Religion


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Mehr als 3000 Tote Der Nordirlandkonflikt: eine Übersicht

Der Nordirland-Konflikt hat eine lange Geschiche. Schon seit Jahrhunderten bekämpfen sich Katholiken - die Nachkommen der gaelischen Urbevölkerun und Protestanten - die Nachfahren der britischen Kolonisten - um Religion, Land und Regierungsweisen.

Von: Alexia Späth

Stand: 08.06.2016

  • Januar 1649
    Der englische Staatsmann und Heerführer Oliver Cromwell in einer zeitgenössischen Darstellung | Bild: picture-alliance/dpa

    Der englische Staatsmann und Heerführer Oliver Cromwell

    1649

    Erste Unruhen

    Die ersten Unruhen gehen dabei auf das Jahr 1641 zurück: Irland war vormals "rein" katholisch gewesen; das " Vereinte Königreich " beanspruchte jedoch dauernd das Land für die britische Krone. 1649 folgt die englische Rückeroberung durch Cromwell.

  • Juli 1795
    Oranier demonstrieren am "Orange Day" | Bild: picture-alliance/dpa

    Mitglieder des Oranierorden demonstrieren am "Orange Day"

    1795

    Orange Day – Oraniertag

    Der Orange Day der 1795 gegründeten Loyal Orange Institution wird seit dem 12. Juli 1795 zum Gedenken an die Schlacht am Boyne begangen, bei der der englische König Wilhelm III 1690 seinen zuvor von ihm von Thron gestoßenen katholischen Schwiegervater James II Stuart besiegte. Nach der Schlacht verließ James II Irland. Für den Oranierorden ist der Orange Day der größte Feiertag des Jahres.

  • Januar 1845
    Der englische Staatsmann und Heerführer Oliver Cromwell in einer zeitgenössischen Darstellung | Bild: picture-alliance/dpa

    Ein Denkmal in Dublin erinnert an Große Hungersnot

    Januar 1845

    Die große Hungersnot

    Anfang des 19.Jahrhunderts wird Irland schließlich doch Mitglied im " Vereinten Königreich ". Katholiken und Protestanten werden gleichgestellt.
    In der Zeit 1845-48 stirbt bei einer großen Hungersnot eine Million Menschen " Irish Famine ".

  • Juni 1879
    Stormont, das Parlament Nordirlands  | Bild: picture-alliance/dpa

    Stormont, das Parlament Nordirlands

    1879

    Home-Rule

    Jahre darauf wird eine Bewegung zur irischen Selbstverwaltung gegründet.

  • Januar 1916
    Uniformierte Gefängniswärter stehen am 14.10.2001 auf dem Gelände der Mountjoy Strafanstalt in Dublin neben den mit der irischen Flagge bedeckten Särgen der zehn irischen Freiheitshelden, die 80 Jahre nach ihrem Tod nun auf Anordnung der Regierung Ahern nachträglich mit einem Staatsbegräbnis geehrt werden | Bild: picture-alliance/dpa

    80 Jahre später - zehn Freiheitshelden werden mit einem Staatsbegräbnis geehrt.

    Januar 1916

    Irischer Unabhängigkeitskrieg

    Bei Verabschiedung eines Home-Rule-Gesetzes 1914 drohen Aufstände in Nordirland. Zwei Jahre später beginnt der " Irische Unabhängigkeitskrieg ". Gegen Ende des Krieges wird Irland Freistaat. Doch nur ein weiteres Jahr darauf bricht ein Bürgerkrieg aus, was eine entgültige Spaltung verursacht. 6 Grafschaften im Norden verbleiben bei Großbritannien - Nordirland.

  • Juni 1932
    Britischer Soldat vor IRA-Graffiti | Bild: picture-alliance/dpa

    1932

    Schon 1932 wird die IRA nationalistische Untergrundbewegung - Irisch-Republikanische Armee verboten.

  • Januar 1972
    Familie mit Fotos der getöteten Demonstranten 1972 bei "Bloody Sunday" in Derry | Bild: picture-alliance/dpa

    30. Januar 1972

    Bloody Sunday

    In den 60er und 70er Jahren kommt es immer wieder zu Unruhen und Anschlägen. Die IRA reorganisiert sich. Am " Bloody Sunday "töten britische Soldaten 14 pro-irische Demonstranten bei einer friedlichen Demonstration in Derry. Die Fallschirmjäger hatten das Feuer auf Teilnehmer eines Bürgerrechtsmarsches eröffnet. Den " Blutsonntag " beantwortet IRA mit Anschlägen. Autobomben der IRA töten in Belfast elf Menschen. Die britische Regierung enthebt die protestantisch-dominierte Verwaltung der Provinz vorübergehend ihrer Vollmachten und regiert von London aus.

  • Juni 1973
    Der englische Staatsmann und Heerführer Oliver Cromwell in einer zeitgenössischen Darstellung | Bild: picture-alliance/dpa

    1973

    Blutige Zeiten

    1973 scheitert das " Sunningdale Abkommen ", der Notstand wird ausgerufen. Die 80er Jahre sind gekennzeichnet von blutigen Anschlägen.

  • Juni 1996
    Der englische Staatsmann und Heerführer Oliver Cromwell in einer zeitgenössischen Darstellung | Bild: picture-alliance/dpa

    US-Senators George Mitchell

    Juni 1996

    Allparteien-Gespräche

    1996 schließlich beginnen die " Allparteien-Gespräche " unter der Vermittlung des ehemaligen US-Senators George Mitchell; Sinn Fein wird vorerst wegen der Anschläge ausgeschlossen, bis die IRA einen neuen Waffenstillstand verspricht.


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