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Gut informieren Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme

Zu viel Sonne lässt die Haut vorzeitig altern und macht sie anfällig für Hautkrebs. Wer also kein ständiges Schattendasein führen will, der ist mit Sonnencreme gut beraten.

Stand: 24.06.2016

Sonne | Bild: colourbox.com

Je nach Hauttyp sollte man einen entsprechenden Lichtschutzfaktor auswählen. Faktor 15 etwa bedeutet, dass man sich mit dem Mittel 15 Mal länger als ohne Schutz in der Sonne aufhalten kann.

Gefährliche Bräune

Wer Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor nur benutzt, um länger in der prallen Sonne braten zu können, bräunt sich auf Kosten seiner Haut: Denn die bekommt zwar wegen des UVB-Schutzes keinen Sonnenbrand, kriegt jedoch umso höhere Dosen von der ebenso schädlichen UVA-Strahlung ab.

Sonnenschutz, der unter die Haut geht

Die meisten Sonnenschutzmittel wirken aufgrund chemischer Filter. Moleküle dringen in tiefere Hautschichten ein und verwandeln dort gefährliche UV-Strahlung in Wärme. Eigentlich sollte der Sonnenschutz nach dem Eincremen inzwischen sofort wirksam sein - im Gegensatz zu früheren Zeiten. Wer auf der sicheren Seite sein will, trägt Sonnencreme aber etwa 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf. Weil Sonnenschutzprodukte selten gleichmäßig verteilt werden können, sollte man viel Creme nehmen und Nachcremen, zum Beispiel, wenn man viel geschwitzt hat oder geschwommen ist.

Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist den Sonnenstrahlen schutzlos ausgeliefert, da sie sich erst ab dem zweiten Lebensjahr durch Bräunung schützen kann. Deshalb kann sich so mancher Sonnenbrand in frühester Kindheit nach Jahrzehnten böse rächen. Da hilft nur: Kinder frühzeitig und abhängig vom Hauttyp eincremen, nicht ohne Kopfbedeckung und Hemdchen in die Sonne lassen, die größte Mittagshitze meiden und den Schatten suchen.

So dosieren Sie die Sonnencreme richtig

Grundsätzlich gilt: Die meisten von uns tragen viel zu wenig Creme auf.

Mit der sogenannten Neuner-Regel machen Sie es richtig

  • Der Körper wird in neun etwa gleichgroße Regionen aufgeteilt: Kopf und Hals, Brust, Rücken, rechter Arm, linker Arm, rechter Oberschenkel, linker Oberschenkel, rechter Unterschenkel, linker Unterschenkel.
  • Auf jede Region kommen zwei Finger voll Sonnencreme! Jeweils einen Strang Creme längs auf Zeige- und Ringfinger auftragen.
  • Sie finden, das ist viel? Die meisten denken genauso wie Sie, aber Fakt ist, dass nur dann der volle Lichtschutzfaktor wirkt. Wenn Sie nur einen Strang Creme auf jeder Region verteilen, halbiert sich damit auch der Lichtschutz.

Was tun, wenn es zum Sonnenbrand gekommen ist?

Die ungebräunte Haut ist die empfindlichste Haut, das heißt Sonnenbrand hat da besonders leichtes Spiel. Deswegen ist es gerade am Anfang der Sonnensaison wichtig, sich mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu schützen. Wenn es doch zu einem Sonnenbrand gekommen ist, sollte man einige Tipps beherzigen.

Was tun bei Sonnenbrand?

Kühlen

Bei Sonnenbränden, die noch keine Blasen werfen, reichen kühlende Umschläge. Tauchen Sie ein Tuch in kaltes Wasser und legen sie es auf die verbrannten Hautstellen. Sobald der Umschlag sich erwärmt hat, kühlen sie ihn wieder. Legen Sie keinesfalls Cold-Packs aus dem Kühlschrank auf, das kann zusätzlich zu den Verbrennungen zu Erfrierungen führen!

Hausmittel

Zum Kühlen kann auch Quark verwendet werden. Der kühlt noch etwas länger als reines Wasser und lindert die Schmerzen. Aber Achtung: Bei manchen Patienten kann das Allergien auslösen.

Kleidung und Co.

Tragen Sie weite Kleidung, damit Luft an die verbrannte Haut kommt. Trinken Sie viel Wasser, um dem Körper bei der Heilung zu helfen. Vermeiden Sie Alkohol und schonen Sie sich.

Sonne meiden

Verbrannte Hautstellen sollten keine Sonne mehr sehen, solange sie noch rot sind und schmerzen. In der Regel heilt ein Sonnenbrand innerhalb von 4-7 Tagen.

Cremen

Tragen Sie ein kühlendes Gel (ohne Kortison) aus der Apotheke auf. Öl oder Wundheilcremes sollten Sie dagegen im Schrank lassen: Sie können die verbrannte Haut noch zusätzlich reizen oder zu einem unangenehmen Hitzestau führen.

Medikamente

Zu Medikamenten müssen Sie nur greifen, wenn Sie schwere Verbrennungen haben und sich Blasen auf der Haut bilden! Ratsam sind dann eine kortisonhaltige Salbe, meist auch kortisonhaltige Medikamente, ein kühlendes Gel und hochdosiertes Aspirin.

Arzt

Normalerweise bekommt man nur einen Sonnenbrand mit Rötungen oder Blasen auf der Haut. Den kann man gut selbst behandeln. Mit einem schweren Sonnenbrand, das heißt, wenn die Haut offen ist wie bei einer Wunde oder gar schwarz verbrannt, sollte man unbedingt zum Arzt!


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