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Umzugstipps Ausmisten und Packen

Ein Umzug ist die perfekte Gelegenheit zum Ausmisten, denn je weniger Sie mitnehmen, desto schneller geht's. Worauf Sie beim Entsorgen und Packen achten sollten, finden Sie hier.

Stand: 28.06.2016

Eine Frau mistet aus | Bild: colourbox.com

Mit dem Ausmisten können Sie gar nicht früh genug anfangen - meistens hat sich im Laufe der Zeit vieles in Keller und Speicher angesammelt. Ein Umzug ist ein guter Zeitpunkt, sich von alten Dingen zu trennen - vielleicht auch von Möbeln und Gegenständen, die zwar noch gebrauchstüchtig sind, die sie aber nicht mehr benutzen.

Vieles werden Sie auf dem Wertstoffhof los. Die Dinge, die noch gut erhalten sind, werden dort gern angenommen und im Sozialkaufhaus oder direkt auf dem Wertstoffhof weiterverkauft. So haben beide Seiten etwas davon: Sie haben Platz für Neues und der Käufer freut sich über ein günstiges Stück.

Wertstoffhof

Sortieren

Erkundigen Sie sich, welche Container auf dem Hof stehen und sortieren Sie Ihren Müll vor. Guterhaltenes können Sie auf den Wertstoffhof bringen.

Öffnungszeiten

Wertstoffhöfe haben unterschiedliche und unregelmäßige Öffnungszeiten - informieren Sie sich sicherheitshalber vorher, online oder zum Beispiel im zuständigen Rathaus.

Menge

Die Abgabe auf dem Wertstoffhof ist meist kostenlos, allerdings muss man zwei Dinge beachten: Die Abgabemenge ist beschränkt und wird nur auf einem Wertstoffhof in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis angenommen.

Problemmüll

Farb- und Lackreste sind Problemmüll - erkundigen Sie sich, ob es auf Ihrem Wertstoffhof dafür eine Sammelstelle gibt.

Tapeten

Tapeten werden Sie auf dem Wertstoffhof nicht los - das ist Restmüll, den Sie in Ihre Hausmülltonne geben können. Wenn Ihre Tonne zu klein ist, können Sie in der Gemeindeverwaltung oder beim Entsorgungsunternehmen Zusatzmüllsäcke gegen Gebühr erwerben, die die Müllabfuhr dann mitnimmt.

Auto

Ebenfalls nicht angenommen werden Autoteile, zum Beispiel Altöl oder alte Reifen. Die werden Sie in der Regel dort los, wo es neue gibt.

Packen

Tipp: Wie viele Kisten?

Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter Wohnfläche eine Kiste.

Mit dem Packen der Sachen, die mitkommen, kann man nicht früh genug anfangen: Bücher, Fotoalben, CDs und je nach Jahreszeit Winter- oder Sommerkleidung einpacken. Am Umzugstag sollte wirklich alles in Kisten verstaut sein.

Verwenden Sie zum Packen Umzugskartons. Umzugskartons bekommen Sie im Baumarkt, bei Umzugsfirmen oder Sie fragen Freunde und Bekannte. Kostenpunkt pro Karton: etwa drei Euro. Manche Umzugsfirmen nehmen die Kisten nach Gebrauch zurück und erstatten einen Teil des Geldes. Achten Sie aber darauf, dass bereits benutzte Kisten noch gut erhalten sind, Risse im Karton oder klamme Kisten aus dem Keller sorgen oft für böse Überraschungen.

Tipp: Gewicht

Pro Kiste nicht mehr als 20 Kilogramm. Die praktischen Kleiderkisten können Sie übrigens bei Speditionen mieten.

Packen Sie Ihre Kisten nicht zu voll - gerade bei Büchern ist das schnell passiert, weil es meist viele sind und diese sich so schön stapeln lassen. Füllen Sie die Kisten lieber mit leichten Gegenständen auf.

Pack-Tipps

Zerbrechliches

Gläser und Teller immer senkrecht in Kartons stellen und dicht packen, stopfen Sie Hohlräume mit Papier aus, damit nichts verrutscht. Kennzeichnen Sie diese Kisten mit dem Vermerk "Geschirr" oder "zerbrechlich" - und zwar am besten nicht nur oben, sondern auch an den Seiten.

Notkoffer

Packen Sie für den Umzugstag einen Koffer mit den wichtigsten Dingen für den ersten Tag im neuen Zuhause: zum Beispiel Kleidung, Waschzeug, Hausapotheke, Babybedarf oder Tiernahrung.

Wertvolles

Schmuck, Sammlungen, Schecks, Urkunden und ähnliches gesondert verpacken und selbst befördern.

Packsysteme

Verwenden Sie ein Farbsystem: Auf Kartons und an den Türen in der neuen Wohnung bekommt jedes Zimmer eine Farbe, zum Beispiel: Küche gelb, Wohnzimmer rot, Schlafzimmer blau ... Sie können die Kisten wahlweise auch durchnummerieren (Nummern auf alle Seiten schreiben!) und dann eine Liste mit den Inhalten anlegen.

Pflanzen

Damit Ihre Pflanzen den Umzugsstress gut überstehen, gießen Sie sie ein bisschen. Bei großen Pflanzen bringen Sie Stützgestelle an. Im Winter sollten Sie die Pflanzen möglichst nicht gießen, damit sie nicht erfrieren.

Verpackungsmaterial

Um Ihre zerbrechlichen Sachen zu schützen, brauchen Sie Verpackungsmaterial. Zeitungen werden gern genommen, färben aber ab. Für besonders empfindliche Gegenstände empfiehlt sich Luftpolsterfolie. Außerdem sollten Sie genügend Decken bereithalten. Zum Fixieren im Transporter sind Gurte hilfreich. Eine Sackkarre, eine Transportrolle oder ein Hubwagen erleichtern den Transport der Kisten vom Auto ins Treppenhaus ungemein.


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