Religion


9

Gottesdienst mit Kardinal Marx Aschermittwoch der Künstler im Münchner Liebfrauendom

"Umkehr und Widerstand" - das ist das Thema des diesjährigen Aschermittwochsgottesdienstes, der traditionell von Künstlern mitgestaltet wird. Gedacht wird dabei der Geschwister Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst, die vor 75 Jahren ermordet wurden.

Von: Andrea Kammhuber/Christina Fuchs

Stand: 05.01.2018

Bild der Geschwister Scholl vor dem Altar | Bild: BR

"Gedenke, Mensch, dass du Staub bist, und zu Staub zurückkehren wirst". Diese Worte spricht Kardinal Reinhard Marx, wenn er am Aschermittwoch vielen Künstlerinnen und Künstlern das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnet. Als Symbol für Reue und Buße, erinnert die Asche an die Vergänglichkeit des Lebens.
Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, für Christen eine Chance, sich wieder neu auf das Wesentliche zu besinnen.

In Erinnerung an die Weiße Rose

Am 22. Februar 2018 jährt sich die Ermordung der Geschwister Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst. Im Gedenken an die Mitglieder der „Weißen Rose“ steht nun, 75 Jahre später, das Thema "Umkehr und Widerstand" im Mittelpunkt des Aschermittwochsgottesdienstes. Texte von Ludwig Steinherr und die Komposition "In Memoriam: die Weiße Rose" von Hans Werner Henze (1926-2012) illustrieren die Erinnerungen. Als starkes bildliches Zeichen wird das Kreuz aus dem Hinrichtungsraum in Stadelheim in den Dom gebracht.

Ein Gottesdienst mit langer Tradition

Der Aschermittwoch der Künstler geht auf eine Anregung des katholischen Schriftstellers Paul Claudel zurück, der nach dem 2. Weltkrieg verschiedene Künstler in Paris zum Gedankenaustausch einlud. Der Kölner Kardinal Frings schloss sich der Idee an. Seither treffen sich am Aschermittwoch in vielen europäischen Städten Bischöfe, Seelsorger, Gläubige und Künstler. Gemeinsam beginnen sie die Zeit der Besinnung und Buße.


9