Ansicht: Erinnerungsorte stehen der Erinnerung eigentlich im Weg. Theo.Logik befasst sich mit dem Für und Wider von Erinnerungsorten, und spricht darüber auch mit Mehmet Celik, der bewusst für Muslime eine Fahrt auf das Gelände des einzigen Vernichtungslagers Auschwitz organisiert hatte. Er berichtet davon, welche Wirkung dieser Ort auch auf ihn ganz persönlich hatte. Doch - wie und in welcher Form können und sollen Erinnerungsorte, die für die Gräuel des Nationalsozialismus stehen, davon erzählen. Dazu hat sich nicht zuletzt US-Präsident Joe Biden zu Wort gemeldet - und eine kontroverse Debatte ausgelöst.

Dienstag, 11. Mai

21:45 - 22:30 Uhr / ARD-alpha
Meine Liebe aus Kerala
Hochzeit mit Hindernissen
Von Claudia Wörner

Maria aus Weingarten am Bodensee und Gabriel aus Kerala in Indien lernen sich auf einer Studentenparty kennen und werden ein Paar. Nach acht Jahren Fernbeziehung über 7400 Kilometer wollen die beiden heiraten. Doch Gabriels Eltern sind entsetzt. Eine Heirat aus Liebe ist in Indien die Ausnahme. Noch immer werden 90 Prozent der Ehen von den Eltern arrangiert. Der Traum vom gemeinsamen Leben in Deutschland ist mit immer neuen Problemen verbunden. Die deutschen Behörden verweigern Gabriel das notwendige Ehevisum. Sie verlangen Urkunden und Zeugnisse, die man in Indien nicht kennt und werfen die Hochzeitspläne über den Haufen. Ein Jahr später als erhofft, kann Gabriel endlich nach Deutschland einreisen. Aber auch dann läuft für die beiden nicht alles glatt. Gabriel findet keinen Job in Oberschwaben und ist in vielem von Maria abhängig. Die neue Rollenverteilung wird zur Herausforderung für das Paar.

Mittwoch, 12. Mai

19:00 - 19:30 Uhr / BR Fernsehen
STATIONEN
Arm und doch so reich

In diesem Jahr feiern die franziskanischen Orden in Deutschland - die Franziskaner, Kapuziner und Minoriten - ein besonderes Jubiläum: Vor 800 Jahren kamen die ersten "Minderbrüder" nach Deutschland. Es war der persönliche Wunsch von Franz von Assisi und so zogen die Brüder 1221 los, um für ihre Ideale zu werben. Mit der Erlaubnis der Ortsbischöfe zur Predigt und Niederlassung gründeten sie erste Stationen in den großen Städten. Was ist aus der ursprünglichen Idee geworden? Wen begeistern heute franziskanische Werte wie Armut, Dialog der Religionen, soziale Verantwortung? Benedikt Schregle trifft Menschen, die arm sind, keinerlei persönliches Vermögen haben, sich aber doch reich fühlen.
Wiederholung am Samstag, 15.05.2021, 10:30 - 11:00 Uhr / ARD-alpha


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