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Weihnachtsplätzchen Christkindelbrot

Stand: 21.10.2014 | Archiv

Zutaten

  • 250 g getrocknete Feigen
  • 250 g getrocknete Birnen
  • 100 g Orangeat
  • 100 g Zitronat
  • 150 g getrocknete Aprikosen
  • 200 g getrocknete Pflaumen
  • 250 g Walnüsse
  • 200 g Haselnüsse
  • 200 g Mandeln
  • 200 g in Rum getränkte Rosinen
  • 250 g Mehl
  • 1/8 l Milch
  • 2-3 Würfel Hefe
  • 125 g Zucker

Gewürze nach Belieben

  • Nelkenpfeffer
  • 1 TL Zimt
  • ¼ TL Anis
  • Kardamon
  • 1 Prise Piment
  • Abrieb einer Zitrone
  • 120 ml Rum oder Weinbrand
  • 120 g zimmerwarme Butter
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Die Trockenfrüchte am Vortag in feine Streifen schneiden. Die Walnüsse Haselnüsse und Mandeln grob hacken, das Orangeat und Zitronat klein schneiden. Alle Zutaten mit den Rosinen mischen und in einer großen Schüssel mit dem Rum oder Weinbrand übergießen. Alles nochmals gut durchmischen, mit Klarsichtfolie abdecken und über Nacht kühl stellen.

Am nächsten Tag das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe mit der Milch und dem Zucker auflösen und in die Mulde gießen. Mit etwas Mehl verrühren, so dass ein Brei entsteht. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 15 Minuten gehen lassen. Jetzt die Gewürze unter die vorbereiteten Früchte mischen, weiter so lange zugedeckt stehen lassen, bis der Hefeteig fertig ist.

Die Butter zum Vorhefeteig geben, alles gut verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Nochmals 50 Minuten gehen lassen. Die eingeweichten Früchte und Nüsse gut unter den Hefeteig kneten. Sollte der Teig etwas kleben, ein wenig Mehl dazugeben, bis sich der Teig gut von den Händen löst.

Aus dem Teig kleine Brote formen. Auf ein gut gefettetes Backblech legen. Mit einem Tuch abdecken und nochmals eine Stunde ruhen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 45 Minuten backen. Man sollte mit einem Holzstäbchen eine Garprobe machen. Klebt kein Teig mehr am Stäbchen, ist das Brot fertig.

Das Brot aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend gut in Frischhaltebeutel oder Frischhaltefolie einpacken und vor dem Anschneiden 14 Tage ruhen lassen. So kann sich das Aroma gut entwickeln und der Geschmack ist hervorragend.

Meine Geschichte

Ich wuchs in den Nachkriegsjahren bei meiner Oma auf, die sehr arm war. Trotzdem habe ich wunderschöne Erinnerungen an die Weihnachtszeit, weil meine Großmutter  mit wenig Geld die für mich schönsten Gebäcke und Gerichte zauberte. An ein Gebäck erinnere ich mich besonders, es ist bei mir und meiner Familie Tradition geworden: das Christkindlbrot. Es wurde stets vor dem 1. Advent gebacken und genau zum 1. Advent angeschnitten. So wurde bei uns die Advents- und Weihnachtszeit eingeläutet. Ich kann mich noch gut an die strahlenden Augen und die Wärme meiner Oma erinnern, wenn sie das Christkindelbrot anschnitt und uns Kindern davon gab. Sie sagte dann immer: So, Ihr Lieben, jetzt wird das Christkind uns die heilige Zeit immer begleiten, weil wir ihm das Brot gebacken haben.
Darum ist für die die Advents- und Weihnachtszeit auch ein Stück Erinnerung an die Kindheit, die ich mit viel Liebe und Wärme dank meiner Omi erleben durfte. Und heute bin ich selbst Oma und gebe natürlich diese guten Erfahrungen meinen Kindern und Enkeln weiter.

Rezeptidee von Veronika Burkhardt aus Staitz


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