Religion


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Fasten im Buddhismus Fasten als Einkehr

Eine allgemeingültige Fastenzeit gibt es für Buddhisten nicht, wohl aber bestimmte Traditionen. Und: Verzicht spielt im Buddhismus eine wesentliche Rolle.

Stand: 07.02.2018

Fasten in den Weltreligionen: Ein buddhistischer Mönch meditiert | Bild: picture-alliance/dpa, colourbox.com, BR, Montage BR

Auch wenn die dreimonatige Rückzugszeit der buddhistischen Mönche, kurz "Vassa", im englischen auch gerne als die buddhistische Fastenzeit bezeichnet wird, ist sie mit der christlichen doch nicht zu verwechseln.

Fasten als Einkehr und Retreat

Buddhistische Mönche beim Vesakh-Fest in München

Buddhistische Mönche verzichten während der drei Monate von Juli bis Oktober auf das Umherziehen. Denn in dieser Zeit sprießt die Saat auf den Feldern, die von den wandernden Männern nicht zertrampelt werden soll - so legte es Buddha fest.

Vesakh - DER buddhistische Fast- und Feiertag

Als der höchsten Feier- und Fastentage gilt im Buddhismus das sogenannte Vesakh-Fest. Am ersten Vollmondtag im Mai oder Juni feiern Buddhisten auf der ganzen Welt dann Geburt, Erleuchtung und Tod Buddhas. Die Art zu Feiern reicht vom besinnlichen Ruhe- und Fasttag bis hin zu faschingsartigen Umzügen. Viele Menschen fasten zu Vesakh und kleiden sich ganz in Weiß. Sex, Alkohol und Fleisch sind an diesem Tag tabu. Verzicht spielt allgemein im Buddhismus eine ganz wesentliche Rolle - auch wenn er anders verstanden wird als in westlichen Traditionen. So geht es beim buddhistischen Verzicht vor allem darum, Ursachen von Leid zu überwinden, das beispielsweise durch Egoismus entsteht.


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