Religion


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Unsere Sendungen Wochenprogramm Religion und Orientierung

Sie interessieren sich für die Themen von Religion und Orientierung im BR? Hier finden Sie eine Auflistung aller Sendungen für die kommende Woche.

Von: BR Religion und Orientierung

Stand: 23.10.2020

Illustration: Frau mit Fernglas  | Bild: © retrostar - Fotolia

Freitag, 23. Oktober

15:05 - 15:20 Uhr / Bayern 2
Schalom. Jüdischer Glaube - jüdisches Leben
Judenhass an deutschen Hochschulen? Die Jüdische Studierenden-Union Deutschland JSUD schlägt Alarm. Von Thomas Klatt
Parascha NOACH von Rabbiner Joel Berger
Moderation: Michael Strassmann

Samstag, 24. Oktober

10:30 - 11:00 Uhr / ARD-alpha
Stationen
Für immer?

"Für immer" - das sagt sich leicht in der Begeisterung des Augenblicks, in Zeiten tiefer Überzeugung und wenn man sich stark fühlt, dauerhaft Verantwortung zu übernehmen. Bei der Hochzeit heißt es dann, mehr oder weniger ausdrücklich: "Bis dass der Tod euch scheidet". Warum sehnen sich viele Menschen nach dieser Festlegung, obwohl doch jedem klar sein muss, dass das Leben viele ungeahnte und unberechenbare Entwicklungen bereithält? Wie gelingt es ihnen durchzuhalten und was hilft dabei? Und was bedeutet überhaupt dieses Wörtchen "immer"? STATIONEN-Moderator Benedikt Schregle trifft Menschen, die sich vor diesem Wort und dem Versprechen, das es enthält, jedenfalls nicht fürchten.

17:55 - 18:00 Uhr / Bayern 2
Zum Sonntag
Johannes Schießl

Sonntag, 25. Oktober

06:05 - 06:30 Uhr / B5 Aktuell
20:05 - 20:30 Uhr / B5 Aktuell
B5 am Sonntag: Religion und Orientierung
Reaktionen auf die Papst-Äußerung zu Homosexualität / Recht auf Selbsttötung? Ethikrat tagt zu Sterbehilfe / Steinerne Geschichtszeugen - Ägyptisches Museum in München verlegt Stolpersteine / Einsatz für Entrechtete in Indien: Proteste nach der Verhaftung eines Jesuiten / Fromme Christen wählen Donald Trump

06:30 - 07:00 Uhr / Bayern 2
Positionen
Jehovas Zeugen in Deutschland (06:30 Uhr)
Christliche Wissenschaft (06:45 Uhr)

08:05 - 08:30 Uhr / Bayern 2
09:05 - 09:30 Uhr / BR Heimat
Katholische Welt
Charles de Foucauld wird heilig
Einblicke in das Leben eines modernen Märtyrers
Von Corinna Mühlstedt

"Ich möchte alle - Christen, Juden und Muslime - daran gewöhnen, in mir ihren Bruder zu sehen, der bereit ist, zu helfen, ohne etwas dafür zu verlangen". - Als Charles de Foucauld diese Worte schreibt, hat der adlige französische Offizier ein mondänes Leben hinter sich gelassen und ist als Mönch auf der Suche nach Gott. 1901 übersiedelt er nach Studienjahren in Marokko, Italien und Palästina ganz in die algerische Wüste. Als Eremit spürt er dort nach eigenen Angaben Gottes Ge-genwart intensiver als je zuvor. Er teilt sein Leben fortan mit den Ärmsten, schließt Freundschaft mit muslimischen Tuareg und kritisiert die Arroganz europäischer Kolonialmächte. Schrittweise wird Foucauld zur lebenden Brücke zwischen den Kulturen und Religionen, dem Islam und dem Chris-tentum. Während der Wirren des 1. Weltkriegs bleibt er seiner Berufung in Algerien treu. 1916 wird er dort von Aufständischen ermordet. - Die Sendung spürt dem Leben einer ebenso faszinierenden wie unkonventionellen Persönlichkeit nach, die bis heute unzählige Menschen inspiriert. 2005 sprach Benedikt XVI. Foucauld selig. 2020 machte Papst Franziskus durch die Anerkennung eines Wunders den Weg zur Heiligsprechung des modernen Märtyrers frei. (Der Termin ist aufgrund der Pandemie noch offen. Man hofft auf 2021.)

08:30 - 09:00 Uhr / Bayern 2
09:30 - 10:00 Uhr / BR Heimat
Evangelische Perspektiven
"Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf"
Die Seele zwischen Powernapping und Schlafstörung
Von Michael Hollenbach

Mönche und Nonnen praktizierten früher unbarmherzige Gebetszeiten mitten in der Nacht. Die pro-testantische Arbeitsethik kritisierte einst den unproduktiven Schlaf; schon Kinder sollten darauf trainiert werden, mit wenig Schlaf auszukommen. Und auch heute versucht man, die "unnützen" Schlafphasen zu minimieren, den Schlaf zu optimieren oder das Lernpotential des Schlafs zu entdecken. Dabei ist Schlafen ja eigentlich eine ganz natürliche Sache, und doch so schwer: 80 Prozent der Arbeitnehmer klagen über Schlafprobleme. Helfen sollen da Apps und Tracker, um den Schlaf und seine Phasen zu überwachen. Dabei werden aber auch ganz einfache Methoden wie Meditation oder Yoga wiederentdeckt, um Körper und Geist zu entspannen. Nicht immer gibt der Herr den Seinen den Schlaf. Michael Hollenbach über die Seele zwischen Powernapping und Schlafstörung.

10:00 - 10:50 Uhr / BR Fernsehen
Katholischer Gottesdienst
Aus der Pfarrkirche Herz Jesu in Teublitz

Am letzten Oktobersonntag lädt die Pfarrgemeinde Herz Jesu in Teublitz im Landkreis Schwandorf ein, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Beim Sonntagsgottesdienst steht das Thema "Weltmission" im Mittelpunkt. Dabei richtet sich der Blick auf die weltweite Gemeinschaft der Kirche. "Unsere Mission ist es, die Liebe Gottes in der Welt sichtbar zu machen", fasst Pfarrer Michael Hirmer den Auftrag in seiner Predigt zusammen. Die Gemeinde in der Oberpfalz blickt schon seit einigen Jahren ganz bewusst über den Tellerrand. Sie ist bekannt für ihr Engagement für eine faire Welt und pflegt gute Kontakte besonders in den Nahen und Mittleren Osten. Die Verbundenheit mit der Weltkirche zeigt sich auch bei den Zelebranten. Neben Pfarrer Michael Hirmer wird der aus Indien stammende Kaplan William Akkala dem Gottesdienst vorstehen. Die Frohe Botschaft von der Liebe Gottes verkündet Diakon Heinrich Neumüller. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Teublitzer Kirchenchor unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier gestaltet.

10:05 - 10:30 Uhr / Bayern 1
Katholische Morgenfeier
Monsignore Wolfgang Huber, München

10:30 - 11:00 Uhr / Bayern 1
Evangelische Morgenfeier
Pfarrer Florian Ihsen, München

Montag, 26. Oktober

21:05 - 22:00 Uhr / Bayern 2
Theo.Logik - Über Gott und die Welt
Der Glaube und die US-Wahl
Welche Rolle die Kirchen bei der Wahl des Präsidenten spielen

Herausforderer Joe Biden präsentiert sich als gläubiger Katholik, angeblich hat er immer einen Rosenkranz dabei. Trump ist zumindest auf dem Papier Presbyterianer - die den größten Zweig der reformierten Kirche in den USA bilden. Allerdings hat der Präsident sich in den vergangenen vier Jahren nicht gerade als sehr fromm und gottesfürchtig inszeniert. Oder doch - weil er seine Themensetzungen sich mit den Wünschen der evangelikalen Kernwählerschaft decken? Theo.Logik fragt nach der Rolle des Glaubens und der Kirchen im US-Wahlkampf. Und dann geht es um ein altes Streitthema: Noch immer zahlt der Staat Jahr für Jahr viel Geld an die Kirchen, bezuschusst zum Beispiel die Gehälter von Pfarrerinnen und Pfarrern - als Ausgleich dafür, dass in der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Kirchen weitgehend enteignet wurden. Seit Jahrzehnten wird gefordert, das zu beenden - auch die Kirchen sind inzwischen an einer Regelung interessiert. Denn immerhin gilt ja in Deutschland die Trennung von Staat und Kirche. Nun haben FDP, Grüne und Die Linke einen gemeinsamen Gesetzentwurf vorgelegt, wie die Ablösung dieser Staatsleistungen konkret aussehen könnte. In einer der nächsten Bundestagssitzungen soll dieser Gesetzentwurf eingebracht werden. Hat er Chancen, ein jahrzehntelanges Streitthema zu befrieden?

Mittwoch, 28. Oktober

19:00 - 19:30 Uhr / BR Fernsehen
Stationen
Bar statt Altar
Wie alte Kirchen neu genutzt werden

Die Waffel ist laut Speisekarte eine Sünde wert. Wo einst der Altar stand, steht jetzt die Bar. Die Gäste können im Restaurant "Glück und Seligkeit" in Bielefeld einen Tisch im Seitenschiff reservieren oder im Chorraum. Die neugotische evangelische Martinikirche hat sich in ein Event-Lokal verwandelt. In Hannover haben in der früheren Gerhard-Uhlhorn-Kirche Studenten eine Bleibe gefunden. Da die Zahl der Katholiken und Protestanten in Deutschland schrumpft, die Betriebskosten der Gebäude oft hoch sind, müssen sich die Kirchen auch von einigen Kirchenbauten trennen. Seit dem Jahr 2000 hat die Katholische Kirche in Deutschland rund 540 Kirchengebäude und Kapellen aufgegeben, die Evangelische Kirche zwischen 1990 und 2015 etwa 710 Kirchenbauten. Einige wurden abgerissen, andere verkauft oder einer anderweitigen Nutzung zugeführt. Während man in Holland und Belgien schon länger in Kirchen klettern, Fußballspielen, übernachten, shoppen oder Party feiern kann, versuchen die Kirchen in Deutschland behutsam, eine "angemessene" Weiternutzung für alte Kirchen zu finden. STATIONEN stellt einige interessante Projekte vor und fragt, wo die Grenzen der Umnutzung liegen. Darf eine Kirche zum Party- oder Konsumtempel werden?
Wiederholung am Samstag, 31.10.2020, 10:30 - 11:00 Uhr, ARD-alpha

Freitag, 30. Oktober

12:00 - 12:15 Uhr / 3sat
Allerheiligen - mit Christian Stückl
Von Brigitte Kornberger

Ist der Tod eine Tragödie oder eher eine Komödie wie im "Brandner Kaspar", wo der Tod mit Schlitzohrigkeit überlistet wird? Die Auseinandersetzung mit dieser Frage beschäftigt Christian Stückl von klein auf. Der Tod hat für ihn viele Facetten. Auf der Bühne und im Leben. Seit einigen Wochen dreht sich bei ihm wieder alles um das Leben und Sterben Christi. Der Leiter der Passionsspiele in Oberammergau ist auf der Suche nach glaubwürdigen Darstellern, und er arbeitet an einer Inszenierung, die aktuelle Bezüge haben soll. Er will den Passionsspielen, die alle zehn Jahre stattfinden, erneut einen besonderen Charakter geben. Zum 4. Mal ist der "fromme Rebell", wie ihn manche nennen, Spielleiter. Was fasziniert ihn an der Auseinandersetzung mit dem Thema Tod? Welche Bilder hat der Intendant des Münchner Volkstheaters vor Augen? Und wie geht Christian Stückl mit persönlichen Schicksalsschlägen um? Glaubt er an ein Jenseits, Himmel oder Hölle, an einen gnädigen Gott? Diesen Gedanken geht der 15-min-Film von Brigitte Kornberger in Oberammergau und München nach.


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