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Tee Ein Genuss nicht nur an kalten Tagen

Duftender Tee ist für viele Menschen ein echter Hochgenuss. Jeden Tag werden rund um den Globus nahezu acht Milliarden Tassen Tee getrunken. Damit ist Tee neben Wasser das meist konsumierte Getränk der Welt. Doch Tee ist nicht nur zum Durstlöschen da: Er ist auch gesund.

Stand: 16.11.2015

Tee | Bild: colourbox.com

In vielen Kulturen ist das Trinken von Tee mit festgelegten Zeremonien verbunden. So unterschiedlich diese von Japan bis Nordafrika, von China bis Ostfriesland und von Österreich bis England auch anmuten, haben sie eines gemeinsam: Muße, Entspannung und Genuss. Außerdem wärmt Tee an kalten Wintertagen und ist gesund.

Teesorten

Die klassischen Teesorten sind der Schwarztee, vorwiegend aus Indien und Ceylon und Grüntee aus China. Neuerdings treten aber auch Anbaugebiete in Afrika (Südafrika, Kenia, Nigeria) Südamerika, Indonesien und dem Kaukasus verstärkt ins Blickfeld. Sogar in den USA (North- und South Carolina) wird Tee angebaut. Seine Bezeichnung erhält der Tee nach dem Anbaugebiet, der Erntezeit, der Erntehöhe und den Blattgraden.

Anregend - langsam, aber stetig

Wichtige Bestandteile im Tee sind das Teein, Gerbstoffe, ätherische Öle, Mineralien und Spurenelemente. Teein wirkt im Prinzip anregend wie das Koffein. Allerdings wird es langsamer in die Blutbahn abgegeben und wirkt somit sanfter und lang anhaltender. Die Wirkung des Tees hängt von der Ziehzeit ab: Soll die anregende Wirkung im Vordergrund stehen, sollte der Tee nur zwei bis drei Minuten ziehen. Bei fünf Minuten Ziehdauer haben sich auch die Gerbstoffe aus den Teeblättern gelöst. Sie wirken beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt.

Mit Tee gegen Mundgeruch

Tee kann aber noch mehr: Er wirkt gegen Bakterien, die für Mundgeruch verantwortlich sind. Mundgeruch ist ein schlimmer Liebestöter und der Betroffene bemerkt ihn meist nicht einmal. Wenn doch, geht die Ursachenforschung los. In Zahnzwischenräumen, in versteckten Zahnfleischtaschen und im Belag der Zunge leben Bakterien, die ohne Zugang zu Sauerstoff übelriechende Gase ausscheiden. Diese flüchtigen Schwefelverbindungen sind es, die unangenehm auffallen.

Weniger Bakterien, weniger Plaque, weniger Karies

Tee ist gut für frischen Atem und gesunde Zähne.

Amerikanische Forscher der Universität von Illinois in Chicago haben diese Bakterien für 48 Stunden mit Polyphenolen aus Tee behandelt. Das Ergebnis: Eine hohe Konzentration stoppte das Wachstum von Bakterien vollständig, geringere Mengen verhindern die Produktion des bakteriellen Enzyms, das für das riechende Übel verantwortlich ist. Deshalb gilt: öfter mal Schwarzen Tee trinken!

Tee stoppt auch die Bildung von Plaque und reduziert damit die Kariesgefahr. In Europa sind ungefähr 95 Prozent der Bevölkerung von Karies betroffen. Sie entsteht durch die Störung des Gleichgewichts von De- und Remineralisierung der Zahnsubstanz. Als wichtigem Bestandteil der Remineralisierung wird Fluorid eine kariespräventive Wirkung zugeordnet. Es gibt vergleichsweise wenig Lebensmittel, die höhere Gehalte von Fluorid aufweisen. Eine nennenswerte Ausnahme bildet der Tee. Sowohl Grüner als auch Schwarzer Tee können einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Fluoridzufuhr leisten.

Allheilmittel Tee

Tee soll auch einen positiven Effekt auf das Gesamtcholesterin im Blut haben, indem es das schädliche LDL senkt und das nützliche HDL erhöht. Ist Tee also ein Mittel zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Erfahrungen sprechen für einen günstigen Effekt, genaue Studien allerdings sind dazu bisher nicht bekannt. Sogar bei der Krebsprävention ist Tee im Gespräch. So sollen bestimmte Inhaltsstoffe die Hemmung von Enzymen bewirken, die die Zellteilungsprozesse steuern.

"Aufgussgetränke"

Auch aus Kräutern kann man "Tees" machen. Da es sich aber nicht um Teepflanzen handelt, müsste man sie aber korrekterweise "Aufgussgetränke" nennen.

Aufgussgetränke

Pfefferminz

Die Pfefferminze enthält Menthol. Ihr Tee erfrischt, beruhigt und hilft bei Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen.

Salbei

Salbei | Bild: picture-alliance/dpa

Salbeitee hilft gegen Bakterien und Pilze. Deshalb kann man ihn gut zum Gurgeln bei Halsschmerzen verwenden. Stillende Mütter sollten jedoch besser auf ihn verzichten. Er verändert den Geschmack der Muttermilch.

Brennnessel

Die Brennnessel entwässert und reinigt das Blut. Ihr Tee hilft bei Nieren- und Blasenentzündungen, Blutarmut oder Wassersucht. Außerdem kann er auch gegen Schuppen angewendet werden.

Kamille

Kamillentee entschleimt, trocknet die Haut aus und hilft bei Erkältungen.

Eibisch

Eibisch mildert Schleimhautentzündungen und hilft gegen Reizhusten. Äußerlich angewandt bekämpft er Abszesse und Hautreizungen.

Augentrost

Der Augentrost macht seinem Namen alle Ehre. Er lindert Entzündungen in den Augen. Er ist aber auch gut gegen Husten und Heiserkeit.


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