Religion


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"Irgendwie evangelisch" Chinesen und andere Christen

Was bewegt evangelische Christen, warum engagieren sie sich? Vor dem Reformationstag besucht STATIONEN einige von ihnen: evangelische chinesische Christen, Mesnerinnen, Seenotretter und Diakonissen.

Stand: 28.10.2019

Straßenschild mit der Aufschrift "Evangelische Kirche" | Bild: picture-alliance/dpa

Lutheraner, Reformierte, Unierte und dann noch die Freikirchen – die Vielfalt der evangelischen Gemeinden und Bekenntnisse ist der Schatz der Kirche – und manchmal auch ihr großes Problem. Abseits vom Mainstream lässt sich manches entdecken, was zunächst ungewohnt wirkt, erst recht wenn die Gemeinden keine deutschen Traditionen haben: eine fremde Liturgie im Gottesdienst, aber auch viel Begeisterung und Engagement.

Christen aus Hongkong und China: Glaube verbindet

Evangelische chinesische Christen feiern in der Kapernaumkirche in München Gottesdienst.

STATIONEN-Moderatorin Irene Esmann besucht chinesische Christen in München. Die Gemeinde in der Kapernaumkirche am Lerchenauer See in München beherbergt Menschen aus der Volksrepublik China, Taiwan und Hongkong. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft feiern sie mit Pfarrer Chiu Wai Man, der aus Hongkong stammt, jeden Sonntag Gottesdienst. In ihrer Heimat funktioniert das Zusammenleben allerdings nicht so gut wie hier in München. Ein Thema, das den Pfarrer bedrückt. "Da ist die Spannung zwischen China und Hongkong. Und ich glaube, als Christen suchen wir die Antwort in unserem Glauben. Wenn man Christ ist, dann hat man eine neue Identität und dadurch eine neue Staatszugehörigkeit. Das heißt, als Christ ist die ursprüngliche Identität nicht mehr so entscheidend."

Die Beiträge der Sendung:

  • Zwei ideenreiche Mesnerinnen. Von Iris Tsakiridis
  • Evangelische Seenotrettung. Von Axel Mölkner-Kappl
  • Die madegassische Gemeinde in Dachau. Von Jutta Neupert
  • Die Diakonissen von Puschendorf. Von Elisabeth Tyroller

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