Religion


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Sternsinger Was Sie noch nicht über die Heiligen Drei Könige wussten

Als Heilige Drei Könige verkleidet machen sich jetzt überall in Bayern die Sternsinger auf den Weg - allerdings: Caspar, Melchior und Balthasar gab es gar nicht. Doch: wer brachte Jesus dann die Geschenke?

Von: Friederike Weede

Stand: 02.01.2018

Die heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit Kamel | Bild: picture alliance/APA/picturedesk.com

feste.feiern erklärt, wie aus den Magiern Könige wurden, warum sie teure Geschenke mit im Gepäck hatten, was es mit dem Stern von Bethlehem auf sich hat und warum sich mit der Geschichte der drei Könige schon seit 1500 Jahren Geld verdienen lässt.

Die Bibel erzählt von Sterndeutern

Von Königen ist in der Bibel nichts zu lesen, wohl aber von Magiern. Gemeint sind damit Sterndeuter, also Menschen, die nicht an den Gott der Juden glaubten, sondern beispielsweise an Horoskope. Die Botschaft dahinter: Bei Jesus in der Krippe sind alle Menschen willkommen, egal an wen sie eigentlich glauben. Und diese Idee wird heute noch von den Sternsingern von Haustür zu Haustür getragen.

Sternsinger-Aktion: Kinder sammeln für Kinder in Not

Seit 60 Jahren verkleiden sich jedes Jahr in der Weihnachtszeit rund 300.000 Kinder in ganz Deutschland als Caspar, Melchior und Balthasar und sammeln als Sternsinger für Kinder in Not. Wenn sie C-M-B an die Haustüren schreiben, steht das allerdings nicht für ihre Namen, sondern für "christus mansionem benedicat", also "Christus segne dieses Haus". Die Aktion Sternsinger ist die größte Spendensammelaktion von Kindern für Kinder weltweit. Traditionell gehören auch Empfänge bei der Bundeskanzlerin und beim Bundespräsidenten dazu. Der empfängt dieses Jahr Sternsinger aus dem Bistum Eichstätt. Zu Kanzlerin Angela Merkel fahren kleine Könige aus dem Erzbistum München-Freising.


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